Das Krankenhaus des Diakoniewerks Bethel in Berlin-Lichterfelde. (Quelle: imago/Bernd Friedel)
Bild: imago/Bernd Friedel

Nach Vorwürfen wegen Finanzgebarens - Berliner Diakoniewerk Bethel verlässt Dachverband

Das wegen seines Finanzgebarens umstrittene Berliner Diakoniewerk Bethel tritt aus dem Diakonie-Dachverband und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden aus. Das teilte das Sozialunternehmen am Mittwoch mit. Zudem ändere die gemeinnützige GmbH ihren Namen in Gesundheitswerk Bethel Berlin. Damit kommt der Träger dem endgültigen Ausschluss aus der Diakonie zuvor, der bei der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am 20. September auf der Tagesordnung stehen sollte.

Das Unternehmen war im vergangenen Jahr nach Berichten über einen fragwürdigen Umgang mit seinen Finanzen in die Kritik geraten. Medienrecherchen zufolge soll ein Vorstandsmitglied des Sozialträgers vor einiger Zeit die Kontrolle über das gemeinnützige Unternehmen übernommen haben. Er beziehe unter anderem ein Jahresgehalt von mehr als 700.000 Euro und habe sich Pensionsansprüche in Millionenhöhe verschafft, hieß es. Ermittlungen gegen den Vorstand hatte die Berliner Staatsanwaltschaft mangels hinreichenden Tatverdachts jedoch eingestellt.

Das Diakoniewerk Bethel, das nichts mit den bekannteren Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zu tun hat, betreibt mehrere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 1.700 Beschäftigten.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    >> staatlich eingetriebenenSteuern, läßt es sich es gut leben.

    Welchen?

    Bethel war Mitglied der Freikirchen. Die ziehen keine Kirchensteuer ein.

    (Im übrigen lässt sich der Staat das einziehend er Kirchensteuern von den Kirchen sehr gut bezahlen. Wichtiger wäre es, gegen die Bezahlung der Bischöfe, und Höher, die komplett vom Staat bezahlt werden, endlich zu streichen. Die Begründung steht auf sehr schwachen Beinen (Entschädigung für die zu Zeitens Napoleons in Deutschland durchgeführten Enteignungen der Kirchen sollen damit #Kompensiert' werden)

  2. 1.

    ist ja sehr interessant, mit Fördermitteln , staatlich eingetriebenenSteuern, läßt es sich es gut leben. Religion ist Opium für das Volk.. Heine.

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