Quadrocopter, Drohne, mit Kamera fliegt vor blauem Himmel (Quelle: dpa/Valentin Wolf)
Bild: imageBROKER

Turnier in Berlin-Kaulsdorf - Drohne stürzt ab und verletzt vier Menschen

Aus etwa 30 Metern Höhe ist eine Drohne in Berlin-Kaulsdorf auf ein sportliches Turnier mit mehreren Hundert Teilnehmern gestürzt. Vier von ihnen wurden leicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Das Fluggerät war demnach am Samstag bei dem Versuch heruntergekommen, Fotos von der Veranstaltung eines Freizeittreffs unter freiem Himmel zu machen. Die Drohne krachte kurz nach 15 Uhr herunter.

Die Leichtverletzten konnten nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause. Grund für den Absturz sei nach bisherigen Ermittlungen eine zu geringen Akkuleistung, so die Polizei. Gegen den Verursacher werde nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr ermittelt.

Sendung: radioBerlin 88,8, 30.09.3018, 16 Uhr

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Antwort auf [privatpilot] vom 02.10.2018 um 00:29
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6 Kommentare

  1. 6.

    Genau!
    Zu technischen oder wissenschaftlichen Zwecken mit strengen Voraussetzungen ok.
    Und bis dahin runterholen, Anzeigen schreiben und das Gerät einziehen.

  2. 5.

    Diese Scheissdinger sollte man generell verbieten.

  3. 4.

    Jetzt habe ich gerade auf radioBERLIN 88,8 gehört, dass es sich um das Gelände der Villa Pelikan gehandelt haben soll. Ein simpler Blick in die DFS-App hätte genügt, um zu erkennen, dass an diesem Ort überhaupt kein genehmigungsfreier Aufstieg eines Copters möglich ist, weil sich der Punkt innerhalb des 1,5-km-Radius um das Unfallkrankenhaus Marzahn befindet, wo zwei Hubschrauberlandeplätze betrieben werden und reger Flugbetrieb herrscht. Von daher war der Aufstieg dort ohnehin verboten, was auch die Ermittlungen wegen "gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr" erklärt.

  4. 3.

    Mir ist nach wie vor nicht klar, um welchen Copter es sich gehandelt hat. In der Abendschau war ein Foto von einem DJI Inspire zu sehen, und hier nun von einem DJI Phantom 3. Beide würden bei schwachem Akku rechtzeitig zum Ausgangspunkt zurückkehren und keinesfalls einfach runterfallen. Aber davon mal abgesehen: Bei einem Sportturnier mit mehreren hundert Teilnehmern muss man wohl davon ausgehen, dass der Steuerer sich an eine wichtige Grundregel nicht gehalten hat: Keine Flüge über Menschenansammlungen. Korrekterweise hätte auf dem Sportplatz ein gewisser Bereich abgesperrt werden müssen, in welchem sich dann der Copter hätte bewegen können. Und wenn man dafür nur ein paar Quadratmeter zur Verfügung hat, kann man eben nur einen vertikalen Aufstieg machen, was ja auch schon ein schönes Bild für den Schluss eines Filmes ergibt. Mehr hätte ich in einer solchen Situation nicht gemacht, um jegliches Risiko auszuschließen.

  5. 2.

    Nicht nur, dass Abstürze aufgrund geringer Akkuleistung vermeidbar sind. Vielen ist die Rechtslage einer eingeschränkten Flugerlaubnis nicht bekannt. Es ist z.B. verboten über Menschenansammlungen zu fliegen oder über Bundestraßen. Bestimmte Liegenschaften darf man ebensowenig überfliegen/sich nähern, wie einen Sperrkreis um den Bundestag in Berlin, der im Radius bis zum Tempelhofer Feld reicht. Auch um den Versuchtsreaktor in Wannsee existiert eine Flugverbotszone, die erst in Potsdam endet... leider ist vielen Drohnen-Piloten nicht bewusst, dass sie mit der Nutzung ihres Weihnachtsgeschenkes zu einem echten Piloten mit tatsächlichen Pflichten werden...
    Daher wissen sie auch nicht, dass der Strafrahmen eines gefährlichen Eingriffes in den Luftverkehr sogar bei 6 Monaten bis zu 10 Jahren Haft liegt... hier aktuell in Tateinheit mit einer fahrlässigen Körperverletzung begangen.

  6. 1.

    Tja - zur Flugvorbereitung gehört eben auch den Ladezustand der Akkus im Blick zu haben. Gute Drohnen sind mit einem Notlandesystem ausgerüstet - da sollte man lieber etwas mehr investieren, als sich und andere einer Gefahr auszusetzen.
    Gute Besserung den Verletzten und dem Drohnenpiloten "Augen auf beim Eierkauf"

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