Langzeitbelichtung von mehreren Menschen, die über die Kreuzung Schönhauser Allee/Kastanienallee/Eberswalder Straße laufen (Bild: imago/T. Seeliger)
Bild: imago/T. Seeliger

Neue Statistik - Berlins Einwohnerzahl steigt weiter deutlich an

Deutschlands Bevölkerungszahl wächst nur sehr leicht. Nicht so in Berlin: Die Hauptstadt hat auch im vergangenen Jahr wieder mehrere zehntausend neue Einwohner bekommen. Und auch Brandenburg verzeichnet einen Zuzug.

Die Einwohnerzahl Berlins und Brandenburg ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt am Freitag mitgeteilt.

Danach wuchs die Bevölkerung in der Hauptstadt um 38.700 Menschen. Das entspricht einer Quote von 1,1 Prozent. Zusammen mit Hamburg weist Berlin damit die höchste Wachstumsquote aus. Insgesamt lebten 3.613.500 Menschen in Berlin.

Allerdings sagen die Statistiken auch, dass die Berliner Bevölkerung nun langsamer als in den Vorjahren wächst. Der aktuelle Bevölkerungszuwachs von 1,1 Prozent ist das geringste Bevölkerungswachstum seit 2012.

Und die Geburtenrate ist erstmals seit 2011 wieder gesunken. Im vergangenen Jahr kamen rund 40.000 Kinder in Berlin zur Welt, etwa 1.000 weniger als noch 2016. 

Brandenburg wächst das vierte Jahr in Folge

In Brandenburg stieg die Zahl der Einwohner um 0,4 Prozent (9.400) auf 2.504.000. Die Einwohnerzahl sei damit in Brandenburg im vierten Jahr in Folge gestiegen. Das Bevölkerungswachstum in Brandenburg geht laut Statistik vor allem auf Zuzüge aus anderen Regionen und Ländern zurück. 2017 seien rund 20.300 Geburten und 31.800 Sterbefälle sowie rund 82.000 Zuzüge und rund 61.300 Wegzüge erfasst worden.

Deutschlandweiter Bevölkerungszuwachs um 0,1 Prozent

Die Gesamtzahl der Einwohner in der Bundesrepublik betrug zum Ende des vergangenen Jahres 82.792.400. Insgesamt stieg damit laut Statistik die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen geringfügig um 0,3 Prozent. Diesen Anstieg führen die Statistiker ausschließlich auf die Zuwanderung zurück: Im vergangenen Jahr wanderten 405.000 Menschen mehr zu als durch Abwanderung verloren gingen. Im Jahr 2016 hatte der sogenannte Wanderungsüberschuss noch bei 500.000 Menschen gelegen. 

Betrachtet man die Entwicklung der absoluten Zahlen in den einzelnen Bundesländern kam Baden-Württemberg auf den höchsten Zuwachs von 71.500 zusätzlichen Einwohnern, gefolgt von Bayern mit 66.500 und dann Berlin. Bevölkerungsrückgänge gab es in Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland.

Sendung: Inforadio, 14.09.2018, 10 Uhr

Kommentar

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28 Kommentare

  1. 28.

    Stimme Ihnen zu. Die Verrohung und der Vandalismus nehmen leider deutlich zu. Ausgelassen wird es meistens an Orten, wie Kinderspielplätze, Friedhöfe oder eben Parks.

  2. 27.

    Das stimmt, ein bisschen schmuddelig waren bestimmte Bezirke schon immer. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass in den 80er/90er-Jahren in den Parks und an den Badestellen nach einem Besuch einfach der Müll liegen gelassen wurde... das Parkbänke zerstört oder in den See geworfen wurden. Diese Entwicklung stimmt mich traurig.

  3. 26.

    Das stimmt, ein bisschen schmuddelig waren bestimmte Bezirke schon immer. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass in den 80er/90er-Jahren in den Parks und an den Badestellen nach einem Besuch einfach der Müll liegen gelassen wurde... das Parkbänke zerstört oder in den See geworfen wurden. Diese Entwicklung stimmt mich traurig.

  4. 25.

    Ihnen ist aber schon bewusst, dass Berlin schon immer etwas schmuddeliges, dreckiges an sich hatte oder? Sauber war diese Stadt so lange ich sie kenne nie richtig. In einigen Bezirken war und ist ist es immernoch Mode seine gebrauchten Möbel auf die Straße abzustellen. Mittlerweile habe ich eine Art“ Hassliebe“ entwickelt um Berlin für mich erträglicher zu machen. Doch noch immer überwiegen die positiven Eigenschaften, die diese Stadt so anziehend macht.

  5. 24.

    Im übrigen...ich hasse die Stadt nicht, sondern ich schäme mich für diese Stadt! Begründung siehe im Ursprungskommentar...

  6. 23.

    Von Marie an Marie...ich lebe bereits am äussersten Rand der Stadt. Aufgewachsen in Lichtenrade und Buckow..später 4 Jahre in Neukölln Nähe Sonnenallee, dann Schmargendorf und nun Spandau bzw. davon ein Aussenbezirk. Auch hier geht alles bergab...Berlin ist nicht mehr schön!

  7. 21.

    Wir haben es ja jetzt verstanden. Sie haben Ihren Schmu wieder einmal abgelassen. Und NEIN, Berlin strebt definitiv nicht an wie Bayern oder BaWü werden zu wollen. Obwohl...dann hätten wir die hohen Zuzugsquoten im Griff-da will ja keiner hin... Dafür sind wir ja letztendlich auch Berlin. Apropos "Hutschnur hoch": gibt es eigentlich am Bodensee keine Nachrichten-App, die kommentiert werden müsste? LG ;-)

  8. 20.

    Im Süden und Westen unseres schönen Landes gibt es mehr gut bezahlte Arbeitsplätze als in den neuen Bundesländern.

    Seit 18 Jahren haben wir eine CDU-geführte Bundesregierung. Es gibt in ganz Deutschland seitdem prozentual weniger Arbeitsverhältnisse mit Tariflöhnen. Das NETTO-Rentenniveau sinkt und wird weiter sinken. Es gibt weniger erschwinglichen Wohnraum. FDP und AfD setzen ebenso auf Privatisierung und Ökonomisierung weiterer Lebensbereiche. Diese Parteien sind nicht interessiert die extrem ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland zu ändern.

    Welche Parteien empfehlen sie denn den sozialversicherungspflichtigen Lohnabhängigen, den Rentnern und Mietern in Berlin und den neuen Bundesländern?

  9. 19.

    Ich kann den Frust schon verstehen. Immer mehr Menschen, immer mehr Dreck, die Wohnungsnot und die Bildungsmisere, die allgemeine Atmosphäre ist latent aggressiv und jeder versucht sein Ding durchzuziehen, oft auch recht rücksichtslos. Aber Berlin war schon immer ein Schmelztiegel und ein rauhes Pflaster, Berlin ist seit jeher Kummer gewöhnt. Die Politik ist gefordert (duckt sich leider immer noch weitgehend weg) und Missstände müssen endlich angegangen werden, das ist klar. Aber trotz alldem kommt Gott und die Welt hierher und will hier leben und erleben. Wir sollten unsere Stadt nicht nur madig machen und zu ihr stehen. Ich "schäme" mich auch manchmal, wenn ich sehe wie hier alles verkommt und verschmutzt, um das zu ändern müssten wir aber alle bei uns selber anfangen und wieder positiver denken und Verantwortung übernehmen.

  10. 18.

    Wie viele von den neu hinzugezogenen Berlinern sind denn Deutsche? Wenn man die bisherigen Kommentare liest, vorallem die Vergleiche mit Bayern und Baden-Württemberg, geht einem der Hut hoch.Wenn Sie ähnliche Verhältnisse in Berlin anstreben dürfen Sie nicht SPD bzw. die alten Peiniger oder Grün wählen. Wer diese drei unfähigen Parteien wählt, muss wissen, dass er in Armut leben muss.

  11. 17.

    Marie eins tröstet mich. verschandelt und zugerichtet haben diese Stadt die Zugereisten die mitm Persilkarton am Bahnhof Zoo oder mitm Rucksack am OstBahnhof angekommen sind. Die die ihre Provinzialität auch nach Jahrzehnten noch ich abgelegt haben.

  12. 16.

    Von Marie zu Marie:
    Warum leben Sie in dieser wundervollen Stadt, die Sie so hassen?
    Auf ins Umland.
    Ihre Wohnung wird gebraucht ... von vielen Menschen, die hier gern leben möchten.
    Danke

  13. 15.

    " ...oder leben viele davon vom Amt."

    Was wollen Sie denn am liebsten mit denen machen?
    Mir graust vor Ihrer Antwort ...

  14. 14.

    "Alles was die Stadt braucht ist ein fähiger Senat, der seinen Aufgaben gerecht wird."

    Wie sieht dieser Senat Ihrer Meinung nach aus?

  15. 11.

    ......Vor kurzem las ich, dass jedes 3. Kind in Berlin in Armut lebt und Bayern-Baden-Württemberg „leider“ nur jedes 11....? Na Sie sind mir ja einer. Überdenken Sie nochmal was Sie da schreiben und überhaupt.

  16. 10.

    Ich frage mich was die hier alle in Berlin wollen...schön ist es hier nicht mehr! Die Stadt ist nur noch voll, die Menschen werden immer rücksichtsloser, überall liegt Dreck, kein Geld für die Grünflächenpflege in den Bezirken und die Mieten steigen weiter. Als Ur-Berliner schäme ich mich für diese Stadt!

  17. 9.

    Und haben die alle auch einen ordentlichen Arbeitsplatz gefunden, ich meine die Neu-Zuzügler oder leben viele davon vom Amt.
    Vor kurzem las ich, daß jedes 3. Kind in Berlin in Armut lebt und in Bayern und Baden-Württemberg leider nur jedes 11.

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