Absperrgitter stehen auf der Elsenbrücke, im Hintergrund das Allianz-Hochhaus (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: Inforadio | 04.09.2018 | Miriam Keuter | Bild: dpa/Paul Zinken

Staugefahr bleibt weiter bestehen - Elsenbrücke ist teilweise wieder freigegeben

Die Sperrung der Elsenbrücke zwischen Treptow und Friedrichshain ist am Dienstagnachmittag in Teilen wieder aufgehoben worden. Auf der Gegenfahrbahn wurden für den Verkehr sogenannte Ausweichspuren in Richtung Ostkreuz eingerichtet.

Pro Richtung stehen nun zwischen Puschkinallee und Markgrafendamm zwei Fahrstreifen zur Verfügung - normalerweise sind es drei. Autofahrer müssen deshalb trotzdem weiter mit Stau rechnen.

Schaden wird noch untersucht

Wann die gesperrte Seite der Brücke wieder frei gegeben werden kann, ist bisher noch unklar. Die Verbindung zwischen Treptow und Friedrichshain musste am Freitag zum Teil gesperrt werden, weil an der Unterseite der Brücke ein Riss festgestellt worden waren, teilte die Verkehrsinformationszentrale mit.

Derzeit wird durch Bauwerks- und Baustoffuntersuchungen ermittelt, was den Schaden verursacht hat und wie umfangreich er ist. Das Bauwerk unterliege einer ständigen Beobachtung - erste Ergebnisse hätten zeigten, dass sich der lange Riss nicht vergrößert habe, hieß es. Einsturzgefahr bestehe weiterhin nicht, deshalb bleibt der Rad- und Gehweg passierbar.

Busverbindungen werden wieder aufgenommen

Wie BVG-Sprecherin Petra Reetz mitteilte, soll der Busverkehr wieder aufgenommen werden, wenn die Ausweichspuren eingerichtet sind. Betroffen waren die Linie 104, die wegen der Sperrung nur bis Treptower Park fuhr und die Linie 194, die schon am S-Bahnhof Ostkreuz endete.

Nach teils kilometerlangen Staus auf den Umfahrungsstraßen am Vortag betrug die Wartezeit laut Verkehrsinformationszentrale am Dienstagmittag auf der Schlesischen Straße nur noch etwa eine Viertelstunde. Auf der Puschkinallee und der Elsenstraße habe es sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr gestaut.

Sendung: Inforadio, 04.09.2018, 8:20 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    §11 der StVO wird von Kraftfahrzeugführern gern vergessen. (Besondere Verkehrslagen), übrigens auch der § 20 an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Wenn es ausreichend Personal für die Verkehrsüberwachung geben würde, könnte so mancher Euro in die Landeskasse fließen.

  2. 4.

    Neben dieser Elsenbrücke wird, so der nächste Bauabschnitt der A100 (nach Frankfurter Allee) gebaut wird, eine Brücke zwischen Elsenbrücke und Eisenbahnbrücke gebaut. Da diese (Autobahn)-Brücke breiter wird als Platz vorhanden ist, wird dann der Teil der Elsenbrücke, der jetzt gesperrt ist, abgerissen.

  3. 3.

    Die entscheidende Frage an diesem Problem ist doch, warum es die zuständige Behörde nicht geschafft hat, die für heute Abend angekündigte Freigabe der Fahrtrichtung zum Ostkreuz schon über das Wochenende einzurichten, sodass es schon ab Montag früh eine Entspannung gegeben hätte? Aber kurzfristige Lösungen zu realisieren, war ja noch nie die Stärke der Behörden. Vielleicht sollte der rbb hier mal bei der zuständigen Verwaltung mal nachfragen. Und wo bleibt hier eigentlich der große Aufschrei in den Kommentaren, so wie er bei Berichten über Störungen bei der S-Bahn immer erfolgt?

  4. 2.

    Kann man neben dieser dämlichen Brücke nicht noch eine bauen? Die Elsenbrücke muss ja nun schon finanziell vergoldet sein...

  5. 1.

    Zum Glück musste ich gestern nur ein kurzes Stück durch die Staus vor der Elsenbrücke. Das hat aber schon gereicht um festzustellen, dass das Chaos wesentlich durch viele Kraftfahrer selbst verursacht wurde. Der Verkehr könnte viel besser fliessen, wenn nicht ständig Fahrzeuge in die Kreuzungen fahren würden, die gar nicht wirklich frei sind. Ein vermeintlicher Vorteil für zehn Meter Vorwärtskommen führt umgekehrt zum Stillstand erst des eigentlich freien Querverkehrs und dann letztlich auch zum eigenen Stillstand. Und auf das Freihalten von Busspuren wird natürlich auch nicht mehr geachtet. So stehen die grossen Gelben auch mitten im Stau. Die Dummheit des Grossteils der Kraftfahrer macht aus einem längeren Stau erst das Chaos. Ein paar Verkehrspolizisten könnten hier Wunder bewirken.

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