14.08.2018, Berlin: Einer der Angeklagten (M) sitzt in einem Gerichtssaal. Dort muß er sich mit einem weiteren Angeklagten erneut wegen des illegalem Autorennens mit tödlichem Ausgang auf dem Kurfürstendamm verantworten. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Audio: radioBerlin 88,8 | 10.09.2018 | Ulf Morling | Bild: dpa/Paul Zinken

Neuer Prozess ab 19. November - Ku'damm-Raser bleiben in Untersuchungshaft

Es war das erste Mordurteil gegen Raser bundesweit - und auch nachdem der BGH das Urteil aufgehoben hat, bleiben die zwei Tatverdächtigen in U-Haft. Sie sollen bei einem Autorennen in Berlin-Charlottenburg einen 69-Jährigen getötet haben. Der neue Prozess startet im November.

Die Haftbefehle wegen Mordes nach dem tödlichen Unfall bei einem mutmaßlichen Straßenrennen auf dem Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg werden aufrechterhalten. Das teilte das Berliner Landgericht am Montag mit.

Die beiden Angeklagten Hamdi H. und Marvin N. bleiben demnach weiter in Untersuchungshaft. Der dringende Tatverdacht gegen die beiden Angeklagten bestehe fort. Auch der Haftgrund der Fluchtgefahr sei weiter gegeben, hieß es weiter.

Der neue Prozess soll am 19. November vor dem Landgericht beginnen.

Mit 170 km/h durch die City West

Die beiden 26 und 29 Jahre alten Männer müssen sich bereits zum zweiten Mal vor Gericht verantworten. Das Berliner Landgericht verurteilte die Angeklagten im Februar 2017 im ersten Verfahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen - es war das bundesweit erste Mordurteil in einem derartigen Fall.

Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil wieder auf. Die Karlsruher Richter sahen den Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Mitte August begann eine neue Verhandlung. Diese wurde aber nach einem erfolgreichen Befangenheitsantrag Ende August ausgesetzt. Das Gericht sah die Besorgnis der Befangenheit bei den Richtern der 40. Strafkammer. Nun ist eine andere Kammer für den Fall zuständig.

Den beiden Angeklagten wird zur Last gelegt, im Februar 2016 nachts mit bis zu 170 Stundenkilometern über den Kurfürstendamm und auch über mehrere rote Ampeln gerast zu sein. An einer Kreuzung erfasste einer der beiden mit seinem Auto den Wagen eines 69-Jährigen. Der Mann starb noch am Unfallort.

Die beiden 26 und 29 Jahre alten Männer müssen sich bereits zum zweiten Mal vor Gericht verantworten. Das Berliner Landgericht verurteilte die Angeklagten im Februar 2017 im ersten Verfahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen - es war das bundesweit erste Mordurteil in einem derartigen Fall.

 

Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil wieder auf. Die Karlsruher Richter sahen den Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Mitte August begann eine neue Verhandlung. Diese wurde aber nach einem erfolgreichen Befangenheitsantrag Ende August ausgesetzt.

 

Den beiden Angeklagten wird zur Last gelegt, im Februar 2016 nachts mit bis zu 170 Stundenkilometern über den Kurfürstendamm und auch über mehrere rote Ampeln gerast zu sein. An einer Kreuzung erfasste einer der beiden mit seinem Auto den Wagen eines 69-Jährigen. Der Mann starb noch am Unfallort.

Die beiden 26 und 29 Jahre alten Männer müssen sich bereits zum zweiten Mal vor Gericht verantworten. Das Berliner Landgericht verurteilte die Angeklagten im Februar 2017 im ersten Verfahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen - es war das bundesweit erste Mordurteil in einem derartigen Fall.

 

Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil wieder auf. Die Karlsruher Richter sahen den Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Mitte August begann eine neue Verhandlung. Diese wurde aber nach einem erfolgreichen Befangenheitsantrag Ende August ausgesetzt.

 

Den beiden Angeklagten wird zur Last gelegt, im Februar 2016 nachts mit bis zu 170 Stundenkilometern über den Kurfürstendamm und auch über mehrere rote Ampeln gerast zu sein. An einer Kreuzung erfasste einer der beiden mit seinem Auto den Wagen eines 69-Jährigen. Der Mann starb noch am Unfallort.

Sendung: radioBerlin 88,8, 10.09.2018, 11:00 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das ist m.E. erst einmal das Mindeste, dass die beiden Raser in U-Haft bleiben. Jeder der zum Zeitpunkt dieses Autorennens auf dem KuDamm etc. unterwegs war, hätte ihr Opfer werden können. Täter bekommen meist eine 2. Chance und ihre tötlich verletzten Opfer nicht. Was ist da eine gerechte Strafe?. Das muss nun erneut das Gericht entscheiden und ein zusätzlicher lebenslanger Führerentzug sollte zusätzlich verhängt werden. Wer so fährt und meint die Lage im Griff zu haben, ist charakterlich nicht zum Führen eines Fahrzeuges geeignet.

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