Der Sarg von Nidal R. wird von der Trauergemeinde zu Grabe getragen. (Quelle: rbb/Bartsch)
Video: Abendschau | 13.09.2018 | Rainer Unruh | Bild: rbb/Bartsch

Trauer um Intensivstraftäter - Rund 1.500 Menschen bei Beerdigung von Nidal R.

Die Berliner Polizei hat mit einem Großaufgebot die Beerdigung eines getöteten Intensivtäters aus dem arabischen Clan-Milieu abgesichert.

An der Trauerfeier für Nidal R. auf einem Friedhof im Stadtteil Schöneberg nahmen nach Angaben der Polizei rund 1.500 Trauergäste teil, die Friedhofsverwaltung sprach gar von bis zu 2.000.

Unbekannte hatten am Sonntag mehrere Schüsse auf den Mann in der Oderstraße im Bezirk Neukölln abgefeuert. Der 36-jährige erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Vor der Klinik hatten sich am Tag des Angriffs nach Nidal R.s Einlieferung rund 150 Menschen versammelt. Dabei kam es zu Tumulten.

Die Ermittler gehen dabei bislang von drei Tätern aus, die acht Schüsse auf das Mitglied einer arabischen Großfamilie abfeuerten. Sicherheitsexperten befürchten nach der tödlichen Attacke eine Eskalation der Gewalt zwischen kriminellen Mitgliedern arabischer Großfamilien.

Bis zu 2000 Menschen warten in Schöneberg auf die Beisetzung von Nidal R. am 13.09.2018 (Quelle: rbb/Bartsch)

Sendung: Inforadio, 13.09.2018, 12.40 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Das war wohl weniger eine Beerdigung, als eine tolle Gelegenheit (Über-)Macht und Stärke zu demonstrieren und die Polizei auf die Ränge zu verweisen. Das wird wohl erst der Anfang sein, wir können uns sicherlich auf unruhige und beunruhigende Zeiten gefasst machen.

  2. 9.

    Die Filmaufnahmen hätten der Polizei zur Personenauswertung übergeben werden. Für die Nachrichten hätten 2 Sätze vom Sprecher gereicht. Warum wird einem Intensiv und Gewalttäter und seinem Anhang noch so eine große Bühne gegeben ?

  3. 8.

    Wieviele der anwesenden Trauergäste sich beim Anblick des Sarges geschworen haben ihren Bruder zu rächen, wird sich in naher Zukunft zeigen. Irritierend für mich ist die Tatsache, dass auf einem öffentlichen, deutschen Friedhof die Trauer in Geschlechtertrennung vollzogen wurde und dass anwesende Sittenwächter das auch so durchgesetzt haben. Da läuft einiges parallel schief.

  4. 6.

    Mich wuerde interessieren, in welchem Verhaeltnis die Besucher zum Getoeteten stehen: Selbst bei einer Grossfamilie scheint mir eine derart hohe Zahl Angehoeriger ungewoehnlich. Wieviele der 1500 Maenner in teils typischem Strassen-Outfit wollten tatsaechlich dem Familienvater Nidal R. und seinen Angehoerigen menschliche Anteilnahme bekunden?
    Der deutschen Gesellschaft ist Nidal R. ja vor allem als Intensivstraftaeter mit in der Kindheit begonnener Gewaltkarriere bekannt. Wollten sich manche Besucher womoeglich auch zu genau diesem Lebensstil bekennen? Ich weiss es nicht. Das ist eine Welt, die ich nicht kenne, obwohl sie nur 12 km von mir entfernt ist.

  5. 5.

    Schon eckelhaft,eine Frau hat ihren Mann verloren,Kinder ihren Vater und eine Mutter trägt ihren Sohn zu Grabe,wie kann man so eckelhaft sein?!
    Lasst doch diesen Mann in in Frieden ruhen,egal was er getan hat die Richter haben ihren Urteil gefällt,Gott wird ihn jetzt richten,diese Menschen trauern und nicht mal da haben Sie Anstand...wie kann man so kaltherzig sein???

  6. 4.

    Ehrlich gesagt: Mich schrecken solche Zahlen. So groß kann keine wirkliche Trauergemeinde sein, um ehrlich Anteil zu nehmen. Und nicht, um Tod und Tötung als bloßes Bekenntnis zu benutzen, den Tod zu instrumentalisieren. Gleich, ob in Berlin-Schöneberg oder in Chemnitz, mithin gleich der Spektren.

    Dies schreibe ich als Mensch, der gerade heute auf einer Beerdigung war. Der Mensch ist gewiss nicht getötet worden, doch gestorben. Nicht wenige, ungefähr 70 oder 80 waren am Grab. Verwandte, Freunde und Weggefährten, und kein einziger wäre auf die Idee gekommen, das als Bekenntnis zu irgendetwas zu verstehen.

  7. 3.

    Es ist unglaublich: bis zu 2000 Trauergäste, als würde ein "Held" zu Grabe getragen, als einer, der besondere Verdienste um das Gemeinwohl hätte ... früher wäre so jemand geächtet und außerhalb der Stadtmauern beigesetzt worden.

    Zeigt doch letztlich, was die anwesenden Trauergäste von Recht und Gesetz und unserem Rechtsstaat halten.
    Dass sich dafür ein Friedhof in kirchlicher Trägerschaft hergibt, ist letztlich auch ein Skandal...

  8. 2.

    Schöne, klare Aufnahmen in HD. Damit kommt selbst die schlechteste Gesichtserkennungssoftware gut zurecht ...

  9. 1.

    Nun bei sovielen "Trauergästen" hätten die Polizei und die Staatsanwaltschaften doch gleich die Gelenheit nutzen können weitere per Haftbehle gesuchte Personen ein zusammeln.

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