Blumen und Kerzen für Nidal R. liegen an der Oderstraße in Berlin-Neukölln (Quelle: rbb|24/Mark Allhoff)
Video: Abendschau | 11.09.2018 | Regina Paschke / Boris Hermel | Bild: rbb|24/Mark Allhoff

Erschossener Intensivtäter - Berliner Polizei rechnet mit großer Trauerfeier für Nidal R.

Bei der Beerdigung des getöteten Nidal R. erwartet die Polizei großen Andrang und will daher vor Ort sein. Schon kurz vor R.s Tod hatten sich Dutzende Menschen an einer Klinik versammelt. 

Die Berliner Polizei wird bei der Beisetzung des erschossenen Intensivstraftäters Nidal R. präsent sein. Es werde eine Menschenmenge erwartet, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die zahlreichen Trauergäste sollten abgeschirmt werden, so Neuendorf. Auch der Verkehr müsse geregelt werden.

Wann und wo Nidal R. bestattet werden soll, hat die Polizei bislang nicht bekanntgegeben. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" soll die Bestattung am Donnerstag auf dem Zwölf-Apostel-Friedhof in Berlin-Schöneberg stattfinden. Das wollte die Polizei gegenüber rbb|24 am Dienstagabend nicht bestätigen.  

Mit gewalttätigen Auseinandersetzungen werde hingegen nicht gerechnet, so Neuendorf.

Nach Angaben der Polizei sollte der obduzierte Leichnam am Dienstag für die Bestattung freigegeben werden. Die Polizei geht von einer zeitnahen Beisetzung aus.

Nidal R. war am Sonntagabend in Neukölln vor den Augen seiner Familie niedergeschossen worden. Auf den 36-Jährigen war acht Mal gefeuert worden, er starb wenig später im Krankenhaus. Vor der Klinik in Steglitz hatte sich eine aufgebrachte Menge versammelt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei in Berlin, Benjamin Jendro, warnte unterdessen davor, Clan-Kriminalität zu verharmlosen. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es heftige Rivalitäten zwischen den Clans gebe, sagte er am Dienstag im rbb-Inforadio. "Die Eskalation ist nicht erst am Sonntag passiert", so Jendro. Man solle nicht so "naiv sein" zu glauben, dass es damit vorbei sei.

Berlins bekanntester Intensivtäter Nidal R. erschossen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

10 Kommentare

  1. 10.

    Das ist nicht Ihr Ernst, oder? Öffentliche Exekutionen und organisiertes Verbrechen gehören für Sie zur gelebten Normalität in einer Großstadt? Wow - gut, dass im Chicago der 20 er Jahre nicht alle so dachten wie z.B. Sie.
    Um Rassismus geht es hier auch nicht; nur definieren sich diese Gangster eben nicht über die Affinität zu z.B. Motorrädern, sondern über den gemeinsamen Nachnamen. Deswegen Araberclans.

  2. 9.

    Aus welchen Grund wird ein solcher Aufriss gemacht wegen dieser "Vorfälle"? Dass es in Großstädten bis zu einem gewissen Maße organisierte Kriminalität gibt, ist nichts Neues. Erschossen wurden schon zu meiner Schulzeit in den 90ern Menschen, nicht nur in Neukölln, nicht nur aus aus oder innerhalb des Umfeldes "arabischstämmiger Clans". Man denke an die Rockerclubs, die schon vor Jahrzehnten ihr Unwesen in der Stadt trieben.

    Das reproduzieren der Begrifflichkeit "arabische Clan" Ist im übrigen höchst rassistisch und trifft so nicht zu. Nicht einmal unsere Hüter des Gesetzes erlauben sich diese Bezeichnung. RBB könnte voran gehen und weniger ausgrenzende Formulierungen etablieren.

  3. 8.

    Naja, es ist eine Beerdigung. Die Polizei sollte dort sein um Straftäter dingfest zu machen und nicht zu die Leuten abzuschirmen, denn das klingt, als würden. Kriminelle, zu denen wohl der überwiegende Teil dieser ehrlosen Familie gehört, auch noch geschützt. Ein falsches Signal wäre das.
    Muslime sind die nicht. Echte Muslime sind nicht so. Ein Appell an die Imame sollte sein, solche Leute nicht auch noch unter den Schutz einer Religion zu zu stellen. Denn Allah betrachtet solche und behandelt das unter dem Motto Ungläubig.
    Gruß eines sogenannten Ungläubigen, aber demokratischen Menschen.

  4. 7.

    welche Unbeteiligten würden zu diesem Begräbnis gehen ? zumal mit gewalttätigen Auseinandersetzungen polizeil nicht gerechnet wird

  5. 6.

    Da hätte die Staatsmacht ja fast alle beieinander. Festnehmen und den Rechtstaat walten lassen. Keine Presse bitte, um diesen ehrlosen Rechtsbrechern nicht noch mehr Aufmerksamkeit und Forum zu bieten.

  6. 5.

    Sie sollten sich um ein Gespräch mit Leuten bemühen, die öfters mit diesen Clans zu tun haben. Dann erfahren Sie ganz schnell, dass Sie dem Nachwuchs gar nichts anzubieten brauchen, denn der ist bereits voll in die Clan-Struktur „integriert“. Der Nachwuchs müsste schon komplett aus dem Clan-Milieu herausgelöst werden, um überhaupt einen Ansatz zu haben. Die Erfolgswahrscheinlichkeit wäre trotzdem äußerst gering. Ganz abgesehen würde sich kein Jugendamt trauen, ein Kknd aus diesen „Kreisen“ herauszuholen. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich. Diese Clans müssen Sie entweder komplett aus der Gesellschaft entfernen, oder das Problem vergrößert sich unaufhaltsam.

  7. 3.

    ein erschossener Intensivstraftäter soll bestattet werden und die Polizei will die zahlreichen Trauergäste abschirmen ?
    wie bei einem Staatsbegräbnis ?

  8. 2.

    Da in diesen Kultur-Kreisen das Recht des Stärkeren gilt und ansonsten die Gebote von Sühne und Rache, müssen wir uns auf einiges gefasst machen. Vielleicht begreifen aber nun die Familienmitglieder, die noch nicht vollends in die Kriminalität abgedriftet sind, wie hohl und sinnlos dieses ganze bling-bling Protzergetue, das dämliche Gangster-Gerappe und ein Leben als Dauerkrimineller ist. Diese Clan-Strukturen müssen aufgebrochen werden - nur müssen wir auch etwas anbieten um wenigstens die Heranwachsenden aus diesem übersteigerten Machowahn und dem Familienehre-Getue herauszuholen.

  9. 1.

    Hoffentlich wird kein Staatstrauertag daraus gemacht !

Das könnte Sie auch interessieren