Ein Kriminaltechniker steht an einem Zugang zum Tempelhofer Feld in Berlin-Neukölln (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: radioBerlin 88,8 | 10.09.2018 | O-Ton Martin Steltner, Sprecher Staatsanwaltschaft | Bild: dpa/Zinken

Clan-Mitglieder randalierten vor Klinikum - Intensivtäter aus Clan-Milieu in Neukölln erschossen

Bei einer Schießerei in Neukölln ist am Sonntagabend ein Mann getötet worden. Er wird dem kriminellen Clan-Milieu zugerechnet und verstarb im Klinikum Benjamin-Franklin. Dort versammelten sich mehr als 100 arabische Clan-Mitglieder - und randalierten.

In Berlin-Neukölln ist der polizeibekannte Intensivtäter Nidal R. bei einer Schießerei getötet worden. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage von rbb|24. Zuvor hatte die Zeitung "B.Z." berichtet. Der 36-Jährige wird dem kriminellen Clan-Milieu zugerechnet.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagabend in der Oderstraße am Rande des Tempelhofer Felds. Es seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagte eine Polizeisprecherin. Danach seien mehrere Menschen mit einem Auto vom Tatort geflüchtet. Entgegen ersten Informationen gab es bis zum frühen Montagmorgen keine Festnahme. Die Polizei hatte zuvor getwittert, dass ein Tatverdächtiger festgenommen worden sei.

Bis zu 150 Menschen vor der Klinik

R. wurde schwerverletzt ins Klinikum Benjamin-Franklin in Steglitz gebracht, wo er später verstarb. Am späten Abend versammelten sich dort bis zu 150 Menschen. Sie blockierten zeitweise die Notaufnahme und bedrohten auch ein Kamerateam des rbb. Es habe darüber hinaus keine Sachbeschädigungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. 

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie bat auf Twitter darum, nicht zur Klinik zu kommen. "Es darf heute Nacht niemand zu ihm." Die Menschenmenge habe sich am späten Abend aufgelöst, der Einsatz vor Ort sei beendet worden.

Zu weiteren Hintergründen wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Sendung: rbb24, 09.09.2018, 21:45 Uhr

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