Eine Frau breitet ihre Picknickdecke am Ufer des Großen Müggelsee aus. (Quelle: dpa/Sina Schuldt)
Bild: dpa/Sina Schuldt

Badewetter in Berlin und Brandenburg - Der Sommer will noch bleiben

Zwar fühlt sich das Wetter dieser Tage manchmal schon herbstlich an. Doch der Eindruck täuscht: In dieser Woche werden die Temperaturen in Berlin und Brandenburg auf über 30 Grad steigen. In der Hauptstadt könnte sogar ein Tagesrekord fallen.

Wer Abbaden will, muss damit noch warten. Denn der Herbst lässt weiter auf sich warten. Allein in dieser Woche knackt das anhaltende Sommerwetter in Berlin und Brandenburg gleich mehrfach die 30-Grad-Grenze. Wer also im Sinne des Dichters Rainer Maria Rilke auf echte Herbsttage wartet, um lange Briefe zu schreiben, zu wachen und zu lesen – muss das noch aufschieben. Mindestens bis zum kommenden Wochenende.

Es ist in der Tat ein Sommer der Superlative. Zumindest, was Dauer (seit April), Temperaturhöhen (extrem hoch) und Niederschlagsmengen (kaum vorhanden) betrifft. Und das wird das Wetter in dieser Woche noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellen. "Solche Temperaturen hat man im September tatsächlich nicht mehr so oft", sagt Meteogroup-Meteorologe Christian Schubert.  

Am Dienstag soll es bis zu 31 Grad heiß werden

Zum Wochenbeginn versprechen die Vorhersagen der Region Berlin und Brandenburg also wieder satte 28 Grad. Bei uneingeschränktem Sonnenschein sind dann zur Wochenmitte Temperaturen um 30 Grad möglich. Am Dienstag wird mit großer Wahrscheinlichkeit sogar ein neuer Tagesrekord in Berlin aufgestellt. Die bisher höchste Temperatur an einem 18. September wurde 1934 mit 27,0 Grad erreicht. In diesem Jahr werden an diesem Tag bis zu 31 Grad in der Hauptstadt erwartet.

Die sommerlichen Temperaturen beschert uns, so Meteorologe Schubert, Tropensturm "Helene", der derzeit über die britischen Inseln zieht. "Aber bei uns kommt kein Sturm an, der Wind frischt nur auf. Bei uns scheint diese Woche die Sonne satt", so Schubert. Auch Regen habe Helene nicht im Gepäck.

Am Freitag wird es herbstlich

Erst ab Freitag schlage das Wetter dann deutlich um. "Es folgt im Laufe des Freitags ein deutlicher Temperaturrückgang", so der Meteorologe. Wer also am Strand liegen und die Sonne genießen wolle, müsse das möglichst im Laufe der Woche tun. Denn ob es danach weiter geht mit dem Sommerwetter im Herbst, sei unsicher.

Sendung: Inforadio, 17.09.2018, 09:24 Uhr

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Guten Tag Birgit Silberstorff,
    ich nehme Ihren Beitrag jetzt mal als Ironie, obwohl die Tags fehlen. Und falls er doch ernst gemeint sein sollte: nein, es freuen sich nicht alle, und damit sind nicht nur die Landwirte gemeint. Nur ein Beispiel aus dem persönlichen Bereich: wir planen, einen eigenen Brunnen bohren zu lassen, nur ist es mittlerweile fraglich, ob das noch durchkommt. Nach Aussage unseres Versorgers, gibt es bei der Unteren Wasserbehörde des Barnim bereits den Gedanken, private Brunnen ganz zu verbieten, aus Sorge um den Grundwasserpegel. Wobei nicht nur an das aktuelle Jahr, sondern eben an die Zukunft gedacht wird.
    Falls Ihnen das nicht genügt, hier noch ein paar Beispiele aus einer anderen Region: https://regionalwolfenbuettel.de/leere-talsperren-krisensitzung-um-knappes-trinkwasser/ Und dort finden Sie sicher ebenfalls einige Leute, dies sich überhaupt nicht freuen.

    Gruß
    Hajakon

  2. 9.

    Klimaerwärmung-Gott sei Dank! Endlch Wetter wie im Süden-an Besten das ganze Jahr lang! ...und alle freuen sich!

  3. 8.

    Ich bin ja sowas von bei Ihnen, wenn so weitergeht laufen wir bei 28 Grad übern Weihnachtsmarkt, zum ko...n!

  4. 7.

    Eine gute Nachricht: Wenn wir hier Weihnachten bei zwanzig Grad haben gibt es wenigstens keinen Vorwand mehr, zur zweiten, dritten oder vierten Flugreise des Jahres anzutreten, um dem suizidverursachenden Berliner Winterwetter zu entfliehen. Und endlich weniger zu fliegen würde der Umwelt doch vielleicht ein klitzekleines Bißchen mehr nutzen als heldenhaft auf Plastiktüten oder Strohhalme zu verzichten.

  5. 6.

    Und die griechische Insel KOS liebe ich. Hat eine Naturtherme ! Und der Baum von Hippokrates in Koscity sowie das Askleption. Und natürlich kann man herrlich radeln. Nicht zu vergessen der Ort ZIA, im Gebirge .Dort kann man wundervolle Sonnenuntergänge bewundern und einheimisches OlivenÖl kaufen, direkt vom Erzeuger.Einfach schön, beim Zeus!

  6. 5.

    Und wenn dann Schmuddelwetter, Nieselregen und Nebel wiederkommen meckern etliche Menschen und sehnen sich nach der Sonne und Wärme zurück. Und dann noch Husten, Schnupfen und Erkältung. Brrrr!! Wer es kann, dann ab ins Warme und sonnige.

  7. 4.

    In der Tat. Ich schrieb gerade privat von der hiesigen Jahreszeit: Sommerherbstwinter (Straßenzug mit kahlen Kastanien fotografiert - das wird bizarr dann kommende Woche bei 32°C und Freibadtemperaturen.)
    Gespenstisch.

  8. 3.

    Das sind gute Nachrichten. Den frühherbstlichen Berliner Septemberanfang vermeide ich gerade in Griechenland, und komme dann genau zurück wenn es in Berlin noch einen Sommer-Nachschlag gibt. Weiter so. :)

  9. 2.

    Was für ein Glück das wir das Wetter nicht beeinflussen können.
    Einer will Regen oder Schnee, ein anderer will Sonne und ein dritter will es kalt.
    Was würden wir uns nich mehr zanken als ohnehin jetzt schon.
    Wir müssen es nehmen wie es kommt und das ist meist gut so.
    Wenn man so einen Hurrykan verhindern könnte wäre schön toll. Aber sonst . . . . .

  10. 1.

    Der für Donnerstag dieser Woche großartig angekündigte Regentag kam nicht. Ein paar Regentröpfchen haben schmutzige Flecken auf dem staubigen Terrassentisch und Auto hinterlassen. Der Rasensprenger hat nun auch den Dienst quittiert - toll, neuen kaufen für den Herbst!

    Ich - will - Regen

    Oder Schnee. Egal.

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