U-Bahnlinien U1 und U3 für zwei Monate unterbrochen (Quelle: rbb/Miriam Keuter)
Bild: rbb/Miriam Keuter

U1 und U3 zwei Monate lang unterbrochen - Kein Zugverkehr zwischen Schlesischem und Halleschem Tor

Auf der wichtigsten Ost-West-Verbindung der Berliner U-Bahn fahren seit Montagmorgen keine Züge zwischen Schlesischem und Halleschem Tor. Als Ersatz für U1 und U3 verkehren Busse auf einer eigenen Spur. Dadurch wird es eng auf der Straße.

Etwa 100 Jahre alt sind die Hochbahnbrücken, auf denen die U1 und die U3 durch Kreuzberg fahren - deshalb müssen sie repariert werden. Seit Montagmorgen ist die U-Bahn-Strecke zwischen den Bahnhöfen Schlesisches Tor und Hallesches Tor deshalb in beide Richtungen gesperrt - wegen Sanierungsarbeiten am Hochbahnviadukt, die bis zum 18. November dauern. Zwischen Warschauer Straße und Schlesisches Tor pendelt bis dahin ein Zug im 10-Minuten-Takt.

Auf der Strecke ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Für sie ist auf der Skalitzer und der Gitschiner Straße eine eigene Fahrspur eingerichtet - zumindest dort, wo keine Baustellen sind. Für Autofahrer steht deswegen nur noch eine Spur zur Verfügung. Mit Stau ist zu rechnen.

Die BVG empfiehlt ihren Fahrgästen, den Bereich zwischen Warschauer Straße und Hallesches Tor weiträumig zu umfahren – beispielsweise mit der U6, U8 und der S-Bahn. Weil der Bahnhof Schlesisches Tor nicht barrierefrei ist, müssen Fahrgäste dort gegebenenfalls in den Bus 248 umsteigen.

Sanierung am Stück hätte drei Jahre Vollsperrung bedeutet

Außer der Instandsetzung der Brücken sollen auf Berlins ältester U-Bahn-Strecke die 40 Jahre alten Gleise saniert und Stromschienen erneuert werden. Entsprechende Bauarbeiten samt Sperrungen hatten bereits im April und im Mai stattgefunden - auch 2019 sollen weitere Bauabschnitte folgen. 

Seit 2005 arbeitet die BVG an dem 4,8 Kilometer langene Hochbahnabschnitt der U1, der seit  diesem Frühjahr auch von der U3 befahren wird. Die Sanierungsarbeiten finden in Etappen statt, eine Durchführung an einem Stück hätte laut BVG eine Vollsperrung von etwa drei Jahren bedeutet. 

Kommentar

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17 Kommentare

  1. 17.

    wer lesen und Kontext verstehen kann ist klar im Vorteil....

    ich antwortet auf einen sinnfreien Kommentar bezüglich Pendelverkehr zw. Warschauer Str. und Schlesisches Tor...wenn man nun die Orginalaussage liest und meinen Kommentar...könnte man einen Zusammenhang herstellen, oder man schreibt halt einfach so Quatsch.

    Gruß

    Herr/Frau SoSo

  2. 16.

    Herrliches Eigentor!
    Wenn du deinen Ratschlag befolgst,wirst du mitbekommen,dass sein Kommentar eine Antwort auf einen anderen Kommentar war.

  3. 15.

    Vielleicht selber lesen, SoSo antwortete auf den Kommentar davor, der vorschlug, den SEV bis Warschauer Straße zu verlängern und sich den U-Bahn-Inselbetrieb zu sparen.

    Meines Erachtens nach ein sinnvoller Vorschlag, obwohl die Bussituation auf der Warschauer Brücke in der Tat schwierig wäre. Man könnte den SEV natürlich auch bis Frankfurter Tor verlängern - aber das wäre natürlich zu kundenfreundlich...

  4. 13.

    Bauarbeiten sind nun mal nötig....der Herr/Frau SOSO soll sich mal schlau machen...in der Warschauer Str. fährt kein SEV Bus...erst ab Schlesisches Tor....zwischen Warschauer und Schlesisches Tor fährt ein Pendelzug....wer lesen kann ist klar im Vorteil..:o)

  5. 12.

    Die praktischen Vorzüge einer umsteigefreien Verbindung zwischen Dahlem und Kreuzberg/Schöneberg will ja gar nicht leugnen. Mein spezielles Augenmerk ging eher in Richtung sprunghafte "Eröffnungs- und Wieder-Schließungs-Politik" oder noch treffender: dass ich den Eindruck habe, so mancher stellt sich selbst ein Bein.

    In ihrer Ganzheit gewiss eine hinkende Parallele, doch zu Teilen stimmt sie:
    Wenn ein großartig beworbenes Produkt nach wenigen Monaten in Lieferengpässe kommt und alle das von vornherein wussten, ist der Vorwurf des Dilletantismus nicht ganz unberechtigt. Ich denke einfach, dass unsere Nachbarstaaten Frankreich und Dänemark Bauvorhaben eher im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang bauen und mit Eröffnungsterminen meistens so lange warten, bis ausnahmslose alle Arbeiten erledigt sind. Bei uns werden Bratwurst und Bier schon ausgereicht, wenn da zuweilen noch Sand und Bretter den Boden bedecken und im Hintergrund zwei mit ihren Bohrern die Eröffnungsrede übertönen.

  6. 11.

    Ich sehe darin eine mangelnde Koordination. Und das liegt an den jeweiligen Förderprogrammen, die zu speziell formuliert sind bzw. die GESAMTangelegenheit zu wenig fassen.

    Lieber einmal für ein Jahr komplett dicht machen und alles runderneuern und dann mit neuem Schwung beginnen - dann auch die U 3 auf die Strecke ziehen - als in für Fahrgäste unübersehbaren Zeitabräumen mal hier und mal dort zumachen, dass zu weiten Teilen eine Verunsicherung eintritt.

    Diese Strecke, die für mich quasi eine "Rückfallebene" darstellen würde, wenn die andere bevorzugte Verbindung ausfällt, meide ich mittlerweile grundsätzlich. Berlin hat ja zum Glück noch mehrere andere Fahrverbindungen.

  7. 10.

    Immerhin fährt die U3 jetzt ab Halleschem Tor durch nachdem endlich die Fahrstühle an den Bahnhöfen zur FU eingebaut wurden. Somit entfällt auch während des Ersatzverkehrs ein weiterer Umstieg :)
    Die Dauer der Bauarbeiten scheint wie vielerorts an Personalmangel und/oder an zu kleinen eingesetzten Teams zu liegen. Am Kotti sind heute Morgen einzelne Bauarbeiter zu beobachten, die sich sicher nicht auf die Füße treten ;) Auf den auf Gehwegen und Fußgängerfurten geparkten Firmenwagen ist großflächige Werbung angebracht "Wir suchen Elektiker, Tiefbauer, ..."

  8. 9.

    Das ist übrigens das 4. oder 5. Mal innerhalb von 2 Jahren immer auf dem gleichen Abschnitt. Die Strecke ist somit fast die Hälfte der Zeit unterbrochen. Ich frage mich, warum? Nur am Alter und der Sanierungsbedüftigkeit dieser Strecke kann es wohl nicht liegen.

  9. 8.

    Die Bauarbeiten sind gewiss unabdingbar und was die Frage der Durchführung angeht, maße ich mir erstmal kein Urteil an, weil ich kein Fachmensch bin. Was ich aber schlicht für kontraproduktiv halte, ist, dass das Heraufziehen der Linie U 3 viel zu früh passiert ist und im Frühjahr faktisch falsche Erwartungen geweckt wurden. Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert: ein großer "Eröffnungsbahnhof" und nach einem Vierteljahr ist dann wieder Schluss. Nach Abschluss der Bauarbeiten wäre eine Belegung auch mit der U 3 weit sinnvoller gewesen.

  10. 7.

    Solche Projekte sollten mit zwei großen Teams und in Nachtarbeit innerhalb von maximal 3 Tagen zu schaffen sein - In Tokyo ist sowas kein Problem! In Berlin - erstmal absperren und dann Wochen später anfangen und ja nicht hetzen... Ich wette das sind so 10 Mann Brigaden die dann endlos brauchen und veraltetem Gerät anrücken. Irgendwas läuft hier echt falsch. Der Volkswirtschaftliche Verlust, der durch solche vermeidbaren Verkehrsstromverengung erzeugt wird, ist den Verantwortlich scheinbar egal. Das Nervt!

  11. 6.

    und wo bitte soll der Bus auf der Warschauer Straße halten?
    Auf der Brücke in Fahrtrichtung Kreuzberg gegenüber der S-Bahn ? Wie kommen die Fahrgäste zu dem Bus, oder soll der Bus in Richtung Frankfurter Tor halten und dann erst ne Kiezrundfahrt machen bevor er nach Kreuzberg fährt?

    PS: ich frage für einen Freund ;-)

  12. 5.

    Zwischen Schlesisches Tor und Warschauer Straße soll die U-Bahn fahren? Das lohnt sich doch überhaupt gar nicht. Da hätte man doch ganz einfach Personal sparen können und den Bus-Ersatzverkehr bis Warschauer Straße verlängern können.

  13. 3.

    Die Antwort steht im Text!

  14. 2.

    @rbb, BVG&Verkehrslenkung: Wie Bitte? In ein paar Tagen gehts los und es ist unklar, ob eine eigene Busspur eingerichtet wird? Wann soll die denn bitte markiert werden? Nach Abschluss der Bauarbeiten? Wir wollen gerne im Ersatzverkehr auch zügig ans Ziel kommen und nicht im Stau stecken bleiben. Ist das der vom Senat versprochene Vorrang für den ÖPNV?!

  15. 1.

    Frage: wie lange sind 8 Wochen--- bis 2020 ??

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