Collage rbb24: Ein Mann braucht seinen Schirm bei Regen (links) und eine Frau nutzt einen Schirm zum Schutz vor der Sonn (Quelle: dpa/Nietfeld/Imago/Peters)
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Verkaufsstart für Wetterpatenschaften 2019 - Ein Hoch auf den eigenen Vornamen

Wer davon träumt, dass auch sein Name mal in den Nachrichten zu hören ist, kann sich jetzt als Wetterpate anmelden: Ab diesem Mittwoch vergeben Berliner Meteorologen wieder Wetterpatenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete, wie Thomas Dümmel, Diplom-Metereologe an der Freien Universität Berlin rbb|24 sagte. Anträge können ab Mittwoch (0.00 Uhr) unter www.wetterpate.de abgegeben werden. Hochs tragen demnach im kommenden Jahr weibliche und Tiefs männliche Vornamen - dies wechselt jährlich. Ein Hoch kostet 299 Euro, ein Tief 199 Euro, jeweils plus Mehrwertsteuer.

Hochdruckgebiete immer am schnellsten weg

Nach Angaben von Thomas Dümmel werden für das kommende Jahr zwischen 50 und 60 Hochdruckgebiete und etwa 150 Tiefdruckgebiete erwartet. Von daher seien die Hochs auch immer am schnellsten vergriffen.

Dabei wird das Alphabet der Reihe nach durchgegangen: Die Namen werden immer von A bis Z vergeben. Das Alphabet wird dabei mehrmals durchlaufen. So erwartet Dümmel für die Tiefrdruckgebiete etwa fünf Durchläufe und für die Hochs zwei Durchläufe. In beiden Fällen könnte ein weiterer Durchlauf noch angefangen werden.

Die Wetterpaten-Vergabe läuft demnach nach zwei Verfahren: Zunächst werden die Patenschaften nach der sogenannten "Windhundmethode" verliehen. Das bedeutet, wer am schnellsten ist, bekommt den Zuschlag. Der Rest landet in einem Lostopf. Vor allem Vornamen mit den Anfangsbuchstaben K, L oder M kommen sehr häufig vor, berichtete Thomas Dümmel.

Einige Tiefs für 2018 noch zu haben

Auch wer in diesem Jahr noch in den Wetternachrichten vorkommen will, kann sich melden: Denn einige Tiefs seien für 2018 noch nicht vergeben, so Dümmel.

Generell gilt: Es können nur standesamtlich anerkannte Vornamen verwendet werden. Nachnamen sind nicht zugelassen. Wenn das Wetterpaten-Team Zweifel hegt, ob es die Namen tatsächlich gibt, frage man bei den zuständigen Stellen auch mal nach, sagte der Diplom-Metereologe weiter.

Das FU-Institut für Meteorologie vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Seit 2002 können Interessierte im Rahmen der Aktion "Wetterpate" Namen für die Druckgebiete wählen.

Erlöse für den guten Zweck

Eine Patenschaft gilt als beliebtes Geschenk, einige nutzen diese Möglichkeit auch, um ihre interessanten, aber wenig verbreiteten Vornamen bekannter zu machen. So konnten in diesem Jahr den Hochs und Tiefs außergewöhnliche Namen wie Ondra, Hypatia, Koletta, Onni, Zorro oder Vinicius verliehen werden.

Wetterdienste und Medien veröffentlichen diese Namen, die auf zahlreichen Wetterkarten erscheinen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf kann nach eigenen Angaben die studentische Wetterbeobachtung an der Station Berlin-Dahlem fortgesetzt werden. Mit dem Geld unterstützen die Paten die Wetterbeobachtung in Berlin-Dahlem und die Studenten in ihrer praxisnahen Ausbildung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.09.2018, 05:00 Uhr

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