Die abrissreife Tribühne an der Avus, Autobahn A 115 in Berlin Charlottenburg. (Quelle: rbb/Steinberg)
Bild: rbb/Steinberg

Dach-Nachbau beginnt in den Herbstferien - Avus-Tribüne verschwindet hinter Bretterwand

Die historische Zuschauertribüne an der Berliner Avus verschwindet ab Ende der Woche für Monate hinter einer Bretterwand. Grund ist die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks an der Autobahn 115 nahe dem Dreieck Funkturm.

Bis Freitag ist die rechte Spur in Fahrtrichtung Potsdam deshalb jeweils von 8 bis 15 Uhr gesperrt, wie der Besitzer der Tribüne, Hamid Djadda, am Dienstag mitteilte. Er will die Zuschauerränge  sanieren und 2021 als Ausstellungs- und Veranstaltungsort präsentieren - zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße (Avus).

Fünf Millionen Euro für die Sanierung eines Wahrzeichens

Im Frühjahr wurde das marode Dach abgerissen, in den Herbstferien beginnt nun der originalgetreue Nachbau. Vorbeifahrende Autofahrer werden davon allerdings nichts sehen, die Holzwand vor der Baustelle wird zwölf Meter hoch und 80 Meter lang sein. "Ich hatte mir das eingangs einfacher vorgestellt, ein so geschichtsträchtiges Berliner Wahrzeichen wieder instand zu setzen", sagte Djadda. Es gebe viele Auflagen. Das Dach soll im nächsten Jahr fertig werden, dann werden die Ränge saniert. In den Räumen unter der Tribüne sind Büros geplant, die Verhandlungen mit möglichen Mietern laufen. Bis zu fünf Millionen Euro will Djadda in das Sanierungsprojekt investieren.

Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1921 war die Avus die erste ausschließliche Autostraße der Welt. Weil sie auch für Rennen genutzt wurde, entstand die 200 Meter lange Tribüne direkt an der Fahrbahn, die aber schon seit Jahrzehnten verfällt.

So soll die neue Avus-Tribüne aussehen

Zukunftsvision der Avus-Tribüne (Foto: AVUSTribüne)
Bild: AVUSTribüne

Sendung: Abendschau, 16.10.2018, 19:30 Uhr

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