Überfall auf Geldtransporter (Quelle: dpa)
dpa
Video: rbb|24 | 19.10.2018 | Bild: dpa

Nahe Berliner Alexanderplatz - Bewaffnete überfallen Geldtransporter und flüchten

Mehrere Täter haben am Freitagmorgen in Berlin-Mitte einen Geldtransporter überfallen. Sie beschossen dabei auch einen Streifenwagen. Auf der Flucht bauten sie noch einen Unfall, konnten aber entkommen. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Mehrere Unbekannte haben am Freitagmorgen in Berlin-Mitte einen Geldtransporter überfallen. Sie flüchteten anschließend mit zwei Fahrzeugen und Beute. Wie hoch die Beute ist, ist noch nicht bekannt.

Die Tat ereignete sich nahe dem Alexanderplatz, wie die Polizei über Twitter mitteilte. Die Unbekannten überfielen den Geldtransporter demnach gegen 7.30 Uhr in der Schillingstraße. Die Täter seien maskiert gewesen; wie viele Personen beteiligt waren, ist noch unklar.

Nun wird die Bevölkerung um Unterstützung gebeten: Wer Fotos oder Videos von der Tat oder der Flucht hat, solle diese mit Hilfe eines Hinweisportals an die Polizei senden. Es ist im Internet unter der Adresse be.hinweisportal.de aufrufbar oder über jede beliebige Seite der Berliner Polizei zu erreichen.

Täter können trotz Verkehrsunfall flüchten

Der Polizei zufolge hatten die Täter am Morgen den Geldtransporter mit zwei Fahrzeugen gestoppt. "Es sieht so aus, als ob sich ein Fahrzeug von vorne und eines von hinten an den Geldtransporter gestellt hat", sagte eine Polizeisprecherin. Anschließend hätten sie den Kastenwagen aufgebrochen.

Bei ihrer Flucht Richtung Kreuzberg schossen die Täter in der Neuen Grünstraße auf einen Streifenwagen, der die Verfolgung aufgenommen hatte. Beamte seien dabei aber nicht verletzt worden, hieß es von der Polizei. Nach den Schüssen hatte die Polizisten die Verfolgung abgebrochen. 

Wenig später rammten die Täter mit einem ihrer zwei Autos in der Kreuzberger Feilnerstraße mehrere Fahrzeuge. Die Täter ließen das Fluchtauto, nach "B.Z."-Informationen ein Mercedes R-Klasse, mit einem platten Reifen und mehreren Dellen stehen und flohen zusammen mit dem zweiten Wagen. Polizeibeamte suchten die Feilnerstraße und die Umgebung nach Spuren ab. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz.

Polizei sichert Spuren nach Überfall auf Geldtransporter

Polizei sucht Zeugen

Der Geldtransporter stand am Morgen auf der Alexanderstraße auf der Fahrbahn. Die hintere Tür des Kastenwagens war geborsten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und Kriminaltechnikern im Einsatz und riegelte den Bereich Alexanderstraße Ecke Schillingstraße großflächig ab. Auch die Stelle, an der der Einsatzwagen beschossen wurde, sowie der Unfallort würden untersucht, sagte eine Polizeisprecherin dem rbb. Wegen der Schüsse ermittelt auch eine Mordkommission der Kriminalpolizei.

Die Polizei hat ein Upload-Portal eingerichtet, auf dem Zeugen, die möglicherweise Fotos oder Videos im Zusammenhang mit dem Überfall gemacht haben, diese an die Ermittler weiterleiten können.

Spektakuläre Überfälle auf Geldtransporter in Berlin

25. November 1980: Im Vorraum einer Bank am Kurfürstendamm werden zwei Geldboten von einem dort wartenden Täter erschossen. Der Unbekannte erbeutet lediglich Wertbehälter mit Bankunterlagen und zwei Eurotalern.

31. Januar 1994: Vor einem Supermarkt in Lichtenberg wird ein Geldbote von zwei Männern überfallen und durch mehrere Pistolenschüsse tödlich verletzt. Die Räuber entkommen mit mehreren zehntausend Mark.

30. September 1994: Vor einem Supermarkt im Bezirk Treptow schießen zwei Verbrecher auf den Fahrer eines Geldtransporters. Er stirbt im Krankenhaus. Auf dem Weg zum Fluchtauto erschießt einer der Täter einen Passanten. Die Raubmörder machen mehrere hunderttausend Mark Beute und fliehen.

10. August 2006: Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter in Mahlsdorf wird ein Wachmann vor einer Sparkassenfiliale erschossen. Die Täter entkommen mit einer Beute im sechsstelligen Bereich.

9. November 2006: Bei einem Überfall auf einen Geldtransport in Friedrichshain wird bei einem Schusswechsel einer der Täter tödlich verletzt. Ein zweiter mutmaßlicher Räuber entkommt.  

29. Oktober 2007: Räuber schießen vor einer Postbankfiliale in Reinickendorf auf einen Wachmann, der aus einem Transporter ausgestiegen war und Geld in die Filiale bringen wollte. Das Opfer stirbt noch am Tatort.

Sendung: radioBerlin 88,8, 19.10.2018, 09.00 Uhr

Kommentar

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16 Kommentare

  1. 16.

    Es sind alles Taten mit gleichem Ablauf, wo unsere Polizei nur dumm hinterherguckt. Ich glaube, man hat der kriminellen Entwicklung hier zu lange tatenlos zugeschaut.

    Übrigens, wenn etwas "konfessiert" wurde, hat es dann den Glauben gewechselt? Oder meinen Sie konfisziert?

  2. 15.

    Ick gloobe...dit war Max und Moritz. Dit war doch keen Clan...wer flieht schon gen Westen, heutzutage.

  3. 14.

    ich glaube auch, dass es in irgendeinem Zusammenhang mit den Clans liegt, denen wurde soviel konfessiert, dass haben die sich zurückgeholt, von irgendwas müssen die ja leben , war Spass

  4. 13.

    Nein, Ma Ba(r)ker und ihre Söhne. Erkennen sie den Unterscheid zwischen unseren Kommentaren?

  5. 12.

    Auch hier wieder...alles nur gefühlte Unsicherheit....

  6. 11.

    Keine Aufregung und Panikmache bitte.
    Die innere Sicherheit ist -polititisch betrachtet-gut aufgestellt.
    Die Mitarbeiter des Geldtransporters und die beteiligten Polizisten sind überwiegend nur - subjektiv- bedroht gewesen.

  7. 10.

    Wenn da nicht wieder an dem Überfall arabische Clans beteiligt sind !?

  8. 9.

    Frechheit siegt. So hemmungslos einen Überfall durchzuziehen überfordert sicherlich auch die Berliner Polizei. Zumal der Zeitfaktor ja eine große Rolle spielt. So schnell auf so viel Aktion zu reagieren ist m.E. kaum möglich. Deswegen gleich die Polizei für unfähig zu erklären ist Unsinn. Erschreckend ist die Skrupellosigleit auf die Polizei zu schießen, zudem einzukalkulieren möglicherweise aich noch Passanten oder Vorbeifahrende treffen zu können. Thema No-Go-Areas: wenn in Zehlendorf eine Bank überfallen wird, ist dann der Bezirk auch eine? Wenn Flüchtende durch Pankow fahren, ist Pankow dann auch Grusel-Ghetto? Warum muss immer so sinnfrei übertrieben werden? In Berlin passiert viel, aber deswegen ist doch nicht alles in Berlin schlecht und kriminell. Nicht einmal im schrecklichen Neukölln ;-) Diese Sprüche schaden viel und helfen null.

  9. 8.

    Mhh also wenn jemand so einfach flüchten kann, habe ich ernsthafte Zweifel an der Arbeit unserer Polizei. Müssen die Kollegen mit Tetra erst die Auskunft anrufen um Kollegen zur Hilfe zu bitten? Das kann doch alles nicht sein. Ich erwarte nicht das die Beamten sinnlos zurückschießen wie man es aus dem TV kennt, aber es wird doch bitte möglich sein alle Beamten zu mobilisieren in diesem Moment. Wenn man sowas liest, ist das ja eine Einladung für Jedermann... Da frage ich mich wozu ich zu Bank gehe mein Geld abholen. Wirklich traurig was hier in Berlin so läuft.

  10. 6.

    wieder so ein völlig sinnfreier und mit dem Text so nah in Zusammenhang stehender Inhalt wie Trump und die Wahrheit

  11. 5.

    Ich bin ehrlich gesagt auch immer überrascht wie wenig in Berlin passiert.
    Die Polizeiliche Kriminalstatistik drückt das ja auch aus: https://www.berlin.de/polizei/verschiedenes/polizeiliche-kriminalstatistik/

    Ich fühle mich auch immer sehr sicher in Berlin. Auch in sogenannten "No-go-Areas", die es wissenschaftlich betrachtet auch gar nicht gibt. Dabei handelt es sich um eine Wortschöpfung, die sich nicht auf die Sicherheitslage sondern auf das subjektive Sicherheitsgefühl bezieht.

    Aber gut, ich bin auch ein großer, weißer Mann - dementsprechend auch priviligiert.

  12. 4.

    Da Sie ja schon wissen, wer den Überfall durchgeführt hat, bitte ich Sie sich an die Polizei zu wenden und Ihr wissen zu teilen. Sie machen sich sonst strafbar.

  13. 3.

    Wenn ein Geldtransporter in Neustadt (Dosse) oder in einem Dorf neben Jüterbog überfallen wird, sprechen Sie doch sicherlich auch nicht vom No-Go-Area ländliches Brandenburg?

    Ihr Beitrag hat keinen Zusammenhang mit dem Artikel. Er soll irgendetwas nicht weiter definiertes verallgemeinern und die gefühlte Angstspirale weiter spinnen.
    Vorschläge zum Thema bleiben aus.

    Gruß Aus Moabit,
    bleiben Sie lieber fern. Ich schätze Sie halten es hier für sehr schlimm.

  14. 1.

    Es wird immer schlimmer in Berlin.Aber es gibt ja laut Herrn Müller und Anhang keine NoGo Areas in Berlin.

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