Archivbild: Zwei Bildschirme im Amt für Forstwirtschaft zeigen am Donnerstag (12.06.2008) in Wünsdorf-Waldstadt (Teltow-Fläming) die Live-Aufnahmen von Kameras auf den Kameraüberwachungstürmen und einer eine entsprechend dazugehörende Regionalkarte. (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.09.2018 | Bild: dpa/Nestor Bachmann

Technik muss überholt werden - Brandenburg stellt automatische Brandüberwachung ein

Mehr als 1.600 Hektar Brandenburger Wald sind in diesem Jahr den Flammen zum Opfer gefallen. So viel wie seit Jahrzehnten nicht. Trotzdem stellte das Land am Sonntag die automatische Brandüberwachung ein - die Technik muss im Winter überholt werden.

 

 

Die Waldbrandüberwachung im Land Brandenburg, die in den Sommermonaten die vielen Waldgebiete im Blick behält, ist beendet worden. Der Bereitschaftsdienst wurde zu Ende September eingestellt. Die automatischen Überwachungssysteme würden jetzt gewartet und überholt, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter, Raimund Engel.

Bei dem sogenannten Firewatch-System handelt es sich um Kameras an langen Masten. Diese schlagen Alarm, wenn sich eine Rauchwolke entwickelt. Waldbrandzentralen schicken die Daten dann an Feuerwehren weiter, wenn ein Einsatz notwendig wird.

Ein Feuerwehrmann löscht bei einem Waldbrand zwischen Dreieck Potsdam und Fichtenwalde (Quelle: Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopre)
Bild: Sebastian Gabsch/Geisler-Fotopre

Auch die Berechnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der anhand meteorologischer Werte täglich seit Beginn der Saison im März die Waldbrandgefahrenstufen berechnet hat, wurde am Sonntag eingestellt. Zwar könne die Saison bei Bedarf verlängert werden, sagte Engel. Dazu sehe er aber keinen Anlass. Die Trockenphase sei vorbei, es habe sich abgekühlt.

In diesem Jahr allein zehn Brände über 10 Hektar

2018 gab es bislang 471 Waldbrände. Mit Stand vom vergangenen Freitag waren insgesamt 1.629 Hektar Waldboden betroffen, wie das Umweltministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Seit 1975 hat es in Brandenburg elf Mal auf einer Gesamtfläche von mindestens 400 Hektar gebrannt, in den Jahren dazwischen war die Gesamtfläche kleiner, siehe Grafik.

Besonders zu schaffen machten der Feuerwehr in diesem Jahr große Brände. Allein zehn Mal standen jeweils mehr als zehn Hektar Waldfläche in Flammen.

Luftbilder zeigen enorme Schäden bei Treuenbrietzen

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1 Kommentar

  1. 1.

    Schönes Wortspiel - Im Reiter des Browsers lautet die Überschrift "Brandburg stellt Waldbrandüberwachung ein".

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