Weltkriegsbombe in Potsdam wird am Mittwoch, den 10. Oktober 2018 entschärft (Quelle: rbb|24/Lokaler Editor)
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Sperrkreis am Mittwoch - Erneut 3.000 Potsdamer von Bombenentschärfung betroffen

Es ist bereits der dritte Weltkriegsbombenfund seit August auf demselben Areal im Potsdamer Zentrum. Am Mittwoch soll der Blindgänger entschärft werden. Tausende Anwohner müssen ihre Wohungen verlassen, massive Verkehrsbehinderungen sind absehbar.

In Potsdam ist erneut eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Der 250 Kilo schwere Blindgänger US-amerikanischer Herkunft wurde bei Arbeiten auf dem ehemaligen Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee gefunden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Am kommenden Mittwoch soll die Bombe entschärft werden - von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg. Um den Fundort soll ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet werden. Etwa 3.000 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises leben, sollen diesen bis 8.30 Uhr selbstständig verlassen haben. Personen, die beim Verlassen des Sperrkreise Hilfe benötigen, werden gebeten, frühzeitig bei der Feuerwehr Potsdam einen Transport zu bestellen.

Der Sperrkreis befindet sich innerhalb des Bereiches Friedrich-List-Straße, Nuthestraße, Horstweg, Waldstraße, Albert-Einstein-Straße und Hauptbahnhof. Eine adressgenaue Karte zum Sperrkreis kann auf den Seiten der Stadt Potsdam eingesehen werden. 

Einschränkungen bei S- und Regionalbahnen

Innerhalb des Sperrkreises befinden sich unter anderen die Staatskanzlei, mehrere Ministerien und zwei Pflegeheime. Von den Sperrungen betroffen seien auch Straßenbahnlinien ab dem Potsdamer Hauptbahnhof.

Einschränkungen gebe es zudem im Regionalverkehr und bei der S-Bahn, hieß es. Während der Entschärfung - voraussichtlich zwischen 9.30 Uhr und 10.30 Uhr - fahren keine S- und Regionalbahnen zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Babelsberg, der Regionalverkehr wird ab diesem Zeitpunkt über Potsdam-Golm und Berlin-Spandau umgeleitet. Der Hauptbahnhof und der Bahnhof Babelsberg selbst liegen jedoch außerhalb des Sperrkreises und sind frei zugänglich.

Während der Sperrung stehe das Oberlinhaus Babelsberg als Aufenthaltsort für Betroffene zur Verfügung, so die Stadt. Etwa 300 Helferinnen und Helfer, unter anderem der Feuerwehr, der Polizei und der Stadt seien im Einsatz.

Es ist bereits die dritte Weltkriegsbombe seit August, die auf dem Areal gefunden wurde. Zuletzt war Mitte September eine Bombe an dem Fundort entschärft worden. Bislang wurden seit 1990 in der Stadt insgesamt 192 Fliegerbomben mit einem Gewicht ab 100 Kilogramm entdeckt.

Sendung: Brandenburg aktuell, 05.10.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Würden wir das Zentrum nach "neuzeitlichen" Kriterien definieren, also zwischen den maximalen Ausdehnungen eine Mitte errechnen, so hätte die Stadtmitte vor der großen Eingemeindung ungefähr im Schlaatz gelegen, nach der Eingemeindung liegt diese geografische Mitte im Bornstedter Feld.

    Das hat erkennbar keinen Sinn, also muss etwas anderes her, was als Definition des Zentrums taugt.
    Bahnhöfe liegen mal im, mal neben und mal völlig außerhalb des Zentrums. Letzeres zum Beispiel Kassel-Wilhelmshöhe.

    Beim Potsdamer Hauptbahnhof ist dies "halb" der Fall.
    Er liegt nicht im Zentrum, ist mithin auch nicht Teil der Innenstadt, allenfalls liegt er hart am Rande der Innenstadt. Mit der Innenstadt ist er über die Lange Brücke verbunden. Was südlich von ihm ist, ist definitiv keine Innenstadt, sonst würde dieser Begriff schwammig und untauglich.

  2. 4.

    Nein. Ist noch immer so. Nur Grundstückverkäufer sehen das anders und würden das Gebiet sicher gern zur Innenstadt zählen.

  3. 1.

    Noch einmal: das Areal des ehemaligen Tramdepots liegt NICHT in der Potsdamer Innenstadt. Selbst bis zum Bahnhof, der auch nicht in der Innenstadt liegt, muß man noch am alten Friedhof und an der Staatskanzlei vorbei. Und wer gegenüber des Geländes wohnt, wird ganz sicher nicht behaupten, er lebe in der Innenstadt. Es bleibt dabei, um die Innenstadt zu betreten, muß man die Havel überqueren!

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