Symbolbild: S-Bahnhof Greifswalder Straße bei Nacht. (Quelle: imago/Zöllner)
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Feier auf den Gleisen - 200 Erstsemester legen Berliner Ringbahn lahm

Mehr als 200 Studenten haben am Mittwochabend den Ringbahnverkehr der S-Bahn in Prenzlauer Berg zum Erliegen gebracht. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, erteilte sie in den späten Abendstunden den feiernden Studenten Platzverweise.

Demnach hatte die S-Bahn gegen 22:55 Uhr die Bundespolizei alarmiert, da mehr die jungen Menschen ausgelassen den Beginn ihrer Studienzeit auf den S-Bahnhöfen Landsberger Allee und Greifswalder Straße feierten.

Party zwischenzeitlich auf den Gleisen

Die etwa 230 Personen hatten laut Polizei dabei zum Teil die Gleisanlagen betreten und somit die Abfahrten bereitstehender S-Bahnen behindert.

Gemeinsam mit Einsatzkräften der Berliner Polizei räumten Bundespolizisten die Bahnsteige. Ein Polizeihubschrauber unterstützte den Einsatz aus der Luft. Es kam zu zahlreichen Verspätungen im S-Bahnverkehr, da die betroffene Strecke während der Räumungsmaßnahmen gesperrt worden war.

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29 Kommentare

  1. 29.

    Also ich bin der Meinung, dass den jungen Leuten der Ernst der Lage klar gemacht werden sollte. Ich bitte darum, an die Menschen zu denken, die zum Einsatz kommen müssen, wenn solche " Feiern " aus dem Ruder laufen und es Verletzte oder sogar Tote gibt. Mehr Umsicht, Rücksicht und Überlegung wäre mal wieder angebracht. Junge Menschen (Menschen aller Altersklassen ) sollen feiern, aber dabei niemanden und auch sich selbst gefährden.

  2. 28.

    Das ist wirklich nicht mehr normal! Überhaupt hat die ganze Feierei Überhand genommen. Die jungen Leute kennen heute den Ernst des Lebens nicht mehr! Es ist beschämend. Was ich tagtäglich auf der Uni erlebe, hat nichts mehr mit der "Elite der Zukunft" zu tun!

    Mit freundlichen Grüßen

    M, 20 Jahre, selbst Student an einer renommierten Universität

    P.S.: Sicher darf man nicht verallgemeinern, es gibt stets junge Menschen, die etwas Gutes tun.

  3. 27.

    Das Abitur soll zur HochschulREife führen. Diese Reife lassen diese jungen Leute aber stark vermissen.

  4. 25.

    Sie sind wohl aus der "DDR". Wegen privater Verfehlungen exmatrikulieren? Wirds noch? Solange der Student nicht die Kommilitonen beklaut oder die Alma Mater ansteckt, ist das heute wohl nicht möglich. In der "DDR" konnte man als Student schon gefeuert werden, wenn man im Suff ein paar rote Fahnen abgerissen hat. War ja auch ein Unrechtsstaat.

  5. 24.

    So so...750 Volt tödlich. Nun ja, in Anbetracht des hier fließenden Stromes sicherlich, doch nicht allein an den den 750V.

  6. 23.

    Nicht alles was kann muss. Blöde Aktion, feiern muss jungen Leuten erlaubt sein, aber irgendwo ist dann auch mal gut. Und wenn sie dafür belangt werden, werden sie schon ihre Lektion gelernt haben.Trotzdem ist es wieder befremdlich, wie sich hier einige Kommentatoren als Moralapostel aufplustern und dass man, wie schon zu anderen Themen, alle über einen Kamm schert. Bafög streichen, exmatrikulieren, alle Abiturienten sind dämlich und alle Studenten sowieso doof. Herrje, wieviel Frust da wohl vor sich hergeschoben wird.

  7. 22.

    Doch, Herr "Doktor": Das nennt man "Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr". § 315 StGB. Also Straftat, keine Ordnungswidrigkeit.

    Im übrigen wäre das Geschrei wieder groß gewesen, wenn einer dieser Vertreter unserer Bildungselite an die Stromschiene geraten wäre. 750 Volt sind meist tödlich.

  8. 21.

    Na, was denken Sie denn, wie der immer höhere Anteil von Abiturienten an den Schulabgängern zustandekommt? Weil die Intelligenz plötzlich so zugenommen hat? Nein, das ist natürlich ein Beleg dafür, wie wunderbar unser Bildungssystem funktioniert. ;-) Und so sieht das dann auch aus, wenn Sie mal viele Student(inn)en live erleben. Wenn die nicht dauernd auf ihr Smartphone starren würden, würden sie womöglich nicht mal vom Bett zum Klo finden.

  9. 20.

    Da suchen die sich schon einen ruhigen Ort zum feiern und genau an dem Tag fährt dann tatsächlich mal die S-Bahn!

    Nach Logik der aktuellen Verkehrspolitik müsste das jetzt ohne Strafen durchgehen. An der Leipziger wurde die 30-Zone ja auch erst nach einer Gewöhnungsphase von mehreren Wochen geahndet...

  10. 19.

    Also persönlich halte ich vom Feiern, äh, im(!) Gleisbett auch nichts. Aber zu sehen, wie sich hier manche Leute zur Autorität berufen fühlen, darüber zu entscheiden, wer kein Hirn habe und sich als Student*in ggf. exmatrikulieren lassen solle, spottet jeder Beschreibung. Für preußischen Autoritarismus ist es ein Jahrhundert zu spät. Das waren feiernde Betrunkene resp. betrunkene Feiernde. Es kam niemand persönlich zu Schaden, wie es aussieht. Wie oft hört man von den Anstandswauwaus dieses Forums, wenn es um feiernde Fußballfans geht? Oder: So weit ist die Neujahrsfeier ja auch nicht mehr. Also mal einen Gang runterschalten.

    Die Ansicht, dass das straffrei ausgehen wird, sehe ich allerdings eher skeptisch. Der Eingriff in den Straßenverkehr wird bereits drastisch geahndet, Eingriff in den Schien- und Bahnverkehr noch eine Nummer härter. Wenn dort jemand die Bahnsicherheit als gefährdet nachweisen kann, könnte das äußerst unangenehm werden.

  11. 18.

    Sofort das Bafög für diese Studenten streichen!

  12. 17.

    Feiern ist ja ganz nett,aber vorher das Hirn einschalten.

  13. 16.

    Was für einen Doktortitel haben sie??
    Wir sind in einem Rechtsstaat und haben keine Anarchie, es sei denn Sie leben in einer anderen Welt.

  14. 15.

    Gegen Feiern spricht ja auch keiner. Doch was zuweit geht, geht zuweit. Dieser Personenkreis hätte sich irgendwo nen Saal mieten können und ab gehts. Nachdenken, bevor man Party macht, scheint diesen jungen Leuten abhanden gekommen zu sein.

  15. 14.

    Selbstverständlich waren wir alle jung, haben gefeiert und gesoffen. Aber soviel Contenance hatten wir, um andere nicht zu schaden. Wir waren halt keine Egomanen und dort, wo sich Schaden abzeichnete, war Stop. Ist es zu schwer zu begreifen, dass da, wo andere Unbeteiligte in ihrer Freiheit durch egoistisches Partyverhalten eingeschränkt werden, sich zurückzuhalten? Wenn wir uns alle so verhielten wie diese Trottel, Prost Mahlzeit.

  16. 13.

    Ich hoffe, diese Studenten (die auf die Gleise gingen) bekommen saftige Strafen für diesen Eingriff in den Eisenbahnverkehr! Dummes Verhalten ist auch bei scheinbar Gebildeten offenbar keine Seltenheit.

  17. 12.

    Habe schon von Anfang an gewusst das die nicht rehne sind,es sind nicht alle so . Mann sieht es bei uns, bin in der Hochburg von Studenten. Wie sagt man: ich und kein anderer! Den Einsatz sollten sie bezahlen. Dann wissen Sie nächste mal bescheid!

  18. 11.

    Anzeigen, Einsatz bezahlen lassen und die Universitätsleitung sollte eine Exmatrikulation prüfen. Dies ist kein harmloser Spass mehr.

  19. 10.

    @Dr. van Sandner (Nr. 9): Tolle Einstellung, Herr Doktor! Unrechtsbewusstsein scheint hier zunehmend auf dem Vormarsch zu sein. Nur weiter so ...

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