19.10.2018, Berlin: Polizeibeamte stehen an einem Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen in Mitte (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Video: rbb|24 spät | 19.10.2018 | Max Kell | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Berliner Polizei fahndet - Räuber nach Überfall auf Geldtransporter weiter flüchtig

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Mitte hat die Polizei offenbar noch keine heiße Spur von den Tätern. Die Ermittler hoffen, dass sich Zeugen der Tat mit Fotos oder Videos melden.

Nach dem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Berlin sind die Täter weiter flüchtig. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. "Die Kollegen haben gut zu tun."

Die Ermittler werten inzwischen auch Bild- und Videomaterial aus, das mögliche Zeugen auf einem von der Polizei eingerichteten Portal hochgeladen hatten. Zu Menge und Inhalt des Materials wollte die Sprecherin mit Hinweis auf die laufende Arbeit keine Angaben machen.

Polizei musste Verfolgung nach Schüssen abbrechen

Maskierte und bewaffnete Täter hatten am Freitagmorgen gegen 7:30 Uhr nahe dem Alexanderplatz einen Geldtransporter gestoppt und mehrere Geldkisten erbeutet. Die Höhe der Beute wurde bislang nicht bekannt.

Die Täter keilten zunächst den Transporter an der Ecke Schillingstraße und Alexanderstraße mit zwei Autos ein. Dann bedrohten sie die Insassen mit Waffen und brachen währenddessen die Hecktüren des Transporters auf.

Mit ihrer Beute flüchteten sie in den zwei Autos durch den Berufsverkehr. Eine Polizeistreife, die zufällig in der Nähe war, nahm die Verfolgung auf. Aus einem der Wagen wurden daraufhin mehrere Schüsse abgefeuert. Der Polizeiwagen wurde im Frontbereich getroffen, die zwei Beamten blieben aber unverletzt. Sie brachen die Verfolgung ab.

Auch Spürhunde eingesetzt

Nach mehreren Unfällen endete die Fahrt eines der Fluchtfahrzeuge in der Feilnerstraße in Kreuzberg. Die Täter ließen den beschädigten Wagen mit einem platten Reifen und mehreren Dellen stehen und flohen zusammen mit dem zweiten Wagen.

Eine Mordkommission der Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen wegen der Schüsse auf die Kollegen, daneben ermittelt ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes. Ausgehend von dem zurückgelassenen Mercedes setzte die Polizei auch Spürhunde ein. Die Ermittler baten Zeugen, Fotos und Videos der Tat hochzuladen.

Spekulationen über die Täter

In der Berliner Presse wurde am Samstag teilweise widersprüchlich über die Täter und den Hergang des Überfalls spekuliert. Die "Berliner Zeitung" schrieb: "Ermittler sagen, das kann nur die Organisierte Kriminalität". "Bild" fragte dagegen: "Waren es die RAF-Rentner?" und zitierte einen Ermittler mit den Worten, ein Geldtransporter-Überfall sei "kein typisches Delikt für arabische Clans".

Sendung: Abendschau, 20.20.2018, 19.30 Uhr

Polizei sichert Spuren nach Überfall auf Geldtransporter

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    In den USA hätten sie kurzen Prozess mit den Räubern gemacht. In den Kühler geschossen und schon Abbruch, peinlich!
    Es gibt doch einen Eid oder?

  2. 1.

    "Polizei musste Verfolgung nach Schüssen abbrechen"

    echt peinlich! Aber bei der "Super-Ausstattung" der Berliner Polizei ist das ja kein Wunder! Nur wer, wenn nicht die Polizei?`

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