Symbolbild - Ein Radfahrer steht vor einem Bus in Berlin (Bild: dpa/Violetta Kuhn)
Audio: radioBerlin 88,8 | 31.10.2018 | Michael Ernst | Bild: dpa/Violetta Kuhn

Berlin-Weißensee - Radfahrer greift Busfahrer an

Ein Fahrradfahrer hat einen Berliner Busfahrer angegriffen und leicht verletzt. Der 30-jährige Mann habe sich am Dienstagabend in Weißensee von dem Bus abgedrängt gefühlt und sei daraufhin an der Haltestelle Indira-Gandhi-Straße auf den Fahrer losgestürmt, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Der Radfahrer hob den 44-jährigen Busfahrer aus dessen Sitz und drückte ihn gegen das Seitenfenster. Den alarmierten Polizisten sagte der Radfahrer, der Bus sei zuvor so dicht an ihm vorbeigefahren, dass er absteigen musste. Gegen den Radfahrer wird nun wegen Körperverletzung ermittelt, gegen den Busfahrer wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr.

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14 Kommentare

  1. 14.

    Oh! Das ist schwer! Ich kaufe ein A!

    Ja, Ja...ich habe es ja verstanden. ;-)

    Aber warum wird so eine Trollerei überhaupt geduldet? Ist die "Netiquette" schon ein Feierabendbierchen trinken?

  2. 13.

    Korrektur: Dort ist überhaupt kein Radweg!

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-weissensee-radfahrer-attackiert-busfahrer/23252932.html

  3. 12.

    @10: Gehen wir mal davon aus, dass das Abdraengen durch den Busfahrer tatsaechlich stattfand und dass es auf der Indira-Gandhi-Str erfolgte:
    - Kennen Sie, Sonntag, den Zustand der "Radwege" an der I-Gandhi-Str? Ich kenne ihn, und er ist streckenweise miserabel.
    - Sind die so genannten Radwege an der I-Gandhi-Str benutzungspflichtig? Ich weiss es aktuell nicht, weil ich diese Strecke meide. Aber Sie koennen das sicher sagen.
    - Wenn eine Benutzungspflicht besteht: Ist es (auch) Ihre Art, andere Verkehrsteilnehmer unter Einsatz Ihres KFZ auf Regeln hinzuweisen? Dann waere das Vorgehen des Radlers ja, entgegen meiner vorherigen Einschaetzung, doch irgendwie gut: Immerhin geht es dann Mann gegen Mann und nicht Tonnen von Blech gegen einen Menschen.

  4. 11.

    Helfen Sie mir mal bitte, das ist nicht so meine Ecke. Ist dort überhaupt ein (benutzungspflichtiger) Radweg?

    Auf Gockel Maps konnte ich dort nur einen nicht benutzungspflichtigen Radweg sehen, das war 2008. Das was ich gesehen habe war Stückwerk und zu schmal, deswegen wahrscheinlich die Aufhebung der Benutzungspflicht. Die Straße selbst ist zweispurig.

    Diese Art "Disziplinierung" kenne ich leider zur Genüge wo PkW-, LKW- aber auch Busfahrer meinen absichtlich ("da ist ein Radweg") Angst einjagen wollen und Radfahrer in Todesgefahr bringen (stürzen und unter den Bus raten).

    DANN könnte ich die Reaktion des Radfahrers verstehen, ich rate zu Anzeigen. Passiert ganz oft nichts, außer der- oder diejenige hat schon ein paar Anzeigen gesammelt. Dann wird es ungemütlich und irgendwann eng für den Führerschein.

    Zu recht. Für einen BVG Kutscher könnte das doppelt unangenehm werden. Sowas gehört nicht auf unsere Straßen.

  5. 10.

    @9: Bitte ergaenzen Sie folgenden Satz, der in Internet-Foren gebraeuchlich ist:
    "Don't feed the ..."

  6. 9.

    Und sie sind ein Troll reinsten Wassers wenn man sich ihre sämtlichen Beiträge so anguckt.

    "Ich denke dass gerade die Basis-Hartzer die noch nie gearbeitet haben ..."

    "Wir brauchen nicht noch mehr Campusse mit nicht arbeitenden Dauerstudenten. Fehlinvestition. "

    "Juchhu Siemens sind wieder die "Guten"."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

  7. 8.

    Dieser Vorfall soll sich auf der Indira Gandhi Str. zugetragen haben. So wie es sich anhört im Nachtverkehr.
    Ich Frage mich wie der Busfahrer es geschafft hat, mit seinem Bus auf dem dort vorhandenen Fahrradweg zu fahren?
    Oder hat da ein Fahrradfahrer seine Fahrspur nicht gesehen und ein netter Busfahrer wollte ihn ein wenig Disziplinieren (Scherz) und den Weg zeigen?

  8. 7.

    Radfahrer werden immer dreister

  9. 6.

    "Terror"-Radeln ist nicht in Ordnung. Ehrlich gesagt bin ich aber froh, dass sich mal jemand, der es körperlich kann, einen Busfahrer gegriffen hat, wenn das knappe Vorbeifahren so stimmt. Auch wenn das für den Radfahrer leider stärkere Konsequenzen haben wird als für den Drängler (gelobt sei unser "Rechtsstaat").
    In der Haut der Busfahrer möchte ich auch nicht stecken, bei dem Zeitdruck und den vollen Straßen. Allerdings kann ich regelmäßig beobachten, dass BVG-Busse (Länge von ca. 12 m an aufwärts) noch "eben schnell" bei Rot über die Ampel fahren (Ampel rot [nicht mehr gelb!], BEVOR der Bus die Haltelinie erreicht!), obwohl dort Fußgänger warten. Die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer steht da in der Prioritätenliste eher unten und das ist beim Überholen dann vermutlich nicht anders. Aber wie gesagt, den einzelnen Fahrer dafür anzuzählen, löst das Problem nicht generell. Da muss sich auf vielen Ebenen etwas ändern und auch die Regeltreue der Radfahrer gehört dazu.

  10. 5.

    Sie bringen es auf den Punkt - Die Sache ist zwiespaeltig. Aus eigener Erfahrung halte ich es durchaus fuer denkbar, dass der Busfahrer den Radfahrer zuvor massiv gefaehrdet hat. Schon mehrfach bin ich selber von Busfahrern, die mich bei zuegiger Fahrt einige Dutzend Meter vor einer Haltestelle noch schnell ueberholt haben, brandgefaehrlich nach rechts gedraengt worden. Auch fahren manche Busfahrer ohne Blick in den Spiegel und ohne Blinken von der Haltestelle los, selbst wenn man mit dem Fahrrad gerade neben ihnen ist. Ich weiss das, weil ich zur Konfliktvermeidung vor dem Ueberholen eines stehenden Busses immer ganz genau nach Anzeichen schaue, dass der Bus losfaehrt. Umgekehrt beobachte ich aber auch oft, dass Radler einen Bus ueberholen, obwohl er den Blinker gesetzt hat.
    Eine solche Eskalation wie in Weissensee ist natuerlich falsch, und sie wird ja auch gerichtlich behandelt. Ich kenne aber Situationen, in denen ich am liebsten aehnlich gehandelt haette.

  11. 4.

    Da haben Sie recht. Das ist auch nicht in Ordnung. Auch wenn das Gefährdungspotenzial geringer ist.

  12. 3.

    Na sie sind ja ein Witzbold.....
    Täglich überholen mich Radler,da passt oftmals nur eine Münze dazwischen...

  13. 2.

    Der Terror-Kampfradler fühlte sich also abgedrängt! Wie wäre es denn mal, wenn sich Radfahrer endlich mal an Verkehrsregeln halten!

  14. 1.

    Ich bin da sehr gespalten. Die Empörung des Radfahrers kann ich nachvollziehen. Eigentlich wäre ich der Meinung, dass Tätlichkeiten entschieden zu weit gehen. Damit stellt man sich denjenigen gleich, welche Verletzungen Anderer riskieren, weil sie Sicherheitsabstände nicht einhalten können (oder wollen). Andererseits muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass freundliche Worte oft wenig helfen. Mal angesackt und gegen die Scheibe gedrückt zu werden, bleibt auf jeden Fall nachhaltiger im Gedächtnis. Meist sind Kraftfahrer ohnehin auf und davon, da kann sich viel Frust anstauen. Gegen den Busfahrer als ursprünglichen Auslöser wird ja offenbar auch nur in Folge dieser Aktion ermittelt. Am besten fände ich, wenn beides nicht Normalität wäre, weder Tätlichkeiten noch das (viel häufigere) zu dicht überholt werden.

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