Archivbild: Über vierzig Wildschweine sind nach einer Treibjagd als Strecke ausgelegt. (Quelle: dpa/Büttner)
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Audio: Antenne Brandenburg | 10.10.2018 | Torsten Sydow | Bild: dpa/Büttner

Afrikanische Schweinepest - Brandenburger Jäger erlegen mehr Wildschweine denn je

Die Jäger in Brandenburg haben in der zu Ende gegangenen Jagdsaison mit knapp 90.000 geschossenen Wildschweinen einen neuen Höchststand erreicht. Jedes zweite erlegte Schalenwild - dazu gehören auch Rot-, Dam- und Rehwild - sei ein Wildschwein, teilte das Agrarministerium am Mittwoch mit. Das habe es im Land noch niegegeben. Angesichts des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest in Belgien werden Wildschweine  weiter intensiv bejagt, um die Seuche zu verhindern.

Die Viruserkrankung wird meist von Tier zu Tier übertragen. Beim Auftreten der Krankheit müssen Hausschweine getötet werden. Die Ansteckung erfolgt in der Regel über Kadaver oder kontaminierte Speisereste. Eine Impfung oder Behandlung der Bestände ist nicht möglich.

Laut Bilanz stieg zudem die Jagdstrecke bei den Waschbären. Knapp 36.000 Tiere wurden erlegt und damit 27 Prozent mehr als in der Vorjahressaison. Im Landkreis Barnim waren es die meisten.

 

Sendung: Brandenburg aktuell, 10.10.2018, 19:30 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Der Mensch arbeitet weiterhin schwer daran seine Umwelt zu vernichten. Und die Jäger hatten bestimmt richtig viel Spaß.

  2. 2.

    Um die zuletzt in Belgien aufgetretene Schweinepest zu verhindern werden Wildschweine in Brandenburg bejagt - da sie nicht zuletzt von Vögeln übertragen wird, macht das nicht viel Sinn. Die Formulierung im Artikel sollte daher vielleicht überdacht werden.
    Dass bei Auftreten der Erkrankung unter Wildtieren die gut abgeschirmten Hausschweine auch dran glauben müssen, halte ich persönlich für ziemlich absurd. Schweinemast wird heute sauberer und isolierter betrieben als jedes Krankenhaus.

  3. 1.

    Wildschweinfleisch ist ja so lecker, doch wenn ich diesen Artikel lese, vergeht mir der Appetit an Wildschweinsalami.

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