Symbolfoto: Bedürftige essen bei einem Hilfsdienst in Berlin. (Quelle: dpa/Rainer Jensen)
Video: rbb24 | 08.10.2018 | Ulrike Nagel | Bild: dpa/Rainer Jensen

Berliner Pauluskirche - Geflüchtete kochen für Obdachlose

Geflüchtete kochen in Berlin-Zehlendorf für Bedürftige. Die Suppenküche in der Pauluskirche bietet seit Montag bis Ende März drei Mal die Woche warme Mahlzeiten an. Immer montags, mittwochs und freitags von 12 bis 14 Uhr wird im Saal der der Kirche Essen ausgegeben.

Zum ersten Mal kochen dabei Geflüchtete für Obdachlose und Menschen mit geringem Einkommen. Die Aktion begann um 12 Uhr mit einem Gottesdienst.

Seit 1993 bietet die Pauluskirche die Suppenküche bereits an. Die Gemeinde wird dieses Jahr von der milaa gGmbH unterstützt, die in der Flüchtlingshilfe aktiv ist. Das Unternehmen will den Geflüchteten durch den Aufbau eines eigenen Catering-Unternehmens helfen, wie die Geschäftsführerin Jeanne Grabner mitteilte. Bisher kochen zwei Mütter aus Afghanistan und Syrien - ein junger Bosnier liefert die Speisen anschließend aus. Für die Suppenküche bieten die Frauen deftige deutsche Speisen an.

Sendung: Inforadio, 08.10.2018, 08:20 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Das nennt sich antimuslimischer Rassismus und Sie beherrschen ihn "gut". Hier zu pauschalisieren und abzuwerten, reicht Ihnen offenbar nicht aus, Sie müssen auch noch zusätzlich eine Ungleichwertigkeit konstruieren zwischen Geflüchteten und Wohnungslosen. Quintessenz der Aktion ist doch, dass wir alle einander helfen können, weil wir im selben Boot sitzen. Das ist stärker als Rassismus und Sozialdarwinismus.

  2. 4.

    Ich finde diese Aktion super!

  3. 2.

    Super Sache und ausbaufähig.
    Nützlich sein fördert die Anerkennung und das Selbstwertgefühl.

    Viele Kirchen helfen den Flüchtlingen.
    Helfen die Angebote auch, ihnen ihr Selbstwertgefühl zu stärken oder gar wieder zu erlangen?
    Damit meine ich nicht die Stärkung der Egomanie zur fortwährenden Unterdrückung von Frauen und Geflüchteten anderer Glaubensreligionen.

    Gerade die muslimischen Jungen und Männer müssen hier ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Und wenn das nicht (auch) über die Kirchen geschieht, dann nützen (Überlebens-)Hilfen nicht viel.

    Ich danke allen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen.
    Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sich in den überwiegend katholischen europ. Ländern wie Polen, Ungarn und Österreich deren Einstellung zur Nächstenliebe zu JEDEM Menschen hinwendet.

  4. 1.

    Vorbildlich und vielleicht auch mal eine Variante für "normale" Leute anbieten? Eventuell können sich somit Schranken überwinden lassen. Hat auch was mit einer gewissen Demut zu tun - uns geht's gut hier und denen, die vor Krieg und Vertreibung flüchten mussten auch ein wenig Respekt entgegenzubringen - evtl. auch mal für sie oder gemeinsam Essen zubereiten. Wir sitzen doch alle an einem gedeckten Tisch - warum nicht teilen?

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