Archivfoto: Berlin, Bezirk Treptow-Köpenick, OT Schmöckwitz, Dahme am Zusammenfluß von Seddinsee in den Zeuthener See, 22.02.14 (Quelle: imago/Jürgen Ritter).
Bild: imago stock&people

Interview | Investor über weggebaggerte Insel - "Es war Gefahr in Verzug: Die Landzunge musste weg"

Ein Stück Land verschwindet und die Berliner Behörden schauen zu: Nach dem Skandal um eine abgebaggerte Insel in Treptow-Köpenick spricht der Investor Nico Thiele erstmals über die Vorwürfe. Den Anwohnern und Wassersportlern des Hafens macht er ein Angebot.

rbb|24: Herr Thiele, Ihnen gehört der Rotsch-Hafen in Berlin-Schmöckwitz. Warum haben Sie die Insel dort entfernen lassen?

Nico Thiele: Wir haben sie zurückgebaut, weil die Landzunge langsam abrutschte.

Was nun genau - eine Insel oder eine Landzunge?

Das war eine Landzunge und zwar aus Bauschutt. Als man das Hafenbecken zu DDR-Zeiten anlegte und zum Langen See hin öffnete, wurden versehentlich ein Schwimmbagger und eine Schute [Schiff zum Transport von Gütern, Anm.d. Red.] versenkt. Ein Bergungsversuch missglückte. Da hat man die Geräte mit Bauschutt bedeckt und so entstand die Landzunge. Später wurde dort eine Gartenlaube errichtet.

Und warum musste diese Landzunge nun weg?

Die Gartenlaube war marode, der Pächter ist seit Jahren raus. Bei den Abrissarbeiten begann sich die Landzunge in Bewegung zu setzen. Es gibt ein Gutachten aus dem Jahr 2017, das besagt, dass die Gartenlaube um 15 Zentimeter abgerutscht ist. Und dann ist eben der Fehler aufgetreten, für den ich jetzt geradestehen muss. Ich habe zu spät die Behörden miteinbezogen, das bedauere ich sehr. Weil Gefahr im Verzug war, wurde die Landzunge abgebaggert. Der ganze Schutt hätte gegen ein Boot rutschen und Bootseigner schädigen können.

Es heißt, Sie hätten das Material illegal entsorgt.

Das stimmt nicht. Wir haben es untersuchen lassen, von einem akkreditierten Gutachterbüro. Da waren Arsen und andere wasserschädliche Stoffe drin. Das wurde fachmännisch entsorgt. Allein wegen dieser Untersuchungsergebnisse hätten die Behörden das Abbaggern mit Sicherheit genehmigt. Denn solche Stoffe haben in einem Wasserschutzgebiet nichts zu suchen. Das ist im Grunde genommen das Paradoxe: Es wurden Fehler gemacht, aber das Zurückbauen der Landzunge war dennoch unumgänglich.

Natürlich haben wir Enten, auch weiterhin, aber es gab auf der Landzunge keine Brutgebiete, keine Bienenwiesen und keine Biberburgen."

Nico Thiele

Im Mai wurde die Landzunge weggebaggert, aber erst im Juni haben Sie das dem Bezirk gemeldet.

Nach dem Ausbaggern wurden die 500 Kubikmeter Schutt auf dem Grundstück zwischengelagert, weil sie abtropfen mussten. Danach wurden sie untersucht, Proben ins Labor geschickt, in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung. Und die hat uns dann die Erlaubnis gegeben, das zu entsorgen - was wir getan haben und wofür wir auch die entsprechenden Nachweise erbringen können. Aber das hat gedauert.

Einige Anwohner sagen, das sei ein richtiges Habitat gewesen, mit Schilf, einem Schwanen-Paar, sogar einem Biber. Wie passt das mit Ihrer Beschreibung einer Schuttinsel zusammen?

Man hört da natürlich viel. Zum Beispiel, dass die Enten nicht mehr auf der Insel landen können. Enten landen eher auf dem Wasser, nur mal so nebenbei. Und es wurde seit Jahren kein Biber gesehen. Natürlich haben wir Enten, auch weiterhin, aber es gab auf der Landzunge keine Brutgebiete, keine Bienenwiesen und keine Biberburgen.

In einem Schreiben des Bezirksbürgermeisters heißt es, Sie wollen statt der Landzunge neue Bootsliegeplätze.

Es war Gefahr im Verzug: deswegen kam die Landzunge weg. Was dort später entstehen kann, das müssen wir gemeinsam mit der Verwaltung sehen und entscheiden. Natürlich will man in einem Hafenbecken grundsätzlich Liegeplätze anbieten.

Dennoch droht Ihnen jetzt Ärger. Laut Medienberichten hat die Umweltsenatsverwaltung Strafanzeige erstattet. Es geht um Verstöße gegen das Naturschutz-, das Wasser- und das Abfallrecht.

Ich gehe davon aus, dass wir eine Ordnungswidrigkeit begangen haben - weil wir das Abbaggern zu spät angezeigt haben. Aber von einem Straftatdelikt kann hier eher keine Rede sein.

Wir haben wassergefährdende Stoffe herausgenommen und entsorgt, wofür wir im Nachhinein mit Sicherheit die Genehmigung bekommen hätten. Wir haben jetzt einen Wasserrechtler eingeschaltet. Sein Gutachten besagt, dass wir nicht gegen das Wasserschutzgesetz verstoßen haben.

Ein Investor soll in Berlin-Schmöckwitz eine Insel am Rotsch-Hafen weggebaggert haben, um neue Liegeplätze für Boote zu schaffen – ohne Erlaubnis, wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick (Quelle: bing)Wertloser Schutthaufen oder schützenswertes Biotop? Diese Landzunge im Hafen von Schmöckwitz hat Nico Thiele wegbaggern lassen.

Ich will den Hafen zu einem aktiven Wassersportzentrum entwickeln, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden."

Am kommenden Montag, dem 15. Oktober, soll im Bezirksparlament ein Sonderausschuss eingesetzt werden. Auch die Antikorruptionsbehörde des Bezirks wurde eingeschaltet. Es steht im Raum, Sie hätten sich durch Kontakte zur AfD oder ins Umweltamt Vorteile verschafft.

Da tragen wir gerne zur Aufklärung bei, weil an dieser Sache nichts dran ist - das entbehrt jeglicher Grundlage. Wenn die BVV [Bezirksverordnetenversammlung, Anm.d. Red.] einen Ausschuss macht, dann ist das ihr gutes Recht und wir werden alle Unterlagen und Gutachten offenlegen.

Wie gehen Sie jetzt mit der ganzen verbrannten Erde um, die der Skandal um die Landzunge hinterlassen hat?

Jeder Fehler birgt die Chance, es anschließend besser zu machen. Ich will den Hafen zu einem aktiven Wassersportzentrum entwickeln, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden. Das Entwicklungspotential des Hafens als Erholungs- und Verweilort für die Anwohner und Wassersportfreunde ist groß und alle sollen davon profitieren.

Der nächste Schritt ist dabei, dass wir am 27. Oktober einen Tag der Offenen Tür ausrichten. Wir wollen einen Dialog mit Anwohnern, Wassersportlern und der Verwaltung über die Zukunft des Hafens.

Kann das Ihren Ruf retten? Zeitungen haben Sie einen "Gier-Investor" genannt. Und einige Anwohner sind sehr aufgebracht.  

Die Vorwürfe gehen nicht spurlos an mir vorbei. Ich hinterfrage mich und will für meine Fehler geradestehen. Beim Bezirksamt habe ich mich persönlich entschuldigt. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und habe jetzt noch mehr Lust, diesen Hafen gemeinsam zu entwickeln.

Als ich mit meiner Familie vor Jahren nach Alt-Schmöckwitz gezogen bin, habe ich mich in den Hafen verliebt. Dann konnte ich ihn kaufen, saniere ihn nun Schritt für Schritt und will ihn langfristig betreiben. Mir geht es nicht um schnelles Geld, sondern hier soll etwas Schönes entstehen.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führt Nico Schmolke, rbb|24

Beitrag von Nico Schmolke

Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    Wenn man den Hafen seit Jahren kennt weiß man das es alles nur billige ausreden sind. Ja der Bieber und die Schwäne waren auf der Insel und diese wurde nur wegen neuer Steganlagen entfernt. Die Pächter wurden letztes Jahr gekündigt. Die neuen Pfeiler der Steganlage stehen schon, komisch für Gefahr im Vollzug. Es wurde schon viel im Hafen verändert leider nicht zugunsten der Bootsleute , Hafen wlan funktioniert seit 2 Jahren nicht und die WC und Dusche Anlagen sind noch aus ostzeiten. Das einzige was schon funktioniert sind die freien Flächen die man mit Häuser bebauen will. Dafür mussten die vielen Lauben und Gärten weichen, das wurde alles platt gemacht. Hier geht es nur ums Geld und ich glaube den Herrn kein Wort.

  2. 19.

    "Es ist nicht explizit erwähnt, dass die mögliche Beschädigung von Booten der einzige Grund für die Annahme der "Gefahr im Verzug" war."
    Es gibt keinen triftigen Grund anzunehmen, dass es überhaupt eine Gefahr gab. Ein Gutachten aus dem Jahr 2017 besagt, dass sich der Boden im Rahmen von Bauarbeiten um 15 Zentimeter gesenkt hat. Und das sorgt dann im Mai 2018 für dringende Maßnahmen zur angeblichen Gefahrenabwehr? Die Argumentation des Investors ist so schwach, dass es schon fast peinlich ist.

  3. 18.

    Wie blöd sind denn so viele, es geht nur um Profit, mehr nicht, keiner von den angeblichen Investoren, interessiert sich um Müll oder die Natur, wann werden die beiden mal gestoppt ?

  4. 17.

    Was wollte man denn mit der Landzunge, die Landzunge war bestimmt eine ehemalige Deponie, nur keiner wusste es.

  5. 16.

    "Und dann ist eben der Fehler aufgetreten"
    "Es wurden Fehler gemacht"

    Diese guttenbergschen Passivformulierungen "mag man" ja besonders.

  6. 15.

    Ich glaube Herrn Thiele kein Wort, ich kenne ihn und seinen Vater persönlich, die lachen sich tot über die Kommentare, die denken nur an eins , an ihre Kohle, alles andere geht denen am A... vorbei ! Ich hoffe, die bekommen mal richtig Stress, die setzen sich alle beide permanent über alle Gesetze hinweg.

  7. 14.

    Für mich ist Bootsfahren nichts, aber ich gönne es trotzdem jedem, der es sich leisten kann. Und wenn sich dann noch ein Investor findet, der eine heruntergekommene Hafenanlage zu neuem Leben erweckt und ein Schmuckstück daraus macht, dann haben doch alle was davon! Aber Sie haben Recht: Neiddebatten sind so was von typisch deutsch! Ich erlebe das in dieser Form in keinem anderen Land. Wahrscheinlich sind Viele deshalb mit sich selbst und ihrem Leben so unzufrieden, obwohl es ihnen nicht wirklich schlecht geht!

  8. 13.

    Ich zitiere mal aus dem Artikel:
    "Weil Gefahr im Verzug war, wurde die Landzunge abgebaggert. Der ganze Schutt hätte gegen ein Boot rutschen und Bootseigner schädigen können. [...] Wir haben es [das Material] untersuchen lassen, von einem akkreditierten Gutachterbüro. Da waren Arsen und andere wasserschädliche Stoffe drin. [...] Allein wegen dieser Untersuchungsergebnisse hätten die Behörden das Abbaggern mit Sicherheit genehmigt. Denn solche Stoffe haben in einem Wasserschutzgebiet nichts zu suchen."
    Das Zitat stammt aus der 3. und 4. Antwort im Interview. Es ist nicht explizit erwähnt, dass die mögliche Beschädigung von Booten der einzige Grund für die Annahme der "Gefahr im Verzug" war.
    Was das Motiv war und wie die Rechtslage ist, muss durch die Behörden und ggf. ein Gericht geklärt werden. Ein Zeitungsinterview hat nicht die inhaltliche Qualität wie entsprechende Nachweise, Belege, Stellungnahmen und Gutachten, die den Behörden/Gerichten vorgelegt werden.

  9. 12.

    Lieber REIMANN,
    ich würde gerne wissen, aus welcher Textpassage meiner Kommentare Ihre derartige Interpretation herrührt.
    Ich habe bspw. in Kommentar Nr. 6 geschrieben: "Es muss nun an geeigneter öffentlicher Stelle geprüft werden, was wirklich geschehen ist und inwiefern Herr Thiele sich falsch verhalten hat. Das können wir hier jedoch nicht klären."

    Ich gestehe auch einem Herrn Thiele oder sonstigen Menschen - ob nun vermögend oder nicht - zu, sich über Recht und Gesetz zu stellen.

  10. 11.

    "Gefahr im Verzug" bezieht sich auf ein mögliches Abrutschen der Insel. Nicht auf Schadstoffe. Bitte nochmal den Text lesen. Im Übrigen wäre das wohl auch ein Argument gegen ein einfaches Wegbaggern. Denn dabei treten mit Sicherheit noch viel mehr Schadstoffe aus.

  11. 9.

    Ich finde es entsetzlich, wie man sich über so eine unwichtige Sache, so umfangreich auslassen kann.
    Wir sind seit mehreren Jahren Mieter in dem Hafen und sind begeistert, wie schön der Hafen hergerichtet wurde.
    Neider wird es immer geben und die sind hier offensichtlich am Werk.
    Als wir vor 12 Jahren den Hafenplatz angemietet haben, war das ein typischer Hafen aus Ostzeiten. Dazu die maroden Hütten, die elektrischen Anlagen usw.
    Jetzt ist es eine Oase mit Ästhetik. Dafür zahlen wir gern eine erhöhte Hafengebühr.
    Ursprünglich entstand der Hafen aus einem Torfstich, daher schwellwassergeschützt. Das hatte uns bewogen den Hafenplatz anzumieten.
    Wir freuen uns auf die endgültige Fertigstellung. Aber das wird auf Grund der Lahmheit der Baubehörden noch eine Weile dauern.
    Vor allen Dingen die Toiletten aus Ostzeiten, sind so vorsindflutlich, wie alles im Osten war. Bin gespannt, wann die Behörden ausgeschlafen haben und die Baugenehmigung erteilen.
    Ihre gesamte Hetzte ist zum Kotz

  12. 8.

    Wenn unter der Insel/Landzunge ein Schwimmbagger und eine Schute begraben wurden, dann müssen die ja noch da sein! In wenigen Jahrzehnten rosten die nicht weg. Da kann ja mal wer nachsehen ob das stimmt. Wenn es so ist, müssen die aber auch weg – oder neu und besser zugeschüttet werden...

  13. 7.

    Inwiefern ist das Verlagern von Booten hilfreich, um ein mögliches Austreten der wasserschädlichen Stoffe zu verhindern? Ich habe die von Ihnen zitierte Stelle eher als Beispiel denn als abschließende Aufzählung hinsichtlich der Gründe für die (mutmaßliche) Gefahr in Verzug verstanden.

    Und weshalb wäre das Aufschütten einer neuen Landzunge die beste "Wiedergutmachung"? Genau das soll ja noch geklärt werden; eine Erweiterung des Hafens stellt die aktuelle Idee des Herrn Thiele dar.
    "Der nächste Schritt ist dabei, dass wir am 27. Oktober einen Tag der Offenen Tür ausrichten. Wir wollen einen Dialog mit Anwohnern, Wassersportlern und der Verwaltung über die Zukunft des Hafens."
    Ich denke, man sollte erst einmal abwarten, was daraus wird, bevor Bewertungen der möglichen Konzepte vorgenommen werden.

  14. 6.

    "Wenn das der Investor behauptet, muss es wohl Stimmen?Albern.Aber scheint einigen hier ja zu reichen."
    Auf welche Kommentare bzw. auf wen beziehen Sie sich?
    Aktuell (15:56) sind hier lediglich 4 Kommentare zu lesen. Die Nrn. 1 und 2 gestehen Herrn Thiele zu, dass er es ehrlich meinen KÖNNTE - unter dem Vorbehalt, dass seine Aussage stimmen muss ("Wenn es sich wirklich so zugetragen hat, wie er sagt" und "Die Erklärungen klingen für mich erst mal plausibel, es wird ja wohl nachprüfbar sein. Sollten tatsächlich Schadstoffe aus dem Gewässer entfernt worden sein, so wie hier dargelegt, dann sollten sich doch alle drüber freuen.").

    Niemand hier glaubt ihm vorbehaltlos. Es muss nun an geeigneter öffentlicher Stelle geprüft werden, was wirklich geschehen ist und inwiefern Herr Thiele sich falsch verhalten hat. Das können wir hier jedoch nicht klären.

    Hören Sie daher bitte auf, Stimmung gegen das Feindbild "Investor" zu machen - auch wenn das derzeit sehr in Mode ist.

  15. 5.

    Wenn man über andere Kommentare herfällt, sollte man sie auch vorher lesen! Denn erstens sind die von Ihnen genannten "einigen hier" genau zwei (!) und in beiden Kommentaren stehen Worte wie "Wenn..." und "Sollte...". Ich weiß natürlich nicht, was Richard zu tun gedenkt, aber ich für meinen Teil werde die Tatsachen nicht persönlich weiter verfolgen, dafür gibt es geeignete staatliche Stellen, die bereits ihre Arbeit aufgenommen haben und den Sachverhalt prüfen. Bezüglich Rutschungen und deren Gefährlichkeit empfehle ich Ihnen einen Blick auf die aktuellen Sperrungen des Senftenberger Sees. Durch die Behörden veranlasst und den kompletten See betreffend.

  16. 4.

    Wenn das der Investor behauptet, muss es wohl Stimmen?Albern.Aber scheint einigen hier ja zu reichen.Das heisst dann auch, das ich nun in meinem Garten auch alle unliebsamen Bäume Fällen darf, schließlich bekommt man schon irgendwie Gefahr in Verzug zusammen fabriziert, und entschuldige mich hinterher einfach im rbb .Dann ist alles wieder gut....

  17. 3.

    "Weil Gefahr im Verzug war, wurde die Landzunge abgebaggert. Der ganze Schutt hätte gegen ein Boot rutschen und Bootseigner schädigen können."
    Da kann man dann doch die Boote temporär bis zur Klärung mit den Behörden vom Anlieger entfernen und sie so in Sicherheit bringen. "Gefahr im Verzug" hört sich doch stark vorgeschoben an. Da sind wohl eher andere Interessen treibend gewesen.
    Wiedergutmachung durch das Aufschütten einer neuen Insel an gleicher Stelle. Das wäre die beste Lösung.

  18. 2.

    Die Erklärungen klingen für mich erst mal plausibel, es wird ja wohl nachprüfbar sein. Sollten tatsächlich Schadstoffe aus dem Gewässer entfernt worden sein, so wie hier dargelegt, dann sollten sich doch alle drüber freuen.
    Was mich ein wenig erschreckt, ist die Tatsache, wie schnell bei so einem Thema selbst sinnfreieste Gerüchte verbreitet und massenhaft übernommen werden. Der Investor hat vollkommen Recht, dass Enten, wenn sie die Wahl haben, immer auf dem Wasser landen werden. Auch für einen Biber wäre eine solche Insel ein völlig unattraktives Habitat, diese Tiere suchen Möglichkeiten, wo sie durch Dammbau ihren Lebensraum gestalten können. Eine Biberburg an dieser Stelle erfüllt nicht die Bedürfnisse dieser Tiere. Wahrscheinlicher war es eine Bisamratte, falls da jemand was gesehen hat. Auch der Vorwurf der Bestechung scheint eher absurd! Dann hätte er sich doch die Genehmigung "besorgt".
    @Lieber RBB: Bitte am Ball bleiben! Danke!

  19. 1.

    Wenn es sich wirklich so zugetragen hat, wie er sagt, dann will ich mich für mein vorschnelles Urteil bei Herrn Thiele entschuldigen. Wie viele dieser wasservergiftenden Bauschutt-Landzungen gibt es noch? Neulich wurden ja erst Sondermüll-Fässer in der Havel entdeckt.

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