Walnüsse an einem Baum (Quelle: imago/Chromorange/Norbert J. Sülzne)
Bild: imago/Chromorange/Norbert J. Sülzne

Schalen werden schwarz - Fliege macht Walnüssen in Brandenburg den Garaus

Die aus Nordamerika stammenden Walnussschalenfliegen (Rhagoletis completa und R. suavis) breiten sich in Brandenburg aus - vor allem in Klein- und Hausgärten. Bei Schädlingsbefall werden die Schalen an den Bäumen schwarz, wie das Agrarministerium am Montag mitteilte. Häufig gehe die gesamte Ernte verloren.

Weibchen legen Eier in der Fruchtschale ab

Die Fliegenweibchen legen laut Agrarministerium ihre Eier ab Juli in der grünen Fruchtschale der Walnüsse ab. Durch den Fraß der Larven in der Schale verfärbt sie sich schwarz, wird schleimig und löst sich nicht mehr von der eigentlichen Nuss.

Sind die Larven ausgewachsen, bohren sie sich aus den Früchten oder fallen mit ihnen zu Boden, um sich in der obersten Bodenschicht zu verpuppen. Die Folgegeneration entwickelt sich mit dem Schlupf der Fliegen im nächsten Jahr.

Kaum Bekämpfungsmöglichkeiten

Nach Angaben des Pflanzenschutzdienstes im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) in Frankfurt (Oder) gibt es bislang so gut wie keine wirksamen Möglichkeiten, um die Reproduktion der Insekten einzudämmen: weder das Aufsammeln befallener Früchte noch das Abdecken oder Behandeln des Bodens unter den  Bäumen helfen. Zudem gibt es wenige natürliche Gegenspieler. In den nächsten Jahren sollen gezielte Bekämpfungsmöglichkeiten getestet werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.10.2018, 14 Uhr

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