Polizisten bei der Beisetzung eines ermordeten Kollegen in Schernsdorf (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
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Audio: Brandenburg aktuell | 07.11.2018 | Thomas Heinloth | Bild: dpa/Pleul

Erinnerung an Mordopfer in Potsdam - Gedenkstätte für im Dienst getötete Polizisten eröffnet

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke haben am Mittwoch in Potsdam eine Gedenkstätte für im Dienst ermordete Polizisten eröffnet.

Auf dem Gelände des Polizeipräsidiums an der Kaiser-Friedrich-Straße im Potsdamer Stadtteil Eiche erinnern jetzt drei Stelen an die Opfer.

Angehörige der Mordopfer zur Eröffnung eingeladen

Eine Stele ist den beiden Polizisten Torsten Kratz und Torsten Paul gewidmet, die im Februar 2017 von einem flüchtenden Gewaltverbrecher aus Müllrose (Oder-Spree) an einer Kontrollstelle in Oegeln überfahren wurden und noch am Unfallort starben.

Eine weitere Steinsäule gilt dem Beamten Steffen Meyer, der im November 2009 von einem Autodieb vor seiner privaten Garage erstochen wurde. Auf der dritten Stele wird dem Potsdamer Polizisten Martin Heinze gedacht, der im August 1995 bei der Verfolgung eines flüchtenden Einbrechers erstochen wurde.

Zur Eröffnung der Gedenkstätte waren auch Angehörige der getöteten Polizisten eingeladen.

"Der Polizeialltag ist mitnichten friedlicher geworden", betonte Präsidiumssprecher Torsten Herbst vor der Gedenkstätteneröffnung. Im Jahr 2016 seien in Brandenburg erstmals mehr als 1.000 Gewaltdelikte gegen Polizisten gezählt worden. Im Jahr 2017 sei die Zahl erneut gestiegen.

Gedenkstätte für im Dienst ermordete Polizisten in Potsdam

Sendung:rbb24, 07.11.2018, 16.00 Uhr

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