Collage: Ein Justizvollzugsbeamter in der JVA-Tegel; die neuste Ausgabe der Gefangenenzeitung <<Lichtblick>>. (Quelle: imago/lichblickzeitung.com)
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radioBerlin 88.8 | 08.11.2018 | Silke Mehring | Bild: imago/lichtblickzeitung.com

Sprachrohr für Berliner Strafgefangene - Gefangenen-Zeitung "Lichtblick" feiert 50-jähriges Jubiläum

Seit 50 Jahren gewährt die Gefangenen-Zeitung "Lichtblick" regelmäßig Einblick in das Leben von Berliner Strafgefangenen. Dieses Jubiläum wurde am Donnerstag in der JVA Tegel gefeiert, mit dabei auch Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne).

Der "Lichtblick" ist die auflagenstärkste und am längsten durchgängig existierende Gefangenenzeitung Deutschlands. Herausgegeben wird sie mindestens vier Mal im Jahr von den Häftlingen der JVA Tegel. Mit einer Auflage von derzeit 8.500 Stück wird der "Lichtblick" nicht nur bundesweit, sondern auch in viele andere Länder vertrieben und erreicht mehr als 40.000 Leser und Leserinnen, heißt es auf der Internetseite der Zeitung.

Kontaktstelle zwischen drinnen und draußen

Alle Redakteure des "Lichtblicks" sind selbst Strafgefangene. Mit einem Freiläufer-Ausweis recherchieren sie auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt und gehen Hinweisen nach. Die Artikel im Lichtblick beschreiben zum Beispiel den Gefängnisalltag. Auch Politiker und Anwälte kommen zu Wort.

Dabei versteht sich die Zeitung nach eigenen Angaben als Sprachrohr der Gefangenen: Sie mache auf Missstände aufmerksam und kämpfe für einen humanen, sozialstaatlichen und wissensbasierten Strafvollzug, heißt es. Oft nehme der "Lichtblick" auch eine vermittelnde Position zwischen dem Resozialisierungsanspruch der Gefangenen und dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung ein und initiiere "Berührungen" zwischen drinnen und draußen.

Sendung: radioBerlin 88.8, 08.11.2018, 8:30 Uhr

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