Symbolbild: 19.09.2018, Berlin: Auf der Kreuzung Mollstraße/Otto-Braun-Straße fahren ein Radfahrer und ein Auto nach einer Mahnwache des ADFC und Changing Cities an einem mit Blumen geschmückten so genannten Geisterrad vorbei. (Quelle: dpa/Stache)
Bild: dpa/Stache

Aktion von Kirche, ADFC und Aktivisten - Gottesdienst soll an getötete Radfahrer in Berlin erinnern

Elf Radfahrer sind in diesem Jahr auf Berliner Straßen getötet worden. Aktivisten erinnerten danach oft vor Ort an die Toten. Jetzt soll es erstmals einen gemeinsamen Gedenkgottesdienst geben.

Erstmals wird in Berlin mit einem Gedenkgottesdienst an alle Radfahrer erinnert, die auf den Straßen der Hauptstadt ums Leben gekommen sind. Er soll am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, in der St. Marienkirche am Alexanderplatz stattfinden.

Bereits am Montag wurden elf weiße sogenannte Geisterräder an der Marienkirche aufgestellt. Jedes Rad soll einen der verunglückten Radfahrer symbolisieren. Zudem soll in dieser Woche jeweils ein weißes Rad auch im Altarraum der Kirche präsentiert werden.

Elf getötete Radfahrer in diesem Jahr

Für den Gottesdienst kooperiert die Kirchengemeinde mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sowie der Organisation "Changing Cities". Die Predigt werde Propst Christian Stäblein halten, hieß es. ADFC und "Changing Cities" hatten zuvor schon nach Unfällen sogenannte Geisterräder an Unfallorten aufgestellt und Mahnwachen abgehalten.

Neben dem Gedenken werde zugleich ein Mobilitätskonzept gefordert, das "Straßen menschenfreundlicher und sicherer für alle Verkehrsteilnehmenden", macht, teilte der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte am Montag mit. Die Kirche verwies darauf, dass allein in diesem Jahr elf Menschen [Infos beim ADFC], darunter ein Kind, auf Berlins Straßen beim Fahrradfahren tödlich verunglückt sind.

Sendung: Abendschau, 19.11.2018, 19:30 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Ich fahre jeden Tag durch den Friedrichshain mit dem Rad zur Arbeit. Pausenlos sehe ich dabei Autofahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und Überfall auf dem Radweg halten. Nur Chaoten.

    Es gibt kein Recht Fahrradfahrer oder Fußgänger totfahren zu dürfen, nur weil sie als schwache Verkehrsteilnehmer die Regeln brechen.

  2. 7.

    Find ich gut. Für mich Anlass mal wieder eine Kirchenveranstaltung zu besuchen. Ort und Zeit: 18:30 Uhr, Marienkirche (Alexanderplatz/Spandauer Str., nahe Neptunbrunnen)

  3. 6.

    Wer auf Menschen mit langen Bärten geeicht ist, wird natürlich folgerichtig feststellen, dass die auch zuweilen reichlich Unsinn machen. Also machen folgerichtig ALLE Menschen mit langen Bärten Unsinn.
    Wer auf Menschen mit gelben-grünen Gummistiefel geeicht ist, wird natürlich folgerichtig feststellen, die auch die zuweilen reichlich viel Unsinn machen. Also machen folgerichtig ALLE Menschen mit gelb-grünen Gummistiefeln Unsinn.

    Das Prinzip heißt "selektive Wahrnehmung".

    Auf dem Fahrradsattel sitzt die ganze Bandbreite an Charakteren wie bei allen anderen Verkehrsmitteln auch. Die einen sind sichtbarer, weil sie ungeschützt fahren, die anderen verbergen sich teilweise hinter getönten Scheiben. Nur die Folgewirkungen sind grundsätzlich andere.

  4. 5.

    Ich fahre jeden Tag von Hohenschönhausen durch Malchow auf Arbeit. ad habe ich noch keine Ordentlichen Radfahrer gesehen. Falsche Seite fahren, bei rot über kreuzungen, zwischen autoschlange einfach strasse überqueeren usw.
    nur Chaoten.

  5. 4.

    Das stimmt so nicht. In der überwiegenden Mehrzahl der Radfahrerunfälle, in denen Autos verwickelt sind, sind Autofahrer Schuld am Unfall.
    Ordentlich fahren kann natürlich auch heißen, dass man Auto- und Radfahrer richtig voneinander trennt. Mehr Radstraßen mit Aussperrung von Autos wäre sinnvoll.
    Ob beten den Angehörigen hilft, sollten diese selbst enscheiden.

  6. 3.

    Der Gottesdienst hilft denen, die den Gottesdienst besuchen. Man muss ja nicht immer von sich selbst ausgehen.
    DIE Radfahrer gibt es schonmal nicht. Nicht jeder fährt wie ein Chaot. Vllt müssen auch einige Autofahrer lernen ordentlich zu fahren.

  7. 2.

    Wenn die radfahrer ordentlich fahren würden bräuchte man sowas nicht. ausserdem was hilft so ein gottesdienst. nichts!

  8. 1.

    Und was machen Atheisten ? Sich lustig machen ?

    Aktivisten sollen lieber aktiv werden statt zu beten. Sas bringt mehr !

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