M41 Bus in Berlin (Quelle: Anne Kohlick/rbb)
Video: Archiv zibb | 08.01.2014 | Frank Schlegel | Bild: Anne Kohlick/rbb

Reportage | Mit der M41 durch Berlin - "Eigentlich müsste der Busfahrer jeden Tag einen Orden kriegen"

Die Linie M41 fährt von Neukölln nach Mitte – oft verspätet und dafür dann gleich im Rudel. Jeder dieser Busse ist ein Mikrokosmos auf Rädern: In seiner bunten Mischung aus Rollkoffer, Kopftuch und Kinderwagen spiegelt sich Berlin. Von Anne Kohlick

"Unglaublich, mal wieder alle hintereinander." Die Frau mit schwarzem Glitzerschal, die am Hermannplatz an einem kalten Novembernachmittag auf die M41 wartet, schüttelt den Kopf. Die Anzeigetafel neben ihr kündigt drei Busse an: einen in sechs, einen in sieben, einen in acht Minuten. Davor kam mal wieder lange Zeit nichts. Aber das sind alle gewohnt, die auf diese berüchtigte Berliner Buslinie angewiesen sind.

Alle Köpfe sind nach links gedreht. Die Wartenden, die gerne Fahrgäste wären, schauen die Sonnenallee hinunter: Kommt er denn jetzt mal? Als die Busse schließlich einfahren, ist ein typisches M41-Phänomen zu beobachten: Die allermeisten quetschen sich in den vordersten Bus - auch wenn der nur bis zum Halleschen Tor fährt.

Der zweite Bus bis Hauptbahnhof bekommt nur wenige Fahrgäste ab. Doch im Laufe der Fahrt werden es mehr – und man kann auf Menschen jeder Hautfarbe und jeden Alters treffen: Vom Kinderwagen bis zum Krückstock ist alles dabei.

M41 Bus in Berlin (Quelle: Anne Kohlick/rbb)
| Bild: Anne Kohlick/rbb

Neue Rangfolge im Busrudel

Ungewohnt schnell kommen wir auf der Urbanstraße voran. Weil niemand die Haltewunsch-Taste drückt, schießen wir an der Haltestelle Jahnstraße vorbei - und überholen den M41er, der am Hermannplatz noch vor uns losgefahren ist. So schnell kann sich die Rangfolge im Busrudel ändern.

"Die M41 ist meistens eine Katastrophe", schimpft eine blonde Frau mit buntem Halstuch, die jeden Tag zwischen Neukölln und Potsdam pendelt. "Um es pünktlich zur Arbeit zu schaffen, muss ich massiv Zeitpuffer einplanen, weil ich so oft umsteigen muss - und besonders auf die M41 ist nie Verlass. Meistens wenn ich an der Haltestelle warte, stehen auf der Anzeigetafel drei Busse. Erst fängt dort der eine an zu blinken, dann der zweite, dann der dritte. Ehe dann alle auf einmal kommen, wartet man schon mal eine Weile. Aber ich nehm's gelassen." Sie fahre immer noch lieber mit dem Bus als mit der U7, sagt sie - die sei noch voller.

"In Neapel versteht man unter Verspätung etwas anderes"

"Die Tür bitte freimachen." Am Halleschen Tor hat eine Frau mit Kind die Lichtschranke blockiert. Kurz vorher ist ein junger Italiener mit Zigarette in der einen und Handy in der anderen Hand zugestiegen. Jeden Tag fahre er mit der M41, erzählt er.

Die Linie sei die kürzeste Verbindung von seiner Kreuzberger WG zur Pizzeria am Anhalter Bahnhof, wo er als Barista arbeite. Darüber, dass die M41 in Berlin für Unpünktlichkeit bekannt ist, lacht er nur. "Ich komme aus Neapel. Da versteht man unter Verspätung etwas anderes als zehn Minuten."

Wir nähern uns dem Potsdamer Platz. Hier sind andere Menschen im Bus unterwegs als in Neukölln: Anzugträger und Rollkofferschieber sind hinzugekommen, die meisten Kinder und Frauen mit Kopftuch schon vor einigen Stationen ausgestiegen.

Durch den kurvigen Tunnel unter dem Tiergarten fegt der Bus mit einiger Geschwindigkeit. "Zu ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie, sich während der Fahrt festzuhalten" - diese automatische Ansage zu befolgen, ist gerade eine gute Idee.

Typisch für diese Linie ist, dass sie meistens übervoll ist - vor allem mit Kinderwagen."

Eine fast pünktliche M41

Am Hauptbahnhof kommen wir mit nur einer Minute Verspätung an. Nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen sind, dokumentiert der Busfahrer an der Betriebshaltestelle den Fahrtverlauf. Hier darf er genau sechs Minuten Pause machen, bevor es wieder losgeht - zurück nach Neukölln.

Als Busfahrer in Berlin arbeitet der gebürtige Sachse schon seit 20 Jahren - und ist auf allen Strecken unterwegs. Seinen Namen möchte er nicht nennen, aber über die M41 erzählt der Mann mit Brille, Glatze und gepflegtem weißen Bart gern: "Typisch für diese Linie ist, dass sie meistens übervoll ist - vor allem mit Kinderwagen."

Zweite-Reihe-Parker sind seine "Lieblinge"

Der kritische Punkt auf der Strecke ist für ihn die Sonnenallee. Dort fährt sich der Bus die meiste Verspätung ein - wegen der vielen Zweite-Reihe-Parker, die Busspuren blockieren. "Das sind meine Lieblinge." Stress mit Fahrgästen hat er dagegen selten.

Seine Strategie: "Der liebe Gott hat den Menschen zwei Ohren gegeben. In eins geht’s rein, ins andere wieder raus." Trotz aller Gelassenheit vermisse er häufig ein Lächeln, ein "Guten Tag", wenn die Fahrgäste bei ihm einsteigen: "Mit der Freundlichkeit wird’s seltener."

Auf der Rückfahrt nach Neukölln schreit ein Baby. Dazwischen hört man Gesprächsfetzen auf Spanisch, Arabisch, Englisch, Deutsch, Französisch. "In der M41 können Sie jede Sprache lernen", sagt der Busfahrer." Einmal standen wir an einer Haltestelle, der Bus war übervoll, die Türen blockiert. Ein Fahrgast sprach mich an, ich soll doch eine Ansage machen, dass die Leute Platz machen, damit wir losfahren können. Ich habe ihn gefragt: Und in welcher Sprache soll ich das machen?"

"Was die Busfahrer hier mitmachen!"

Gleich hinter dem Busfahrer hat eine ältere Dame Platz genommen. "Er müsste eigentlich jeden Tag einen Orden kriegen", schwärmt sie. “Ich fahre häufig diese Linie. Was die Busfahrer hier mitmachen! Ungehobelte Leute, Kinderwagen, die als Geschosse eingesetzt werden, Spielzeug, das den Gang blockiert, Slalom fahren durch Baustellen - das ist wirklich eine Leistung, unter diesen Umständen sicher ans Ziel zu kommen!"

Es wird langsam dunkel, als wir kurz nach vier wieder am Hermannplatz sind. Eine Frau mit Brille und kurzen blonden Haaren steigt ein. "Hach, schön warm", sagt sie, schmunzelt den Busfahrer an und reibt sich die kalten Hände. Sie ist oft in Neukölln mit der M41 unterwegs und deshalb gewohnt an Verspätungen und die Rudelbildung.

In dieser Linie könne einem alles begegnen, sagt sie, "nette Menschen wie ich oder auch mal ganz Aggressive. Einmal hab ich’s erlebt, dass hier im Bus nachts ein Streit ausgebrochen ist, weil einer die Frau eines anderen wohl schief angeguckt hat. Da hat der ein Messer gezogen." Wie die Geschichte ausgegangen ist, wisse sie nicht. "Ich bin an der Sonnenallee ausgestiegen." Um sich in Sicherheit zu bringen? "Nein, das war meine Haltestelle. Ich habe keine Angst."

"Schreiben Sie: Dieser Bus ist sehr scheiße!"

Neben der Tür sitzen zwei Jugendliche mit Bartflaum an der Oberlippe. Sie seien unterwegs zum Frisör, sagen sie, ohne Ticket, und nennen die M41 eine "lustige Katastrophe". "Schreiben Sie: Dieser Bus ist sehr scheiße! Sie schreiben das wirklich? Im Ernst, er ist oft unpünktlich und dreckig. Aber ich wurde hier auch schon mal spontan zu einer Party eingeladen."

M41 Bus in Berlin (Quelle: Anne Kohlick/rbb)
Vorbei am Supermarkt fährt der Bus M41 durch Neukölln. | Bild: Anne Kohlick/rbb

Die beiden Jungs seien sicher nicht die einzigen Schwarzfahrer in der M41, sagt der Busfahrer. "Es ärgert mich, dass so wenige Kontrolleure mitfahren. Wir als Fahrer können die Ticketkontrolle nicht leisten, sonst wären die Verspätungen noch größer Böse Zungen behaupten: Hier hinter ins tiefste Neukölln trauen sich nicht viele Kontrolleure. Ich kenne vielleicht eine Handvoll, die das machen. Die müssen dann schon nach einer Haltestelle aussteigen, weil sie sofort Leute ohne Ticket erwischen. Dann spricht es sich ganz schnell rum, dass Kontrolleure unterwegs sind - und auf einmal kaufen alle bei mir Tickets."

Busfahrer ist eigentlich der schönste Job der Welt - wenn die Fahrgäste nicht wären".

An der Endhaltestelle Sonnenallee/Baumschulenstraße ist nur noch ein Fahrgast im Bus. "Heute ist ein entspannter Tag", sagt der Busfahrer. "Aber das ist die Ruhe vor dem Sturm. In der Vorweihnachtszeit ist es am schlimmsten: Alle sind im Stress, keiner kann auf den nächsten Bus warten." Busfahrer sei eigentlich der schönste Job der Welt – "wenn die Fahrgäste nicht wären". Er schmunzelt und wendet die M41. Noch nicht einmal die Hälfte seiner Schicht hat er hinter sich.

Beitrag von Anne Kohlick, rbb|24

Kommentar

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Antwort auf [Corinna] vom 25.11.2018 um 13:28
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28 Kommentare

  1. 28.

    Mal ehrlich, was die Verkehrsbetriebe in den Großstädten auf der Reihe bringen ist oft erstaunlich. Wie im Text erwähnt scheint es ständig Probleme zu geben. Auf Youtube findet man so einige Videos über den M41. Darunter wie ein Transporte satte 25 Minuten lang die Straße blockiert, bis die Polizei kommt (Die Fahrerin bat die Zentrale darum) Entsprechend die Situation an den folgenden Haltestellen. "Chaos-Buslinie M41" heißt das Video. Während die BVG aber sich wenigstens bemüht irgendwie alles besser hin zu bekommen, scheinen Mitarbeiter der Nachbarstadt Potsdam anders zu ticken. Nicht mal ein 20-tel an Einwohnern, aber trotzdem nicht in der Lage die Fahrgäste zu frieden zu stellen. Da brauch es nur zu einem Unfall bei der Tram kommen, schon steht alles still. Während Fahrgäste vor Ort sofort erkennen, hier läuft erstmal 1h nichts mehr, ist es für die ViP nicht wert genug, andere Fahrgäste an anderen Haltestelle zu informieren, geschweige denn eine Alternativlösung zu finden.

  2. 27.

    Das Phänomen kenne ich aus früheren Zeiten, Buslinie "D" -komplette Linie durch sämtliche Wohngebiete und an Großbetrieben vorbei- in Potsdam. Das war vor über 25 Jahre.
    Auch hier wollten die Leute nie "durchrücken", jeder wollte in Nähe der Tür bleiben. Als jugendlicher Busfreak habe ich mich mal versucht damit zu beschäftigen und die Situation mit dem D-1 (Teltow-Potsdam) verglichen. Während die Passagiere im D-1 ziemlich lange mitfahren, fuhren viele in der Linie D nur 5 Stationen mit. Unter dem Motto: wozu soll ich mich in den Bus hineindrängeln, wenn ich doch gleich wieder raus will? Man müsse sich ja denn wieder rausdrängeln, da andere Passagiere ja erst später wieder aussteigen.
    Ebenso waren aber auch Fahrgäste zu beobachten, die an den Haltestellen ausstiegen, andere einsteigen ließen und dann selber wieder eingestiegen sind, um in Nähe der Tür zu bleiben. Das war wohl die Alternative dazu.

  3. 26.

    Apropo Tür vor der Nase zu....
    Auch hierfür gibt es so einige Situationen, die bei der heutigen Technik zu Problemen führt. So sind ampelanlagen darauf abgestimmt, wann ein Fahrzeug loszufahren hat. Wenn der Bus/die Bahn sich der Ampel nähert ist er angemeldet. Da besteht eine gewisse zeit zum einsteigen, wartet er zu lange ist die Ampel wieder auf rot. Um Sie mal in die Lage zu versetzen... Stellen Sie sich vor, sie stehen an einer Fußgängerampel. "Signal kommt" heißt es. In dem Moment, wenn die Ampel grün schaltet, fragt sie jemand wie spät es ist. Sie schauen nach, antworten und in der Zeit ist die ampel wieder Rot. Wieder warten auf Grün. Kaum ist es so weit, fragt Sie jemand nach einer Straße. Dann der nächste nach Feuer für Zigarette u.s.w. Irgendwann haben sie dann auch keine Lust mehr nett zu sein, oder ?

  4. 22.

    "wenn ab dieser Uhrzeit der M41 nur noch im 10 Minuten Takt fährt "
    "Zur Taktung usw. habe ich nichts geschrieben."

    Wo liegt mein Missverständnis?

  5. 21.

    Sie beziehen sich nicht auf meinen Text, da ist ein Fehler unterlaufen. Zur Taktung usw. habe ich nichts geschrieben.

  6. 20.

    "Nur" noch im 10-Minuten-Takt? Aber Hallo! Öfter geht ja bei wirtschaftlichem Fahren kaum noch.

    Hier - mitten in der Stadt - soll der 200er alle 10 Minuten fahren. Warten muss man oft bis zu 45 Minuten. Aber dafür fahren die Busse doch an verkehrsarmen Tagen oft viel eher, als der Plan an der Haltestelle ausweist.

    Den Spruch mit den zufriedenen Kunden muss man nur richtig verstehen. Noch mehr, das bedeutet bei der BVG mehr als 100 zufriedene Kunden. Der Rest ist zu Recht unzufrieden.

    Damit meine ich keineswegs die Busfahrer. Die armen Menschen sind den Verantwortlichen ebenso hilflos ausgesetzt (bis auf die von ihnen zu verantwortenden verfrühten Abfahrten) wie die Nutzer.

  7. 19.

    Besonders übel wird es ab 19.00 Uhr, wenn ab dieser Uhrzeit der M41 nur noch im 10 Minuten Takt fährt (wenn er denn kommt). Als regelmäßge Nutzerin des M 41 mit Jahreskarte hatte ich schon oft den Impuls, Frau Nikuta einzuladen, ab 19.00 Uhr zu versuchen einen vorfahrenden Bus zu besteigen, Schmerzensgeld, bzw. einen Nachlass für Neuköllner AbonnentInnen zu verlangen, oder die Erstattung der Rechnung für die Taxifahrt von der Panierstraße bis zur Hertzbergstraße bei der BVG zu beantragen. Leider ist, wie ein Vorkommentator beschrieb, die Situation auf der U7 und U6 genau so schlimm. Ich frage mich immer, warum ich ständig zu den 3 % gehöre, die mit Unpünklichkeit gestraft bin.
    Übringens habe ich gerade gelernt, dass im Leitbild der BVG steht: "Wir möchten noch mehr (zufriedene) Kunden gewinnen." Bitte nicht!!!!!!!


  8. 18.

    also ich bin, als rollstuhlfahrerin, den busfahrern und-rinnen sehr dankbar, sie kommen bei jedem wetter raus, klappen die rampe für mich aus und am zielbahnhof das gleiche, ich bedanke mich immer mit frohlichem ton und man wünscht sich einen guten tag noch
    TOLL DASS ES EUCH GIBT

  9. 17.

    Es ist eben leider nicht so, dass nur in der Lichtschranke gestanden wird, wenn der Bus überfüllt ist. Viele Fahrgäste bleiben einfach möglichst dicht an den Türen stehen, der hintere Teil der Busse ist häufig noch sehr leer, wohingegen sich vorne und an den Türen alles drängelt. Viele sind einfach zu faul, ein paar Schritte weiter zu gehen, damit die nach ihnen einsteigenden Leute auch noch durchkommen. Häufig wird ja sogar vorne beim Fahrer im Gang stehen geblieben, obwohl Sitzplätze frei sind. Die Leute denken eben leider größtenteils nur noch an sich, haben "Scheuklappen" auf. Wenn ein Fahrer dann gereizt reagiert und motzt, dass weiter durchgerückt und die Türen freigegeben werden sollen, ist das nur allzu verständlich!

  10. 14.

    Ach ja, und wie unverschämt sich Busfahrer ihren Fahrgästen gegenüber verhalten, wird hier naürlich nicht erwähnt. Wie oft hauen diese nämlich z.B. vor den einsteigenden Fahrgästen die Tür zu? Glaubt hier wirklich irgendjemand, dass z.B. die Fahrgäste bei übervollem Bus absichtlich in der Lichtschranke stehen? Die stehen eben deswegen dort, weil nirgendwo sonst Platz ist. Und das wiederum ist ganz sicher nicht die Schuld der Fahrgäste, sondern die der Verkehrsbetriebe, welche nicht genügend Busse einsetzen, und soweit ich weiß, ist der Busfahrer bei eben diesem Unternehmen angestellt, wozu ihn selbstverständlich niemand gezwungen hat. Nur die Fahrgäste können sich das eben nicht so einfach aussuchen, welchen Bus sie nehmen müssen, weil sie wohl oder übel auf gewisse Verkehrsmittel angewiesen sind.

  11. 13.

    Ich habe heute einem Busfahrer die Vorfahrt gelassen,hat nett gelächelt und sich bedankt und hinter mir hat man gehupt. Naja,wenn sonst nichts ist......

  12. 12.

    Im einen Bereich wie im anderen: So selten alles in den eigenen Händen liegt, sondern weit mehr in den Händen der anderen, so gibt es kurzfristige und langfristige Umgangsstrategien damit.

    Kurz- und mittelfristig hilft immer, von Phantasien zu lassen, die Welt nach eigenem Bild formen zu wollen. Daran können derart veranlagte Menschen immer nur scheitern. Die Verhältnisse WÄHREND einer Busfahrt sind nun einmal so, wie sie sind.

    Zum Zweiten gilt es, mögliche Stressfaktoren zu verringern: Effektivere Maßnahmen gegen Zweite-Reihe-Parkende, gleich wo, wann und von wem.

    Zum Dritten wäre das die Diskussion über ein Verkehrssystem. Schienen können nur bei "Eingriff in den Schienenverkehr" überparkt werden und das kostet dem Parkenden beträchtlich. Ein 40-, 50 Meter-Zug statt drei Busse hat die Pulkbildung nicht, die verteilen sich IM Wagen.

  13. 11.

    Laut einer Studie (von der an der einer öffentlichen Universität im Rahmen einer VL berichtet wurde), durchgeführt im Rahmen einer Studie der Medizinischen Fakultät Graz (Österreich, Bundesland Steiermark) "standen" sämtliche Busfahrer (über Busfahrerinnen wurde damals nichts ausgesagt) täglich mehrmals knapp vor einem Herzinfarkt.
    Ausschlaggebend für diese Behauptung waren die Auswertungen von Aufzeichnungen von Langzeit EKGs.

    (Was ich noch zur Information hinzufügen muss: Mir ist selber nicht der Name der Studie, die Namen der Verfasser und ebenso nicht das Datum der Veröffentlichung, sowie der Zeitraum der Erhebung der Messwerte bekannt. Allerdings dürfte die Studie bereits mindestens über 20 Jahre alt sein.)

  14. 10.

    Den Vergleich ziehen Sie.
    Für die Autorin ist das eine Beschreibung, sozusagen eine Metapher oder auch "Komposition eines Bildes."

    Für mich macht das den Artikel gerade so vergnüglich zu lesen, dass eben nicht kategorisiert, eingeteilt, verglichen und bewertet wird.

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