Symbolbild: Ein Junge betrachtet einen Hautausschlag an seinem Arm, der von Krätze befallen ist. (Quelle: imago)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.12.2018 | Ronald Schleif | Bild: imago

Fälle in Berlin und Brandenburg nehmen zu - Die Krätze wird wieder zum Problem

Krätze ist unangenehm. So unangenehm, dass man am liebsten gar nicht darüber reden möchte. Dabei wäre das dringend notwendig, denn die Zahl der Krätze-Erkrankungen in Berlin und Brandenburg steigt seit einigen Jahren wieder an. Von Johanna Siegemund

In einem kleinen Städtchen in Brandenburg wird Krätze entdeckt. Silvia* erfährt davon durch ihre Tochter, in deren Klasse sich eine Mitschülerin angesteckt hat. Silvia weiß nicht viel über Krätze, außer dass es für sie als Altenpflegerin gefährlich für die Patienten wäre, wenn sie sich ebenfalls ansteckte. Aber auch das erfährt sie erst, als sie ins Gesundheitsamt geht.

Von Krätze hatte Silvia mal etwas in ihrer Ausbildung gehört, seither nicht mehr. Die Hauterkrankung galt lange Zeit als ausgestorben – auch dann noch, als die Gesundheitsämter wieder steigende Fallzahlen registrierten.

Aber davon bekommen viele Berliner und Brandenburger nichts mit. Wenn die Haut anfängt unerträglich zu jucken, dann vermutet man Neurodermitis, vielleicht eine Allergie – aber keine Krätze. Das liegt auch daran, dass Krätze schwer zu diagnostizieren ist, weil sich Symptome bei verschiedenen Hauttypen unterschiedlich ausprägen. Trotzdem bestätigen Zahlen der Krankenkassen und Gesundheitsämter, mit denen rbb|24 gesprochen hat, dass die Krätze, auch Skabies genannt, in Berlin und Brandenburg wieder vermehrt auftritt. Seit nunmehr fünf Jahren schon.

Krätze wird nicht einheitlich erfasst

Wie stark Fälle von Skabies tatsächlich zunehmen, lässt sich allerdings weder bundesweit, noch regional erfassen. Das liegt an den Richtlinien des Infektionsschutzgesetzes. Ähnlich wie bei Läusen müssen nur Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen Fälle von Krätze an das zuständige Gesundheitsamt melden. Das betrifft also Leiter von Pflegeheimen, Altenheimen, Schulen, Kitas oder auch Flüchtlingsunterkünften. Von familiären Einzelfällen erfahren die Behörden meist nichts.

"Wenn man volksgesundheitlich arbeiten möchte, dann braucht man eine gute Datenlage und die fehlt uns", sagt Christian Schulze, Amtsarzt im Landkreis Oberhavel. Denn die einzelnen Gesundheitsämter handhaben die Meldungen sehr unterschiedlich. So verzeichnen manche Ärzte ihre Fälle nur mit Papier und Stift, andere tragen sie in ein elektronisches System ein. Manche erfassen auch Einzelfälle, andere nicht. Dadurch, dass es kein standardisiertes Verfahren gibt, erhält man von den Gesundheitsämtern sehr unterschiedliche Zahlen, die kaum vergleichbar sind.

Es gibt Hinweise darauf, dass Krätze wieder ansteigt

Wieso sprechen dann viele Ärzte von einer Zunahme? Es gibt einige deutliche Indizien, die auf einen Anstieg der Skabies-Erkrankungen hinweisen. Ein Beispiel dafür ist die deutschlandweite Statistik der Krankenhausdiagnosen. Seit 2011 schon registrieren die Kliniken steigende Krätze-Zahlen. Doch das sind nur die Härtefälle. Die meisten Skabies-Fälle aber werden ambulant oder gar zu Hause behandelt und sind folglich dieser Statistiuk gar nicht gelistet.

Auch die größten Krankenkassen haben auf Anfrage von rbb|24 ihre Daten ausgewertet und sehen einen Zuwachs. Die Kassen untersuchen dabei, wie viele Medikamente mit den Wirkstoffen Permethrin, Benzylbenzoat und Invermectin zur Behandlung von Skabies verschrieben wurden. Auch hier zeigt sich, dass im Jahr 2017 mehr Medikamente verschrieben wurden als im Jahr zuvor. Tendenz zu 2018: weiter steigend. Aber auch das ist nur ein Indikator.

Animation einer Sbabies-Milbe. (Quelle: imago)
Die Krätzmilbe ist Auslöser für die Erkrankung | Bild: imago

Die Kassen erfassen nämlich nicht, ob Patienten mehrmals behandelt werden oder wie viele Kontaktpersonen sich freiwillig mitbehandeln lassen. Denn Krätze ist eine Infektionskrankheit und kann durch längeren Hautkontakt, ein geteiltes Bett oder gemeinsam benutzte Kleidung weiterverbreitet werden.

Bis man sicher weiß, ob man sich angesteckt hat, können bis zu acht Wochen vergehen. Und das ist gefährlich: Wenn sich beispielsweise nicht alle Familienmitglieder vorsorglich mitbehandeln lassen, droht eine Neuinfektion. Zudem entstehen Kosten: Nur der Infizierte erhält eine kostenlose Behandlung. Alle anderen Mitbewohner des Haushalts müssen die knapp 30 Euro pro Person aus der eigenen Tasche zahlen.  

Wieso Krätze einen Tabubruch braucht

Dass man so wenig über die Hautkrankheit hört, liegt auch am Ruf der Krätze. "Es ist unangenehm und ein ekliges Thema", sagt Amtsarzt Christian Schulze. "Keiner wird damit hausieren gehen." 

Das Thema geht wortwörtlich unter die Haut. Viele glauben immer noch, dass Krätze mit mangelnder Hygiene zu tun hat. Ein Vorurteil, bei dem die meisten Ärzte nur abwinken. Im Endeffekt kann es jeden treffen – besonders im Winter, wenn es für die Krätzmilben einfacher ist, durch die trockene Hautoberschicht zu dringen.

Im Netz kursieren auch immer wieder Gerüchte, wonach Geflüchtete die Krätze eingeschleppt hätten. Belegen lässt sich das nicht. Zwar trete auch in Aufnahmelagern immer wieder Krätze auf, aber diese Fälle werden schnell diagnostiziert und behandelt. "Die kriegen die Tabletten und nach ein, zwei Tagen ist das kein Problem mehr", erzählt eine Medizinerin aus Brandenburg, die namentlich nicht genannt werden will. Auch in ihrem Landkreis gab es zu dieser Thematik schon Anfragen, etwa von der NPD.

Die wahren Gründe, warum es wieder vermehrt Krätze gibt, müssen noch erforscht werden. Ein möglicher Grund ist, dass sich Infektionskrankheiten meist in unterschiedlichen Zyklen verbreiten. Das heißt, alle 15 bis 30 Jahre kommt es wieder zu einem Hoch – das wäre auch im Fall der Skabies möglich. Erschwerend hinzukommt, dass sich Erkrankte schämen, über Krätze zu reden – und teilweise auch vor Partnern, WG-Mitgliedern oder ihrer eigenen Familie die Infektion verschweigen. Die verrufene Krankheit überfordert viele.

  • Was ist Krätze?

  • Wie bekommt man Krätze?

  • Ist Krätze ein Tabuthema?

Ähnlich ist das auch in dem kleinen Städtchen in Brandenburg passiert. Das Mädchen wurde mit einem Unbedenklichkeitsattest und einer Salbe zur Behandlung wieder zurück in die Schule geschickt. Ob die Behandlung wirklich angeschlagen hat, habe keiner kontrolliert, sagt Silvia. Dabei wäre es sogar die Pflicht des Arztes gewesen, das Kind erst wieder in die Schule zu lassen, wenn die Behandlung angeschlagen hat. Die Schule könne da nichts machen, erklärte man Silvia. Die Klassenlehrerin äußerte sich sogar abfällig gegenüber der Tochter, warum die Mutter überhaupt zum Gesundheitsamt gerannt sei.

*Die Mutter wurde aus Persönlichkeitsgründen von der Redaktion anonymisiert

Beitrag von Johanna Siegemund

Kommentar

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22 Kommentare

  1. 22.

    https://translate.google.de/#view=home&op=translate&sl=auto&tl=de&text=populum

    populum > latein > die Leute

    ich muss echt lachen ...Frau Dr. Prof. !!!

  2. 21.

    Und wieder erwischt es die Schwächsten der Gesellschaft: die Kinder, ältere Menschen und Kranke.
    Und sicher steigen die Zahlen seit 2011, haben aber 2015 extrem verstärkt, dass sich die Medien derer annehmen. Dann ist das Problem eklatant geworden. Die Fallzahlen steigen weiter und man kann nicht mehr zur Tagesordnung übergehen, die Sache unter den Teppich kehren.
    Sicher, es geht um Krätze und nicht um Hetze, wenn man kausale Zusammenhänge zu den Ereignissen von 2015 herstellt, herstellen kann.
    Plötzlich tauchen auch längst ausgerottet geglaubte Krankheiten wie Masern wieder auf.
    Wie schon geschrieben, wenn sich die Medien des Themas annehmen, scheint eine Gefahr für die Gesundheit Aller zu herrschen.

  3. 20.

    Ihre „Kommentare“ sind nicht nachvollziehbar, Ihre Äußerungen gegen Störenfrieda auch nicht. Ich kann ihr nur zustimmen, sehe es genauso.

  4. 19.

    @ Störenfrieda

    Ähnlich war doch die Ausgangslage und die damit verbundene Verbreitung von Krankheiten nach dem Großen Vaterländischen Krieg.
    Millionen Menschen, ohne
    - ärztliche Versorgung,
    - ausreichenden Wohnraum,
    - sanitäre Einrichtungen.
    Die Folge war die massive Ausbreitung von Milben, Läusen und Krankheiten.

    Warum also dieses, aus meiner Sicht, fast schon kindlich trotzige Beharren auf dem Standpunkt, >darf es nicht geben, gibt es also auch nicht<, da sonst eventuell, aus Ihrer Sicht, das erwünschtes Ziel konterkariert werden könnte?
    Warum erfolgt keine sachliche Herangehensweise an diese Thematik?

  5. 18.

    @ Störenfrieda
    Warum schreiben Sie z. Bsp. nicht:

    >>
    Menschen, d. in ihrer Heimat bereits bevor es zu kriegerischen Ereignissen, sozialen Unruhen, ethnisch, religiös motivierten Morden/Verfolgungen, ... kam,
    - nur minimal(st)e ärztliche Versorgung zur Verfügung stand (z. Bsp. Afghanistan 0,3, Äthiopien 0,03, Syrien 1,55 Ärzte pro 1.000 Einwohner), im Gegensatz zu Deutschland (4,13 Ärzte pro 1.000 Einwohner),
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_%C3%84rztedichte
    - denen außerdem monate- bis jahrelang nur minimalste, wenn überhaupt, sanitäre Einrichtungen, während ihrer Ortsveränderung, zur Verfügung standen u.
    - außerdem auf sehr beschränkten Raum zusammen lebten
    selbstverständlich stark erhöhten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt waren liegt in der Natur der Sache.

    Jetzt sollte es meiner Meinung jedoch allein darum gehen, dass diese Erkrankungen behandelt werden und weitere Ausbreitung verhindert wird.
    << ?

  6. 17.

    @ Störenfrieda

    Meiner Meinung nach beruht, Ihre Argumentation, die Ihres parteipolitischen, sozialen, ... Umfeldes auf einer fatalen Ausgangslage in der "Bewertung" bezüglich von Flüchtlingen, Migranten, Schutzsuchenden, Geflüchteten, ... .

    Ich bin der Meinung, dass
    diejenigen, die sich nicht von humanistischen Motiven leiten lassen, sondern von der Überlegenheit/Unterlegenheit unterschiedlicher Kulturen, Ethnien, sozialen Strukturen, ... und von Bereicherung zum Beispiel schreiben, sei es wie zu Zeiten
    - europäischer Kolonien,
    - innereuropäischer Kriege,
    - Verfolgung von Minoritäten,
    - oder durch Migration, ...
    einen gravierenden Fehler machen und somit damit einhergehende negative Ereignisse nicht (mehr) eingestehen können, bzw. wollen.

  7. 16.

    @ Störenfrieda
    >sowie d. TBC-Problematik, gab es schon Jahre vor d. Flüchtlingswelle. Traurig u. beschämend, dass das auch noch zu Populismuszwecken herhalten soll. <

    .
    D. RKI (Robert Koch Institut),
    https://tinyurl.com/y8seev5t (Wikipedia)
    veröffentlicht jährl. Berichte zur Entwicklung v. TBC Erkrankungen in Deutschland
    https://tinyurl.com/y8ca5mjl (RKI: Berichte zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland)
    u. auf Grund d. Entwicklung d. Wanderbewegungen, d. Einwohner Deutschlands,
    z. Bsp.: https://tinyurl.com/cyob6zv (Statistisches Bundesamt)
    sowie aus Daten d. einzelnen Berichte, wie z. Bsp. d. Staatsangehörigkeit (PDF Datei, Seite 21)
    https://tinyurl.com/gn64cuc
    lassen sich klare Zusammenhänge erkennen.

    Somit existieren nicht ausschließlich (Ihre) parteipolitisch, sowie auf Grund d. damit verbundenen sozialen Umfeldes, geprägte Aussagen, sondern, so meine ich, objektive Informationsmöglichkeiten.

  8. 15.

    Völlig richtig. Den Anstieg der Masern haben wir der Impfmüdigkeit der Bevölkerung zu verdanken und diesen, sowie die TBC-Problematik, gab es schon Jahre vor der Flüchtlingswelle. Traurig und beschämend, dass das auch noch zu Populismuszwecken herhalten soll. Was auch völlig unverständlich ist, dass immer noch viele mangelnde Hygiene als Ursache sehen. Wie auch bei Kopfläusen. Vor einigen Jahren hatte das in der Klasse meines Kindes zur Folge, dass sich aus falscher Scham die Läuse völlig ungehindert dann auch auf den Köpfen aller anderen Kinder einnisten konnten. Wir Eltern waren am Verzweifeln. Jeder wußte, welches Kind sie zuerst hatte, man kann aber niemanden zur Behandlung zwingen. Bis die Schulleitung endlich eingriff und das Kind nach Hause schickte. Da war die Mutter dann gezwungen zu handeln. Ich würde mir Aufklärung in allen Medien wünschen, ehe Krätze noch schlimmere Ausmaße annimmt.

  9. 14.

    Ich HABE beides zu Ende gelesen. Sie dürfen sich natürlich gerne von den anschließenden Beschwichtigungen und Relativierungen einlullen lassen. Und genauso habe ich das Recht, mich an die harten Fakten zu halten. Und zu diesen harten Fakten gehört dieses Zitat der ARD: "Die Zahl der Fälle von Krätze und Tuberkulose ist offenkundig durch den Andrang von Flüchtlingen gestiegen." Welches Wort haben Sie davon nicht verstanden?

    Ob die Einzelmeinung eines kleinen Amtsarztes im provinziellen Landkreis OHV zu verallgemeinern ist, nur weil sie zufällig Ihren Vorstellungen entspricht, darf ja wohl bezweifelt werden. Daß man im dörflichen geprägten OHV völlig andere Beobachtungen macht als in NRW bzw. in den Großstädten, liegt ja wohl auf der Hand.

    Haltungsjournalisten nach Art des Claas Relotius gehören zu einer aussterbenden Spezies, die niemand braucht. Bitte werden Sie sich dessen rechtzeitig bewußt.

  10. 13.

    Die Masern sind es nicht erst seit 2015. Und sie haben nichts mit diesem Jahr, sondern mit weniger Impfung zu tun. Die Tuberkolose ist auch schon etwas länger da. Ich lag 2008 mit Tuberkuloseverdacht im Krankenhaus, also deutlich vor 2015. HIV hängt mit der zunehmenden Sorglosigkeit beim häufig wechselnden GV zusammen. Hat es einen besonderen Grund, dass Sie Unwahrheiten verbreiten?

  11. 12.

    Lieber J.G., bitte beides zu Ende lesen und nicht nur das zitieren, was "passt". Der Amtsarzt setzt es im Interview ins Verhältnis: "Da kann man keinen Zusammenhang herstellen. Sonst müssten wir ja massenhaft Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen haben, das sehe ich hier so gar nicht. Wir hatten einige wenige Personen in einer Einrichtung, das wurde aber relativ schnell erkannt und behandelt. Wir haben viel, viel häufiger – und das ist für mich besorgniserregend – in Altenpflegeheimen Skabiesausbrüche." Und zu dem von Ihnen verlinkten Artikel auf tagesschau.de. Der von Ihnen zitierte Abschnitt geht noch weiter: "Populisten versuchen, Angst vor einer Epidemie zu schüren. Doch Experten geben Entwarnung." Und weiter im Text: "Wir stellen fest, dass 'unglaublich viele HIV-, TBC- und Krätzefälle' wie Winhart behauptet, durch das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Rosenheim nicht bestätigt werden können." Grüße aus der Redaktion

  12. 11.

    Sehen Sie sich bitte das Diagramm genau an. 2011 passiert da noch so gut wie gar nichts. Der Anstieg geht erst so richtig 2014/15 los. User Akatsuki hat also völlig Recht. Das Interview mit dem Amtsarzt ist unglaubwürdig. Dessen Behauptung, es gäbe in Gemeinschaftsunterkünften keine Skabies, ist unwahr.
    "Die Zahl der Fälle von Krätze und Tuberkulose ist offenkundig durch den Andrang von Flüchtlingen gestiegen. "
    https://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/fluechtlinge-krankheiten-101.html
    Daran ändern auch Relativierungen und Nebelkerzen nichts.

  13. 10.

    Entschuldigung, es ging um Krätze, nicht um Hetze. Sie haben sich verlesen - oder so. Wenn man wohl - aus Ihrer Sicht - die "richtige" Einstellung mitbringt, lassen sich offenbar Artikel lesen, auch ohne ihren Inhalt zu verstehen. Die meisten Menschen verlieren ja diese außergewöhnliche "Gabe" mit Beginn der Grundschule. Rechtspopulist*innen bis -extremist*innen versuchen eben verzweifelt und willkürlich, einfach jede Thematik für Rassismus und Co zu instrumentalisieren.

    Und ich stimme "Jörg" (Nr.7) ausdrücklich zu: "Volksgesundheit" ist eine politisch gewollte oder nicht genügend reflektierte Wortwahl, die eine direkte Anschlussfähigkeit an den "Volkskörper" bietet, einem homogenen Konstrukt des völkischen Nationalismus. Die öffentliche Gesundheit sollte frei sein von Ausschlüssen und Wertungen in Anlehnung an Ungleichwertigkeitsideologien. Ist sie leider nicht, wie sich zuletzt u.a. am Beispiel der Geflüchteten im Tempelhofer Hangar zeigte.

  14. 8.

    Mmmh. Komisch: Krätze, Tuberkulose, Masern, und alles seit 2015. Woran das wohl liegt?

  15. 7.

    Also ich würde doch mal die Brandenburger bitten ihre Begrifflichkeit zu überdenken. Volksgesundheit statt public healt oder in einem anderne Artikel Wehrführer und Kamerad bei der freiwilligen Feuerwehr.

    Volksgesundheit, Führer, Kamerad sind von Nazis gebrauchte Begriffe. Heute sote mensch diese nicht mehr benutzen.

  16. 6.

    Wieso? Was meinen Sie denn? Ein Amtsarzt hat uns im Interview folgendes berichtet: "Viel besorgniserregender ist Krätze in Altenpflegeheimen" https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2018/12/interview-kraetze-schulze-landkreis-oberhavel-brandenburg.html

  17. 5.

    Guten Tag, na aber gern doch. Haben soeben eine Info an unseren Datenjongleur und -manager geschickt. Wird sein erstes Mammutprojekt für 2019 :)Wird sind dran.

  18. 4.

    Liebe rbb|24, dann bitte noch die Grafikbedienungsanleitung für Tabletbenutzer ergänzen - und alles ist paletti. Oder *kicher* gleich ’ne ordentliche Grafik ohne Schnickschnack machen ;-) Beste Grüße!
    PS: Am Tablett in die Säulen des Diagramms tippen ...

  19. 3.

    "müssen noch erforscht werde". Ja nee, is klar. Das Diagramm ist beeindruckend und aussagekräftig. Da braucht sich niemand argumentativ verrenken und um den heißen Brei herumreden.

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