Mann in Berlin auf offener Strasse erschossen (Quelle: Morris Pudwell)
Morris Pudwell
Video: rbb|24 | 02.12.2018 | Bild: Morris Pudwell

Berlin-Charlottenburg - Mann in Berlin auf offener Straße erschossen

In der Rückertstraße in Berlin-Charlottenburg ist am Samstagabend ein Mann auf offener Straße erschossen worden. Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um einen 47-jährigen Deutsch-Albaner. Auch der mutmaßliche Täter ist tot.

In Berlin-Charlottenburg ist am Samstagabend auf offener Straße ein 47-jähriger Mann erschossen worden. Danach habe der mutmaßliche Täter die Waffe gegen sich selbst gerichtet, der 60-Jährige sei im Krankenhaus gestorben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag.  

Tatort nahe der U-Bahnstation Bismarckstraße

Zu der Tat kam es nach Polizeiangaben am Samstagabend gegen 20.40 Uhr auf einem Gehweg in der Rückertstraße. Das Opfer erlag seinen Verletzungen unmittelbar am Tatort. Die Leichen der beiden Männer sollten noch am Sonntag obduziert werden, mit einem Ergebnis sei frühestens am Montag zu rechnen, so die Polizei.

Ob sich der Schütze und das Opfer kannten - beide waren Deutsch-Albaner - und welche Verbindung sie zueinander hatten, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. "Es gibt Zeugen, die vernommen werden sollen", sagte die Sprecherin zu den nächsten Schritten der Mordkommission. Auch mit Angehörigen der beiden Männer werden die Ermittler demnach sprechen.

Am Tatort in der Nähe der U-Bahn-Station Bismarckstraße sicherten Fachleute am Samstagabend Spuren. Wie ein Augenzeuge sagt, soll sich in dem Gebäude auch ein Münzgeschäft befinden. Ob es mit der Tat in Zusammenhang steht, ist aber unklar.

Sendung: Radioeins, 02.12.2018, 08.00 Uhr 

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28 Kommentare

  1. 27.

    mal was aus dem Jahre 2002:

    http://www.spiegel.de/panorama/kriminalitaet-deutschlands-gefaehrlichste-grossstaedte-a-189842.html

  2. 26.

    Nachtrag. Zwei Sachen einfügen hat nicht geklappt:

    https://www.muenchner-wissenschaftstage.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Schoech.pdf

  3. 25.

    https://www.uni-muenchen.de/studium/studienangebot/lehrangebote/ringvorlesung/rv_08_09/abstract_schoech.html

    Bissle was zum Schmökern.

  4. 24.

    Du meine Güte! Wo haben Sie denn Ihre Weisheiten her? "...an jeder Ecke ein VoPo usw."
    Ist doch wohl sehr übertrieben dargestellt.
    Es geht ja hier nicht um die von Ihnen erwähnten "blauen Fliesen", sondern um Mord auf offener Straße! Aber man kann sich das heutige Berlin auch schönreden.

  5. 23.

    @ Gast
    >Statistiken helfen nicht weiter, wenn man nicht die sozialen Strukturen berücksichtigt.<

    .
    Und welche sozialen Strukturen machen denn Berlin und jetzt mittlerweile Frankfurt, welches nach neuesten Meldung Berlin in der Häufigkeitszahl Berlin ablöst hat, so besonders, dass in den Städten wahrscheinlich auch Gewaltdelikte Hochkonjunktur besitzen?

    Ich nehme jedenfalls nicht an, dass es in Berlin daran liegt, dass dort der Sitz des Deutschen Bundestags sich befindet, oder an der Frankfurter Börse, oder der Paulskirche.

  6. 21.

    Hallo Wladimir. Lang, lang ist’s her. Auch ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit, wo man in Westberlin zur mitternächtlicher Stunde getrost durch die Straßen gehen konnte, ohne Angst haben zu müssen. Selbst in den Eckkneipen gab es keinen Streß, wenn wir Langhaarigen mal auf ein Bierchen vorbeischauten oder Fassbrause aus dem Hahn tranken.

  7. 20.

    Was immer Sie sich denken. Morde sind meistens Beziehungstaten. Persönliche Motive halt

  8. 19.

    Kollateralschaden: "Ein bei einer militärischen Aktion entstehender Schaden, der nicht beabsichtigt ist und nicht unmittelbarem Zusammenhang mit der Aktion steht, aber dennoch in Kauf genommen wird."
    Überings Unwort des Jahres 1999!
    Zynisch!

  9. 18.

    @ IchMeinJaNur
    >Wen wollen sie denn m. diesem Märchen beeindrucken? RRG sorgt f. mehr Personal bei d. Polizei u. bei d. Justiz.<

    Nachdem linke Parteien jahrelang Stellen bei der Exekutive Stellen gestrichen hat.
    >Stellenabbau Auf Polizei können Berliner lange warten<
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/rot-rot-gruen-aus-dem-koalitionsvertrag-spricht-misstrauen-gegenueber-der-polizei-25116834

    .
    >Natürlich kann man d. jahrzehntelangen Sparzwang, verursacht durch Größenwahn u. krummer Geschäfte v. Leuten m. cDU Parteibuch, nicht sofort rückgängig machen.<

    Die letzte Schwarze Regierung, ohne Beteiligung der SPD, hatte Berlin bis 02.12.1990.
    Dafür hatte Berlin Geld für mehr kostenlose Sozialleistungen (für die Bezieherinnen und Bezieher natürlich nur) als Bayern zum Beispiel parat.
    (Nur zu. Ich warte schon auf die "kritische" Fragen, welche das sein sollten.)

  10. 17.

    Berlin war schon immer speziell, aber was seit einigen Jahren hier passiert gab es früher nicht. Und wie bereits erwähnt in einem anderen Kommentar könnte man sich entspannt in Berlin bewegen. Doch mittlerweile ist man tagsüber in Bus und Bahn auf alles eingestellt. Und RRG ist nur in Teilbereichen bereut etwas zu tun und die SPD hat das Boot endgültig zum sinken gebracht mit dem Sparwahn von Wowereit

  11. 16.

    Na klar...im abgeriegelten Ostberlin vielleicht. Da stand auch an jeder Ecke ein VoPo und auf 10 Einwohner ein Stasispitzel.

    Da mußte man eher davor Angst haben.

    Die Kriminalität war wahrscheinlich tatsächlich geringer, was wollte man im Osten denn auch schon klauen? Was von Wert gab es nur für "blaue Fliesen".

    Und Banküberfälle gab es bekanntlich gar keine, man mußte ja auf das Fluchtauto 10 Jahre warten. :-D

  12. 15.

    Ob sich die beiden Deutsch-Albaner kannten? In deren Ursprungsland gibt es bis heute noch die Blutschande und deren Sühne. Noch Fragen?

  13. 14.

    Ich kenne noch eine Zeit in Berlin da konnte man sich Tag und Nacht ohne Angst in Berlin bewegen.
    Selbst durch einsame Strassen ohne großartige Beleuchtung konnte man sich ohne Angst bewegen.
    Das war in den 70ziger Jahren.

  14. 13.

    Nonsens? Deutschland hat nur eine echte Großstadt im internationalen Vergleich. Münster mit Berlin zu vergleichen macht keinen Sinn. Statistiken helfen nicht weiter, wenn man nicht die sozialen Strukturen berücksichtigt. Oder würden Sie auch Zehlendorf mit dem Wedding statistisch vergleichen was die Starftaten anbelangt?

  15. 12.

    Wir wollen ein buntes Zusammenleben, dann müssen wir auch mit Kollateralschäden leben. In allen Metropolen gibt es ähnliche Probleme. Liegt daran, dass einige viel, andere nichts haben, einige recht schaffend, andere kriminell sind. Es kann kein Einheitsbrei in der Gesellschaft geben.

  16. 11.

    Wen wollen sie denn mit diesem Märchen beeindrucken? RRG sorgt für mehr Personal bei der Polizei und bei der Justiz. Natürlich kann man den jahrzehntelangen Sparzwang, verursacht durch Größenwahn und krummer Geschäfte von Leuten mit cDU Parteibuch, nicht sofort rückgängig machen. Immerhin wurde unter schwarz/rot jahrzehntelang kaputt gespart auf Teufel komm raus.

  17. 10.

    @ Gast
    >Eine Metropole von über 3,5 Mio Einwohnern. Wir sind nicht auf dem Dorf. Großstädte sind so.<

    .
    Allein dieses ständige argumentieren mit der Einwohnergröße und dem damit abängigen Ausmaß an Kriminalität ist aus meiner Sicht absoluter Nonsens.
    Aussagekräftiger ist, zumindest aus meiner Sicht, die Häufigkeitszahl (Delikte je 100.000 Einwohner)

    Statistisches Bundesamt>Städte in Deutschland mit der höchsten Zahl von polizeilich registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2017<
    Berlin - 14.254
    Dresden - 14.090
    ...
    Münster - 9.383
    Chemnitz - 9.341
    Und gar nicht mehr auf dieser Liste des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht.
    München - 6128 (Wert dem zitierten Bericht der Süddeutschen Zeitung entnommen; 16.03.17 >München ist die sicherste Großstadt Deutschlands<)
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/kriminalitaet-muenchen-ist-die-sicherste-grossstadt-deutschlands-1.3423226

  18. 9.

    Dann hätte das Geschehen mit Adventskerzen stattgefunden? *augenroll*

    So ist das nun einmal in einer Großstadt. Ist doch noch harmlos gegen das im Kaiserdamm in die Luft gejagte Auto.

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