29.12.2018 Ein Auto ist in eine Gruppe von Menschen gefahren an der Ecke Osloer Straße/ Prinzenallee (Quelle: Morris Pudwell)
Video: rbb|24 | 29.12.2019 | TV News Kontor | Bild: Morris Pudwell

Zustand eines Unfallopfers sehr kritisch - Autofahrer rast in Fußgängergruppe

Ein Autofahrer ist in der Nacht zum Samstag in Berlin-Gesundbrunnen in eine Menschengruppe gerast. Dabei wurden fünf Menschen schwer verletzt, eine Frau schwebt in Lebensgefahr. Entgegen ersten Polizeiangaben war der Fahrer nicht betrunken.

Ein Autofahrer ist in den Nacht zu Samstag in Berlin-Gesundbrunnen in eine Gruppe Fußgänger gerast. Dabei wurden nach Angaben der Polizei fünf Menschen schwer verletzt, eine 28-jährige Frau schwebt in Lebensgefahr. Ihr Zustand wurde als "sehr kritisch" beschrieben.

Bei den übrigen Verletzten handelt es sich laut Polizei um eine 29 Jahre alte Frau sowie zwei 28-Jährige und einen 31-jährigen Mann.

Fahrer soll rote Ampel überfahren haben

Der BMW-Fahrer war den Angaben zufolge auf der Osloer Straße in Richtung Bornholmer Straße unterwegs, wo er laut Zeugen an der Prinzenallee eine rote Ampel missachtete. Auf der Kreuzung sei der Wagen ins Schlingern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die auf dem Gehweg stehende Fußgänger-Gruppe gefahren, die gerade bei Grün die Osloer Straße in Richtung Wollankstraße überqueren wollte.

Das Auto kam schließlich am Gartentor eines Biergartens zum Stehen. Es wurde sichergestellt, um ein technisches Gutachten erstellen zu lassen.

Alkoholtest war negativ

Entgegen ersten Informationen war der 30 Jahre alte Fahrer nicht betrunken, wie eine Polizeisprecherin sagte. Auch gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass er unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand. In einer Gefangenensammelstelle habe sich der Mann freiwillig einer Blutprobe unterzogen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Nach einer Vernehmung sei er gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung entlassen worden.

Sendung: Inforadio, 29.12.2018, 8:00 Uhr

Kommentar

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17 Kommentare

  1. 17.

    Sie haben natürlich recht, wir sind ein Rechtsstaat und das ist richtig und gut so. Vorverurteilungen sind nicht angebracht und es muss natürlich erst geklärt werden, ob der Unfallfahrer schuld an dem Vorfall hat. Aber trotz diesbezüglich hoch erhobenem Zeigefingers sollte nicht vergessen werden, dass die Erfahrungen zeigen, dass selbst bei verschuldetem Unfall die Strafen meist sehr mild sind und die Opfer selten angemessen unterstützt und entschädigt werden. Das bestürzt und empört, das sind ganz normale Gefühle, die sollten auch erlaubt sein.

  2. 16.

    Hier für alle, die offenbar den Fahrer gleich in den Knast gesteckt sehen möchten:

    https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__112.html

    Wir sind ein Rechtsstaat. Und das ist sehr gut so.

  3. 15.

    Die Tatsache, dass ein Autofahrer ohne Grund Menschen schwer verletzt und dann freigelassen wird macht, mich fassungslos. Wenn man eine Tat begeht, dann ist man auch dafür verantwortlich. Wenn sich später rausstellt, dass es evtl. technisches Versagen war (was ich nicht glaube), dann kann man über ein mildes Urteil nachdenken. Anderenfalls ist es einfach nur Täterschutz. Da sind wir in Deutschland wirklich Weltmeister.

  4. 14.

    Ihre Frage ist berechtigt. Die Polizei kann auch nicht mehr tun, als zu ermitteln. Ich versetzte mich nur in die Lage der Opfer. Es ist sehr schwer zu ertragen, dass Menschen durch einen Unfall völlig aus dem Leben gerissen werden und der Verursacher geht dann heim. Wir erlebten das vorletztes Jahr im Freundeskreis. Der Fahrer kam, trotz überhöhter Geschwindigkeit und eines nicht nachvollziehbaren Fahrfehlers, mit einer Geldstrafe davon. Unser Freund bleibt behindert und ist mit Anfang 50 berufsunfähig. Daher mein Entsetzen.

  5. 13.

    Ihr Kommentar ist in vielerlei Hinsicht befremdlich. Selbst "Nichtautofahrer" haben das Recht sich zu Allem zu äußern. Zudem würde ich Sie bitten, den Zusammenhang zwischen dem "Wohlstand" des Staates und diesem Unfall zu erklären. Und nein, Sie irren sich auch diesbezüglich. Auch ich fahre Auto. Inzwischen aber so selten es geht. So wie es alle verantwortungsbewußten Bürger tun sollten. Das war wohl nichts. Trotzdem einen guten Rutsch :-)

  6. 10.

    Hallo Steffen, ich höre aus dem Beitrag von Klartext, #3, nicht Neid, sondern Empörung, Ironie und Resignation über die Selbstüberschätzung und Verantwortungslosigkeit mancher Autofahrer. Wenn ich manche agieren sehe, etwa in der 30er Zone vor der Haustür, wehen mich jedenfalls solche Gefühle an. Wenn was passiert, sind die dann oft noch so feige, den Kontakt mit den Geschädigten zu meiden.

  7. 9.

    " Autofahrer in Deutschland haben es wahrlich gut"
    ...und Nichtautofahrer (Plural) haben immer etwas zu sagen, obwohl sie nicht im geringsten zum Wohlstand des Staates beitragen.

  8. 8.

    Und was soll mit dem Autofahrer passieren? Offenbar ist weder der Grund für das Geschehene klar, noch hat er sich der Aufklrärung widersetzt. Es wird gegen ihn ermittelt, was erwarten Sie denn von der Polizei?

  9. 6.

    Die meisten Menschen glauben, dass das Auto ein sicheres Fortbewegungsmittel sei, von daher sind sie dann immer überrascht wie schnell jemand oder man selbst die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Ein Blick in die Unfallstatistik aber belegt, dass das Auto auf keinen Fall sicher ist, vor allem wegen dem menschlichen Faktor. Eine "Unachtsamkeit" genügt. Diese Unachtsamkeiten werden immer als Einzelfall gesehen, aber der Mensch ist einfach sehr fehleranfällig.

  10. 5.

    Er war also nicht betrunken. Geht aber heim. Während eine junge Frau um ihr Leben kämpft und die Anderen diesen Unfall noch nicht einmal annähernd verarbeitet haben können. Super. Autofahrer in Deutschland haben es wahrlich gut. Die Angehörigen stehen jetzt garantiert doppelt unter Schock. Ich hoffe für die Verletzten, dass sie bald genesen sein mögen.

  11. 4.

    @rbb Laut Polizei zuerst "betrunkener Autofahrer", jetzt doch nicht?! Sind die eingesetzten Geräte so fehlerhaft, oder wie kam die Polizei zu ihrer ersten Feststellung?

  12. 3.

    Manche Autofahrer haben das Recht zu trinken ,wie in diesem Fall,wo es ein BMW-Fahrer ist,auch Mercedes _Fahrer haben das verbriefte Recht zu trinken,wie ich es selbst erlebt habe,dieser fur einen Kradfahrer um,er war so besoffen ,daß er nicht mehr stehen konnte,da bleibt eben nur noch das Auto, um nach Hause zu kommen!

  13. 2.

    Aus ungeklärten Gründen? Betrunken ist kein Grund?

  14. 1.

    Gute Besserung und eine schnelle Genesung den Verletzten und ausserdem viel Kraft den Schwerverletzten und ihren Angehörigen; ich hoffe das Bild zeigt nicht den Unfallwagen. Bleibt zu hoffen, dass die Polizei in den kommenden Tagen stärker kontrolliert - dafür schon mal herzlichen Dank im voraus - auch an alle Retter*innen.
    @rbb "Der [betrunkene] Autofahrer kam aus bisher ungeklärten Gründen [sic] von der Fahrbahn ab."

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