Der abgebrannte Dachstuhl des "Eiswerks" in Berlin-Mitte (Quelle: imago/PEMAX)
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Audio: radioBerlin 88,8 | 07.12.2018 | Bild: imago/PEMAX

Großfeuer in Berlin-Mitte - "Eisfabrik": Polizei geht nicht von Brandstiftung aus

Nach einem Großbrand auf einer Baustelle in Berlin-Mitte geht die Polizei nicht von Brandstiftung aus. Stattdessen vermuten die Ermittler, dass "nicht sachgerecht ausgeführte Arbeiten" die Ursache für das Feuer sind, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag.

In der denkmalgeschützten "Eisfabrik" in der Köpenicker Straße brannte am Mittwochabend ein Dachstuhl auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern. Rund 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie verhinderten, dass das Feuer auf angrenzende Gebäude übergriff. Laut Feuerwehr wurde niemand verletzt.

Bauprojekt des Investors Trockland

Der Investor Trockland lässt das frühere Fabrikgebäude derzeit umbauen. Bis 2021 sollen in der früheren Eisfabrik Mietwohnungen und Gewerberäume entstehen. Zwei Mitarbeiter des Investors prüften noch am Mittwochabend, ob die Schäden womöglich die Bauzeit verlängern.

Trockland ist in Berlin für mehrere seiner Bauobjekte bekannt. Unter anderem ringen derzeit Trockland und der Berliner Senat um die Pläne für eine Bebauung am Checkpoint Charlie.

Trockland plant dort unter anderem Geschäfte und ein Hotel zu bauen. Der Berliner Senat verkündete Anfang der Woche jedoch, die dafür bislang geplante Fläche zu reduzieren. Als Grund nannte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zweifelhafte Hinterleute von Trockland und fragwürdige Quellen des Investitionskapitals genannt. Das Unternehmen hatte den Senat dafür scharf kritisiert.

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