Ein Feuerwerk ist während Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor zu sehen.
Video: Abendschau, 01.01.2019 | Arndt Breitfeld | Bild: ZB/dpa/Monika Skolimowska

Silvester in Berlin - Hunderttausende begrüßen 2019 am Brandenburger Tor

Zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor feierten Hunderttausende Menschen aus aller Welt in das neue Jahr. Der Andrang war riesig, schon lange vor Mitternacht waren die Zugänge zu der Partymeile geschlossen.

Mit festlichem Feuerwerk und einer friedlichen Riesenparty haben Hunderttausende im Herzen Berlins das neue Jahr begrüßt. Deutschlands größte Silvesterparty fand in diesem Jahr unter dem Motto "Welcome 2019" statt. Bei milden Temperaturen war der Andrang groß.  

Schon anderthalb Stunden vor Mitternacht hatte die Silvester-Festmeile wegen Überfüllung ihre Eingänge dichtgemacht. "Die Zugänge sind nun geschlossen, es kommt niemand mehr rein", berichtete eine Sprecherin der Veranstalter in Berlin. Das Party-Areal reichte vom Brandenburger Tor weit entlang der Straße des 17. Juni.

Auf der Bühne: DJ Bobo, Bonnie Tyler, Alice Merton

Das Programm am Brandenburger Tor startete um 19 Uhr. Unter anderem traten DJ Bobo, Bonnie Tyler, Alice Merton, Nico Santos und Eagle Eye Cherry auf. Pünktlich zur offiziellen Eröffnung der Partymeile um 14 Uhr hatten sich die ersten Gruppen auf dem Gelände ihre Plätze gesichert. Vor den Eingängen bildeten sich schon früh lange Schlangen.

An den Eingängen fanden strenge Sicherheitskontrollen statt: Feuerwerk, Flaschen, spitze Gegenstände und größere Taschen waren auf dem Party-Areal verboten. Die Polizei warnte vor Taschendieben.  

Viele Straßen sind gesperrt

Wegen der Party sind bereits seit Freitag einige Straßen gesperrt: Die John Foster-Dulles-Allee, die Scheidemannstraße, die Behrensstraße zwischen Wilhelm- und Ebertstraße und die Kronprinzenbrücke in Richtung Otto-von-Bismarch-Allee. Hier kommen nur Anlieger und BVG-Busse durch. Die Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Brandenburger Tor ist bereits seit fünf Tagen dicht. Auch am Pariser Platz und Unter den Linden muss am Neujahrstag noch mit Sperrungen oder Behinderungen durch Aufräumarbeiten gerechnet werden.

Rund um die Partymeile sorgten Tausende Polizisten für Sicherheit. Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, Benjamin Jendro, forderte am Silvestermorgen im rbb-Inforadio, dass die Beamten mit Respekt begegnet werden sollten. Es sei nicht ihre Aufgabe, sich selbst in Gefahr zu begeben, sagte Jendro.

Feuerwehr sorgt sich wegen zunehmender Gewalt

Die Feuerwehr war in der Silvesternacht in der ganzen Stadt mit 1.400 Einsatzkräften unterwegs. 500 davon kämen von Freiwilligen Feuerwehren, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Sonntagabend im rbb. Ohne sie sei die Silvesternacht nicht zu bewältigen. Kirstein warnte vor illegalen Feuerwerkskörpern.

Zuletzt hatte es auch immer mehr Angriffe auf Einsatzkräfte gegeben. Die Feuerwehr betrachte diese Entwicklung mit Sorge, erklärte Kirstein. In einem solchen Fall müsse man sich vom Einsatzort zurückziehen.

Sendung: Inforadio, 01.01.2019, 6.00 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

20 Kommentare

  1. 20.

    Also mit einem grossen offiziellem Feuerwerk kann ich mich noch weniger anfreunden. Da werden unsere Steuergelder im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft geblasen. Das Londoner Feuerwerk kostet ca. 3,5 Mio EUR (davon kann man eine ganze Schule renovieren). Davon werden gerade einmal 25% durch horrende Eintrittspreise (gut 10 EUR pro Person) wieder reingeholt. Dann doch lieber, wenn jemand meint, unbedingt sein eigenes Geld verpulvern zu müssen.

  2. 19.

    Die Alterung der Gesellschaft ist hier klar erkennbar!
    Die BZ (kein Blatt, das man 'lesen' sollte) beschreibt diese 'Party' als lahm, playback und bis auf 'DJ Bobo(!)' vollkommen stimmungslos. Zahlreiche Tweeds bemitleiden die armen Touristen, welche sich dort die Beine in den Bauch standen.
    Auch in den Kommentaren ist zu erkennen, dass Viele wie Oppa und Omma nach Verboten schreien. Überall.
    Ich für meinen Teil (und da kann ich getrost für unseren Straßenabschnitt sprechen), kann behaupten, dass NIEMAND sein Feuerwerk unten unsachgemäß abgebrannt hatte. Lag vllt. auch am etwas älteren Klientel. Lediglich ein paar Jugendliche hatten wieder SSW's und somit illegale Munition (VS). Doch selbst diese wurde in den Himmel gefeuert.
    Anhand der Masse, die geknallt haben, kann man erkennen, dass es für einen Großteil der Menschen zum Jahreswechsel dazu gehört. Idioten gibt es überall und dem GROßTEIL friedlich feiernder Feuerwerksenthusiasten sollte man nicht komplett alles verbieten!

  3. 18.

    >>. Was aber in Berlin schwerlich zu bewerkstelligen ist, da Polen nicht weit. Ein komplettes Verbot wird es in dieser Stadt wohl nicht geben. <<

    Warum sollte es das nicht geben? Wenn es ein kleines Dorf in Brandenburg schafft (oder war es Sachsen-Anhalt?), umgeben von der herumböllernden Republik, wo es dann bereits ein Dorf weiter Böller gibt und man gar nicht bis Polen muss, wieso sollte dann in Berlin kein Verbot möglich sein?
    Sicher ist: die Böller-Reviermarkierer und üblichen Verdächtigen werden sich sicher über das Verbot hinwegsetzen. Der Großteil dürfte sich aber dran halten, wenn er nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten möchte. Gewiss problematisch mit den zu wenigen Einsatzkräften: dem beizukommen.
    Vielleicht im Vorfeld aber mehr Kontrollen mit Fokus auf die üblichen Verdächtigen?

  4. 17.

    Sie weichen mit Ihrer Antwort aus und schreiben anderen vor wie diese sich zu verhalten haben. Die meisten Menschen feiern an Silvester vorbildlich und können auch mit Pyrotechnik gut umgehen. Ich bin kein Befürworter von dieser sinnlosen herumballerei und schon gar nicht wenn dabei Menschen zu Schaden kommen oder angegriffen werden. Deshalb bin ich auch grundsätzlich für ein Verkaufsverbot von „Böllern“. Was aber in Berlin schwerlich zu bewerkstelligen ist, da Polen nicht weit. Ein komplettes Verbot wird es in dieser Stadt wohl nicht geben.

  5. 16.

    Ich empfehle: erstmal nüchtern die Sache betrachten... ;)
    Wäre schön, wenn all die Ballermänner sich wenigstens an das halten, was vorgeschrieben und Gesetz ist. Das wäre schön mal sehr viel wert.
    Dann die private Reviermarkiererei, sorry: Knallerei ganz verbieten und die, die sich mit sowas auskennen - nämlich die Pyrotechniker - dran lassen.
    Sonst wäre vielleicht auch noch zu erwägen, eine Art "Schein" für das Herumhantieren mit Zündstoff einzuführen. Das gilt auch für verbale Zündeleien btw.

  6. 15.

    Sie schreiben von „Wildtieren“ und ich habe Ihnen darauf geantwortet. Nun kommen Sie mir mit solch hanebüchener Geschichte. WAS WOLLEN SIE? Ich bin ein großer Tierfreund und daher besitze ich keine Tiere zuhause und betuddel diese. Reicht Ihnen das, oder wollen Sie mir weiterhin einen Tunnelblick vorhalten(?) Falls es Ihnen entgangen ist, der größte Welt Lieferant an Feuerwerk und Böllern „China“ verbietet zum Neujahrfest seinen Bürgern das BALLERN. Der Grund, die Umweltverschmutzung, der Feinstaub etc.pp. Noch Fragen?

  7. 14.

    Lieber Lothar, ich glaube, sie sollten Ihre Tunnelblickbrille mal absetzen und nicht in mich etwas hineinprojizieren, was da nicht ist. Ich besitze kein Haustier, da ich Tierhaltung schlechthin nicht für artgerecht halte. Ich halte aber auch 7,8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, die aus irgendwelchen mir völlig schleierhaften Gründen tonnenweise Feuerwerk in die Luft jagen wollen an einem dafür willkürlich auserkorenen Tag für völlig unnatürlich und dem Planeten generell nicht für zuträglich (gilt generell für genannte Anzahl von der Spezies).

  8. 13.

    Hallo Helene,klar kenne ich Wildtiere hier i.d. City. Mäuse, Ratten und frei herumstreunende Katzen, Füchse, Wildschweine, Vögel. Übrigens letztere haben die Möglichkeit zu fliegen und werden das auch sicherlich tun. Beispiel: Als damals noch über ne Millionen Menschen die Love Parade frönten und die Musik derartig laut war, die Bässe nur so in die Magengegend wubberten, bin ich spaßeshalber 50 Meter rein in den Tiergarten um dort zu sehen zu hören wie unsere Vogelwelt das Spektakel aufnimmt. Siehe da, es wurde weiterhin gezwitschert, geträllert, je nachdem. Also liebe Helena, den Wildtieren geht das sowas am A.......vorbei, da sie sich notfalls verkriechen können. Anders verhält es sich mit den Zootieren, aber Wetten, dass diese empfindsamen Geschöpfe durch ihre Pfleger*innen besonders behandelt werden. Zur Not mit etwas aus der Pharmaindustrie gefällig? Wildtiere in Gefangenschaft zu halten ist ein sehr zweischneidiges Unterfangen. Ein frohes, gesundes neues Jahr wünsche ich Ihnen.

  9. 12.

    Es geht nicht nur um ein paar Deppen, die sich nicht an die Regeln halten (leider auch letzte Nacht wieder...). Es geht um die Umwelt, Luftverschmutzung, den liegengebliebenen Dreck und die Lärmbelastung für Mensch und Tier. Abgesehen davon, dass das den Rettungskräften nicht mehr zuzumuten ist. Während wir fröhlich anstoßen, sind die am Limit und drüber hinaus. Das Herunterspielen der Problematik macht sie nicht undramatischer. Trotdem ein gesundes, neues Jahr!

  10. 11.

    Zuersteinmal, haben wir im Sandkasten zusammen gespielt, dass Sie mich Duzen? Diese Gepflogenheiten können Sie getrost auf Fakebook u.Co betreiben. Mir ist voll und ganz bewusst, mit was unsere Feuerwehr an solch einem Tag zu tun bekommt. Ich gehöre nicht zu den Deppen u. Dumpfbacken die meinen draußen wahllos auf Mitmenschen ihre Böller abzuknallen, gar Rettungskräfte anzugreifen. Zudem habe ich im meinem ganzen Leben noch nicht Geld für so etwas ausgegeben, bin aber kein Freund von staatlich angeordnetem Feuerwerk. Es geht im übrigen ganz einfach, weg mit den Böllerverkauf und ja weiterhin zu den Feuerwerken. Das wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung. Ein komplettes Verbot halte ich für nicht gegeben, denn es wird auch bei einem Verbot geballert das es nur so kracht. Und seien es auch nur die vielen Schreckschußpistolen die gerne an so einem Tag ausprobiert werden. Schönen Tag noch.

  11. 10.

    Schade, wenn Realisten hier Naivität unterstellt wird. Hunderttausende feiern friedlich und ein paar Deppen benehmen sich wie immer daneben. Da muss man nicht gleich ein Fass aufmachen und Verbote fordern. Im übrigen.... Frohes Neues Jahr !

  12. 7.

    apropos Partymeile, abgesperrte Straßen: Gibts irgendwo noch eine Skizze, wie groß diese Partyzone eigentlich war? Ein Freund fragte mich...

  13. 6.

    Man kann auch maßlos übertreiben, so wie Sie. Ich bin heute um 17Uhr auf die Straße gegangen und konnte wunderbar Luftholen. Kein Pulvergeruch in der Luft. Kleinkinder mit ihren Eltern unterwegs und der Pappa zündet die Lichter an. Dann stehen alle brav abseits und genießen das Feuerwerk. Klar gibt es immer wieder die üblichen Verdächtigen, die sich wichtig tun in der Gruppe und mit Ihrer Pistole in die Luft ballern, das es nur so kracht. Oder schnell mal ein Böller aus dem Fenster oder vom Balkon geworfen. Doof aber leider nicht vermeidbar.Genau wie d.TV Program. Schön auch zu sehen, das kaum Autos unterwegs sind. Der Wagen könnte ja was abkriegen;-) Nee, so ganz vermießen lassen muß man sich diesen Tag nun auch wieder nicht. Im übrigen haben die meisten Doppelfenster in den Wohnungen, da kommt auch die Knallerei nicht vollends durch. Nicht wahr Ihr Lieben Tierfreunde. Und wem das sowieso zuviel da draußen ist, kann sich ja einigeln zuhause mit Kopfhörer auf. Guten Rutsch allen.

  14. 5.

    Feiert alle schön und verballert euer Geld, ich habe es mir gerade gemüdlich gemacht bei Häppchen und Bouletten und Kassler und Apfelschorle und vieles mehr. Ich brauche keine Partymeile.
    Allen Mitarbeiter/innen des rbb Guten Rutsch und macht weiter so !
    Also, auf ein gutes Neues Jahr in Frieden und etwas mehr Sicherheit und bleibt alle gesund

  15. 4.

    Ist ja eigentlich schon ein nices Event, und es freut mich ja auch das es so gut angenommen wird. Sind ja auch neben vielen Gästen aus ganz Deutschland auch viele internationale Gäste auf diesem Event und generell zum Silvester feiern in der Stadt.

    Die Prioritäten sind da unterschiedlich, ich würde mich auf so einem Event zu bedrängt fühlen, sind mir zu viele Personen auf begrentzem Raum, und auch das Programm ist ja nicht durchgängig so, dass es dem Geschmack entspricht. Man ist halt dann auch nicht so flexibel.

    Ich persönlich will ja Feuerwerk zünden was dort natürlich auch nachvollziehbaren Gründen nicht möglich ist. Generell hoffe ich, dass größere Eskalationen und Zwischenfälle in der Silvesternacht ausbleiben und es friedlich bleibt.

    Bei den Störenfrieden, Chaoten und Kriminellen die gegen die Gesellschaft und den Staat aufbegehen wollen oder allgemein stören und andere Personen schaden wollen, von einer durchgreifenden Polizei geschnappt werden.

  16. 2.

    Liebes RBB24-Team,
    auch Ihnen wünsche ich einen guten Rutsch und Alles Gute für 2019. Danke für Ihre Geduld an dieser Stelle, was bei so manchem Kommentsr sicher nicht einfach ist. Schließlich müssen Sie ja auch all diese , teils unterirdischen Ergüsse hier lesen und nicht selten sind die Leute nach dem 3. oder 4. Post nicht mehr beim Thema sondern in ihrer eigenen Welt.
    ALso auch für 2019: Gute Nerven :-)

  17. 1.

    1. wünsche ich mir immer noch, dass es nur ein offizielles Feuerwerk in Berlin gibt und die private Knallerei verboten wird. Wenn das in London geht, weshalb nicht in Berlin.Hier wird seit 3 Tagen mit steigender Intensität geböllert. Spätestens um Mitternacht bekommt man draußen kaum noch Luft.
    2. wünsche ich mir, dass Rücksicht auf alle Einsatzkräfte genommen wird. Der Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Sanitätskräften ist auf einem Tiefpunkt und das geht gar nicht. Dieser Verrohung muss Einhalt geboten werden. Wer diese Menschen während ihres Einsatzes gefährdet verdient m.E. deutlich mehr als nur Geld-oder Bewährungsstrafen.



Das könnte Sie auch interessieren

ARCHIV - Ein Waldbrand in der Nähe von Jüterbog in Brandenburg am 04.06.2019 (Quelle: dpa/Julian Stähle)
ZB

Waldbrandgefahr in Brandenburg - "Die Situation ist angespannt"

Bis zu 39 Grad soll es in dieser Woche heiß werden, entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr in Brandenburg. Vier Landkreise sind bereits bei der höchsten Stufe 5, weitere werden wohl folgen. Es werden ungute Erinnerungen an das Brand-Jahr 2018 wach.