Polizisten mit Maschinenpistolen sichern am 19.10.2018 einen Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen in Mitte. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Überfall auf Geldtransport in Mitte - Berliner Polizei nimmt mutmaßlichen Geldräuber fest

Sechs Wochen nach dem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Mitte hat die Polizei einen mutmaßlichen Täter gefasst. Der 38-jährige Mann wurde am Freitag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Er stehe unter dem dringenden Verdacht, zusammen mit vier anderen Männern am 19. Oktober den Geldtransporter überfallen und ausgeraubt zu haben. Auf der Flucht schossen die Männer auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte.

Der festgenommene 38-Jährige soll in Beziehung stehen zu einem der polizeibekannten kriminellen Clans der Stadt. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat der Mann eine ungeklärte Staatsangehörigkeit. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Haftbefehl ausgestellt, er sitzt in Untersuchungshaft.

Dem Verdächtigen wird deshalb neben schwerem Raub auch versuchter Mord vorgeworfen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand die Kriminalpolizei Beweise, die im Zusammenhang mit dem Überfall standen, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Was genau gefunden wurde, sagten die Ermittler nicht. Ebenso wenig, ob es schon konkrete Hinweise zu den Komplizen gibt. 

Mit Waffen bedroht

Am Tattag war der Geldtransporter nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Schillingstraße in Berlin-Mitte von zwei Autos gestoppt worden. Der nun Festgenommene soll daraufhin mit den vier anderen Männern die Besatzung des Transporters mit Schnellschusswaffen bedroht haben.

Beute machten die Täter aber offenbar nicht. Sie hebelten zwar die Tür des Fahrzeugs auf und nahmen einen mehrere Kisten mit Geld heraus. Während der Flucht aber verloren die Täter eine Kiste, später bauten sie einen Unfall und ließen das Fahrzeug mitsamt den restlichen erbeuteten Kisten zurück. Sie setzten ihre Flucht offenbar mit dem zweiten Fahrzeug gemeinsam fort.

Sendung: Inforadio, 03.12.2018, 15:40 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Bei so einem brachialen Überfall, war doch klar, dass es wieder die Araberclans waren. Irgendwoher muss ja das Geld kommen.

  2. 3.

    Guten Morgen,

    bei der Nennung von Nationalitäten bei Straftaten setzen wir folgende Maßstäbe an:
    https://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_12____diskriminierungen

    Freundliche Grüße
    rbb|24

  3. 2.

    Wenn er die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen würde hätte der RBB es geschrieben. Wird die Nationalität nicht erwähnt, ist es wohl kein Deutscher. Siehe Bericht über Razzien in Brandenburg, wegen dem Handeln mit Drogen.

  4. 1.

    Respekt für den beachtlichen Fahndungserfolg bei bisher ungeklärter Staatsangehörigkeit.

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