Rettungskräfte sind am 29.12.2018 an einem Unfallort in Berlin-Gesundbrunnen im Einsatz, wo ein Autofahrer in eine Fußgängergruppe gefahren ist. (Quelle: dpa/TeleNews)
Bild: dpa/TeleNews

Auto in Fußgängergruppe gefahren - Frau stirbt zwei Tage nach Unfall in Berlin-Gesundbrunnen

Fünf Personen wurden schwer verletzt, als ein Autofahrer am vergangenen Samstag in eine Gruppe von Fußgängern fuhr. Eine von ihnen starb jetzt im Krankenhaus. Warum es zu dem Unfall kam, ist immer noch unklar. Alkohol war offenbar nicht im Spiel.

Zwei Tage nach einem Unfall, bei dem ein Autofahrer in Berlin-Gesundbrunnen in eine Gruppe Fußgänger gefahren ist, ist eine junge Frau gestorben. Die 29-Jährige sei am Montag ihren schweren Verletzungen erlegen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Die Frau war am frühen Samstagmorgen lebensgefährlich verletzt worden, als ein 30-jähriger Autofahrer auf den Gehweg und in eine Fußgängergruppe gefahren war. Vier weitere Menschen hatten schwere Verletzungen erlitten, der Pkw-Fahrer blieb unverletzt.

Unfallursache weiterhin unklar

Die Ursache für den Unfall ist laut Polizei weiterhin unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Fahrer nicht betrunken. Auch gab es laut Polizei keine Hinweise darauf, dass er Drogen oder Medikamente eingenommen hätte. Die Analyse einer Blutprobe wird nach Einschätzung einer Polizeisprecherin allerdings noch einige Zeit dauern.

Der Autofahrer war den Angaben zufolge gegen 2:30 Uhr morgens auf der Osloer Straße in Richtung Bornholmer Straße unterwegs, wo er laut Zeugen an der Prinzenallee eine rote Ampel missachtete. Auf der Kreuzung sei der Wagen ins Schlingern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die auf dem Gehweg stehende Fußgänger-Gruppe gefahren, die gerade bei Grün die Osloer Straße in Richtung Wollankstraße überqueren wollte.

Der 30-Jährige war nach seiner Vernehmung gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung entlassen worden. Sein Auto wurde sichergestellt, ein technisches Gutachten soll klären, ob Mängel an dem BMW zu dem Unfall geführt haben.

Sendung: Inforadio, 01.01.2019, 12:40 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Auch mein Beileid den Hinterbliebenen und mein Mitgefühl den Verletzten.
    Zwei Fragen drängen sich auf:
    1. Ist "Sicherheitsleistung" ein neumodischer (und wegen seiner Vieldeutigkeit beknackter) Ausdruck für Kaution?
    2. Glaubt irgendwer - wenn der Unfallfahrer an den Geschehnissen hundertprozentig Schuld haben sollte - an eine harte Strafe?

  2. 1.

    Mein Beileid den Angehörigen.

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