Handyfoto: Wildschweine galoppieren durch Kleinmachnow. (Quelle: rbb/Brandenburg Aktuell)
Video: Brandenburg Aktuell | 07.01.2019 | Michael Scheibe | Bild: rbb/Brandenburg Aktuell

Virales Handyvideo - Wildschweinrotte galoppiert durch Kleinmachnow

Wochenenden verlaufen in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) normalerweise recht entspannt: Spaziergänge, Fußballspiele, Kaffeekränzchen. Ein Video vom Sonntag zeigt hingegen, dass in der Kleinstadt vor den Toren Berlins auch mächtig was los sein kann. Ein Journalist filmte zufällig, wie eine Rotte Wildschweine mitten am Tag durch ein Wohngebiet in seiner Nachbarschaft galoppiert.

Aus einem fahrenden Auto heraus ist zu sehen, wie 20 bis 25 Tiere an den pittoresken Vorgärten vorbeifegen und sich vom parallel fahrenden Autoverkehr auf der Straße Hohe Kiefer nicht stören lassen. Innerhalb von 24 Stunden wurde das Video bei Twitter mehr als 160.000 angesehen und bereits Hunderte Male geteilt.

Viel Futter in Siedlungsgebieten

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl an Schwarzwild in Brandenburg stark zu. Die milden Winter und heißen Sommer der vergangenen Jahre haben den Tieren ideale Bedingungen zur Vermehrung geboten. Zudem finden Wildschweine insbesondere in Siedlungsgebieten ein breites Futterangebot.

Die Jagdgenossenschaft Stahnsdorf-Kleinmachnow teilte dem rbb auf Anfrage mit, dass eine Bejagung von Wildschweinen im Ort oftmals nicht zu verantworten sei und es dazu auch an einer rechtlichen Grundlage fehle. "Um der Situation Herr zu werden, müssen die Nahrungsanreize [...] im Ort entfernt werden, um den Bereich für Wildschweine möglichst unattraktiv zu gestalten", hieß es.

Sendung: Brandenburg aktuell, 07.01.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

7 Kommentare

  1. 7.

    Der Videobericht über das Wildschwein im Friseurladen war abscheulich; ein verletztes, blutendes Tier, das in panischer Angst in einen Laden läuft, als "randalierend" zu bezeichnen und sich noch über seine Angst lustig zu machen, das verrät null Wissen über Tiere, ihre Verhaltensweisen und Bedürfnisse. Ganz abgesehen von der mitleidlosen Art, wie der Vorfall und die Blutspuren filmisch dargestellt wurden. Ich nenne das Verrohung der Gefühle gegenüber Mitgeschöpfen.

  2. 5.

    Glück für die Wildschweine, weil sie keine Wölfe sind.

  3. 4.

    :-) einen Teil davon kenne ich von klein auf. Die rennen dann gerne zu Margarete-Sommer-Platz oder verwüsten den Grünstreifen der örtlichen weiterführenden Schule. Neu Zugezogene erkennt man sofort: die bauen ein Haus, machen Rollrasen in den Garten - und keinen (!) Zaun. Knappe Woche später haben sie dann mind. einen Bauzaun, aber keinen Rollrasen mehr *lach*
    Derk Ehlert sagt, die Schweine kommen eh aus Z´dorf rüber - was willste da machen? Mauer wieder hochziehen?

    Tom - übrigens - es braucht keinen Störsender, der Netzanreiz ist, schnellstens nach Berlin Innenstadt zu fahren, um wieder aus dem Auto telefonieren zu können - nicht nur filmen...

  4. 3.

    Zum Glück wohne ich an ner Bahnstrecke, vor den Zügen haben die Gesellen gehörig Angst!

  5. 2.

    Schweine sind eben auch nur Menschen...

  6. 1.

    Apropos jagen: Wer jagt in Kleinmachnow eigentlich Verkehrssünder? z.B. die, die während der Fahrt ihr Telefon in der Hand halten?
    Um der Situation Herr zu werden, müssen auch dringend die Netzanreize im Ort entfernt werden, um den Bereich für Telefonnutzer am Steuer möglichst unattraktiv zu gestalten...

Das könnte Sie auch interessieren

Prinzessinengärten. (Quelle: rbb/Annika Klügel)
rbb/Annika Klügel

Prinzessinnengarten Kollektiv zieht um - Säen, um zu bleiben

Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Kreuzberg sind das bekannteste Urban-Gardening-Projekt Berlins. Jetzt zieht ein Teil der Truppe auf einen Friedhof in Neukölln um. Wie lange es am Moritzplatz noch weitergeht, bleibt ungewiss. Von Annika Klügel