Symbolbild: Ein junges Mädchen sitzt zusammengekauert im dunklen Wohnungsflur und hält sich die Hände vors Gesicht. (Quelle: dpa/Marks)
Bild: dpa/Marks

14-Jährige lebt freiwillig im Heim - Bloß nicht mehr nach Hause

Als Vierjährige wurde Mirella vom Jugendamt aus ihrem Zuhause im Süden Berlins geholt, weg von ihrer Mutter. Lange wollte die inzwischen 14-Jährige nur eines: zurück zu ihrer Mutter. Jetzt könnte sie - und will nicht mehr. Von Henrike Möller

Im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Ein Ei, mehr ist da nicht. Nichts, womit eine Vierjährige etwas anfangen könnte. "Ich habe dann angefangen, meinem kleinen Bruder Babybrei mit kaltem Wasser zu machen, um unseren Hunger zu stillen." Mit ruhiger, kontrollierter Stimme erzählt Mirella, was passiert ist, damals, als ihre Mutter sie und ihren kleinen Bruder allein in der Wohnung gelassen hat. Sie sieht älter aus als 14. Schwarzes, schulterlanges Haar, offener, tougher Gesichtsausdruck. "Du fängst an Angst zu bekommen, wenn du merkst, es wird dunkel. Mein kleiner Bruder war zwei und hat angefangen zu schreien."

Nach einem Tag realisiert Mirella: Ihre Mutter kommt nicht wieder. "Und das war dann der Tiefpunkt, wo ich gesagt habe, ich bin jetzt auf mich alleine gestellt. Ich muss mich um meinen Bruder kümmern und jetzt mach ich das auch. Weil ich Angst hatte, dass er der Nächste ist, der weg ist." Nach drei Tagen hören Nachbarn Mirellas Schreie. Auf einmal stehen fremde Menschen in der Wohnung. Sie seien vom Jugendamt, sagen sie. Mirella und ihr kleiner Bruder werden in eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Süden Berlins gebracht.

Genau hier sitzt Mirella nun, zehn Jahre später, auf ihrem neuen 1,40 Meter breiten Bett. Ihr ganzer Stolz. "Zickenzone" steht auf einem Schild vor ihrem Zimmer. Sie grinst. "Hat mir eine Freundin geschenkt." Mirella fühlt sich wohl in der Hilfeeinrichtung. "Die stehen nicht betrunken vor mir. Die können mir helfen, wenn was los ist. Die wissen, wer ich bin."

Sie klingt entschlossen, selbstbewusst. Doch ihre Entscheidung, mit ihrer Mutter nichts mehr zu tun haben zu wollen, ist noch relativ frisch.

Eine Wut-Armee

In den ersten Jahren will Mirella nur zurück. Sie begreift nicht, dass ihre Mutter psychisch nicht in der Lage ist, sich um sie zu kümmern. Wie auch!? Sie ist vier. "Dann hab ich angefangen zu fragen, was für Bedingungen es gibt und was ich erfüllen muss." Als ihr klar wird, dass es nichts gibt, was sie tun kann, um schneller zu ihrer Mutter zurückzukönnen, wird sie wütend: "Ich bin laut geworden und hab' angefangen rumzuschreien und auch Tränen ins Gesicht bekommen."

Die pädagogische Leiterin der Hilfeeinrichtung erkennt Mirellas Not: "Dieses Verlassensein, das ist ja ein Trauma. Die Trennung von der Mutter, diese Hilflosigkeit. Das waren alles Indizien für uns, da müssen wir ran. Sie braucht professionelle Unterstützung." Während der Therapie lernt Mirella mit ihrer Wut umzugehen. "Zum Beispiel hab ich eine Armee gebaut. Dann wurde ich gefragt, warum baust du denn eine Armee? Und ich meinte, na das ist die ganze Wut, die in mir ist." Die pädagogische Leiterin der Einrichtung ist überzeugt: Ohne die Therapie würde Mirella heute nicht so reflektiert mit der Situation umgehen.

Immer wieder versetzt, immer wieder eine neue Chance

Nach und nach geht es Mirella besser. Sie wird ruhiger, fröhlicher. Die Fortschritte ihrer Mutter verlaufen langsamer. Immer wieder kündigt sie Besuche in der Hilfeeinrichtung an, nur um Mirella und ihren Bruder dann zu versetzen. "Sie hatte versprochen an Heiligabend zu kommen. Wir standen auf dem Balkon und haben gewartet und die Busse abgezählt." Aber die Mutter kommt nicht. Wie oft Mirella ihrer Mutter verziehen hat, kann sie heute nicht mehr sagen. "Ich hab' halt gedacht, okay, ich geb' ihr noch ne Chance, weil ich der Meinung war, sie kann sich ja ändern, ich sag' ihr das einfach. Weil wenn ich sie verliere, habe ich niemanden mehr."

Mirella ist elf, zwölf Jahre alt, als sie allmählich beginnt, das Verhalten ihrer Mutter anders zu bewerten. An Silvester verlässt die Mutter still und heimlich die private Feier mit ihren Kindern und deren Onkel, um auf einer Party von Freunden weiter zu feiern. "Aufgetaucht ist sie am Tag danach. Gegen 18 Uhr habe ich einen Anruf bekommen von ihr und sie hat gesagt, sie schafft das alles nicht mehr mit mir und meinem Bruder." Doch bevor Mirella begreifen kann, was ihre Mutter da gesagt hat, nimmt die wieder alles zurück. Es sei nicht so gemeint gewesen.

"Ich bin fertig mit dem Kapitel"

2016 passiert dann der Moment, der Mirellas Sicht auf ihre Mutter für immer verändert. Sie erlebt ihre Mutter zum allerersten Mal völlig betrunken. "Sie konnte nicht gerade laufen. Ich stand 'nen halben Meter vor ihr und mir wurde fast schlecht, weil das gerochen hat, gestunken hat." Mirella hat Angst, weiß nicht, wie sie reagieren soll. "Sie hat dann angefangen zu erzählen, dass sie nichts dafür könnte, dass alles so passiert ist. Dass sie unschuldig wäre." Da bricht es aus Mirella raus: "Ich meinte dann total wutentbrannt: Natürlich kannst du was dafür, du bist doch daran schuld, dass ich im Heim leben muss!"

Eingestanden hat die Mutter ihre Schuld gegenüber Mirella bis heute nicht. Mirella wartet aber auch nicht mehr darauf. "Mir ist damals bewusst geworden, vielleicht ist es doch nicht so gut für mich, in so einer Zukunft aufzuwachsen. Vielleicht passiert das öfters, dass sie besoffen vor dir steht. Vielleicht komm ich in dieselben Gänge, vielleicht werde ich genauso wie sie. Will ich das? Nein!" Seit einem Jahr hat sie ihre Mutter nicht mehr gesehen. "Ich habe zu ihr gesagt, ich bin fertig mit dem Kapitel." Mirella klingt abgeklärt, wenn sie über ihre Mutter spricht. "Ich bin oft optimistisch gewesen und dachte mir, okay, wir schaffen das. Und das war dann wie ein Zug, der immer und immer wieder gegen die Wand gefahren ist."

Mirella bleibt im Heim

Ihre Mutter hofft trotzdem, dass sich Mirella eines Tages entscheiden wird, wieder bei ihr zu leben. Die offizielle Erlaubnis von Jugendamt und Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung hat sie: "Die Mutter ist in einer Therapie gewesen, hat ihre Psychose im Griff, nimmt Medikamente und lebt in einer neuen, stabilen Partnerschaft", erklärt die pädagogische Leiterin der Hilfeeinrichtung. "Wir haben da auf jeden Fall eine positive Entwicklung festgestellt." Doch Mirella will diese Besserungen nicht sehen, glaubt die Leiterin: "Ich bin mir nicht sicher, ob sie weiß, was es bedeutet, dass ihre Mutter manisch-depressiv ist. Ich glaube, sie will das auch gar nicht verstehen. Sie will keine Krankheit als Erklärung akzeptieren. Sie will jemanden haben, den sie beschuldigen kann."

Mirella steht in ihrem Zimmer, vor ihr eine große Rubbelwandkarte. Noch sind erst wenige Länder freigerubbelt. Deutschland, Polen, Tschechien, Niederlande, Österreich. "Wenn ich 18 bin, habe ich mir vorgenommen, eine Weltreise zu machen", sagt sie. "Es kann von ganz kalt bis ganz heiß gehen, weil ich einfach die Unterschiede sehen will." Sie lächelt – ihr typisches Mirella-Lächeln, halb herzlich, halb tough. Nächstes Ziel: Norwegen. Wegen der tollen Fotokulisse.

Sendung: Inforadio, 05.01.2019, 09.30 Uhr

Beitrag von Henrike Möller

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

107 Kommentare

  1. 107.

    Hallo Torben,

    es stimmt nicht, dass einer Mutter nur dann die Kinder weggenommen werden, wenn sie krass ist. Ich habe das Sorgerecht verloren nach einem familiengerichtlichen Gutachten. Dabei war mein Ex-Partner und Verleumder relativ ehrlich und hat im Gutachten zugegeben, vor der Psychoanalyse ein Problem mit Trennungen gehabt zu haben und darauf mit Verlustängsten und Panik reagiert zu haben, dass er mehrere Therapeuten und zwei psychsomatische Kliniken während unserer nicht ganz vierjährigen beziehung aufgesucht hat und dass er "die Kindsmutter gebissen habe im Rahmen einer Auseinandersetzung, in der sie zuerst tätlich geworden sei".

    Seine zweite Langzeittherapeutin bescheinigt ihm in ihrer im Rahmen der Begutachtung abgegebenen Stellungnahme außerdem "eine großen Wut auf Frauen", "Wünsche, gnadenlos Rache zu üben", fehlende Empathie, "wiederholt hinterhältig aggressive Aktionen", "Sadismen" und eine erfolglose 7-jährige Therapie. Er hat die alleinige Sorge bekommen.

  2. 106.

    Die Medien präsentieren eine unausgegorene Geschichte und es finden sich sodann Jünger, die im freien Internet skrupellos ihre Fantasien über Menschen und Schuld und Sühne loslassen. Ich befürworte die Forderung von Nr. 100, 95, 94 und 92, insofern sie nicht auch gelöscht werden!

  3. 105.

    Das Mädchen sucht einen Schuldigen? Ja, den gibt es ja auch, die Mutter. Auch wenn sie krank ist, sie hat die Verantwortung für ihre Kinder. Und wenn sie das nicht schafft, hätte sie sich Hilfe holen können. Die Kinder hätten sterben können, aber, ach naja, ist ja nur die Krankheit gewesen, Kann ja die Mutter nichts für. Das sie Kinder hat, weiss auch eine manisch-Depressive. Wie sie an Alkohol, und was weiss ich, was sie in der Zeit getrieben hat.., .kam, wusste sie auch. Auch Krankheit befreit nicht von der Verantwortung für Kinder. Irgendwie konnte die Mutter ja auch trotzdem für sich selbst sorgen, für ihren Alkohol... Dann hätte sie sich Hilfe holen können, für die Kinder und für ihre Krankheit. Wer das nicht tut hat auch die Schuld. Das Mädchen hat so viele Enttäuschungen durch die Mutter erlebt, das einfach verzeihen? Sie war ein hilfloses Kind. Ich verstehe, dass sie nichts mehr mit ihrer Mutter zu tun haben möchte und ihr die Schuld gibt. Und ich kenne selbst Depressionen

  4. 104.

    Dabei will ich das mit der psychischen Erkrankung ja nicht mal kleinreden. Mit Sicherheit hatte und hat die Mutter Probleme, die die meisten von uns sich nicht mal vorstellen können.
    Nur, macht das, nach allem, was passiert ist, einen Unterschied?
    Sie hatte ihre Chancen, über viele Jahre hinweg, und es hat sich scheinbar gezeigt, dass es nicht funktioniert.
    Da geht's ja nicht um Strafe oder Rache, sondern darum, was besser für die Kinder ist. Das Mädel sagt selbst, sie will nicht, sie befürchtet, durch die Mutter selbst abzurutschen - dann sollte die Leiterin auch nicht versuchen, sie zu beschwatzen.

  5. 103.

    Sehr geehrte Annika H,
    wenn wir uns persönlich kennen würden, dann würde ich mich vorbehaltlos und offen hierüber mit Ihnen unterhalten. Dies ist nicht der Fall.
    Daher nur soviel: Nachgewiesener schwerer Alkoholismus und Drogenkonsum, Gewaltdelikte etc. sind die einzigen möglichen Fälle, in denen heutzutage (dann auch im Einzelfall berechtigterweise) in unserem Land Kinder von der Mutter getrennt werden (könn(t)en). Zeitgleich hat dagegen der sorgende und überhaupt nicht vorbelastete Vater nahezu keine Chance mit seinen Kindern nach der Trennung (sogar wenn, wie oft, unbegründet durch die Mutter herbeigeführt) eine Familie zu behalten. Den Kindern wird der Vater weggenommen.
    Mitleidende sind immer die Kinder, nur in diesem sinnfreien "Normalfall" vollkommen unnötigerweise. Wer nicht persönlich seine Kinder so "verloren" hat oder Väter (z.B. gute Freunde, die sich überhaupt zu dem Thema öffnen können) im direkten Bekanntenkreis hat, der kann diesen Schmerz nicht verstehen.

  6. 102.

    Es ist unverzeihlich, dass Menschen, die nicht mal in der Lage sind, sich um sich selbst zu kümmern, auch noch Kinder in die Welt setzen. (Was ja angesichts von 7,8 Milliarden bereits ein Akt von Verantwortungslosigkeit.)
    Ich wünsche Mirella, dass sie es schafft, den Kontakt zur Mutter vollständig einzustellen, um für sich und ihr Leben unbeeinflusst von so viel Destruktivität und Lieblosigkeit einen positiven Lebensweg zu gehen.
    Erst, wenn sie erwachsen und in sich stabil ist mit dem Wissen, dass sie die nie erhaltende Liebe und Sorge ihrer Mutter niemals erhalten wird und darüber wirklich weg ist, dann kann evt. ein Gespräch ihr noch einmal dienen.
    Das, was bereits zerstört und kaputt ist an Urvertrauen und nicht erhaltener Liebe wird ohnehin nie wieder ausgeglichen werden können. Die Narbe bleibt lebenslang. Dem Mädchen alles Gute und viele liebevolle Unterstützer!

  7. 101.

    Ihre Meinung - als Anonymer - dürfen Sie haben, wie andere Menschen auch. Nur haben Sie kein Recht, die Kommentatoren einer Bewertung zuzuführen, die sich weit unter der Gürtellinie bewegt.
    Die Reportage in der Hörversion wie auch in der Leseversion berührt mich überhaupt nicht. Außer das ein pubertierendes Mädhcen benutzt wird. Ich bin Mutter von 4 Kindern, 2 sind aus Heimen geholt worden. Zudem arbeite ich seit 40 Jahren als Sozialarbeiterin und unterliege zu 100% u.a. dem SGB VIII. ...

  8. 100.

    Ich geben Ihnen völlig Recht. Die Reportage ist grottenhaft und ohne Sinn. Löschen, wäre wirklich angebracht und wurde hier schon mehrfach nachvollziehbar eingefordert.

  9. 99.

    Die Aussage "Ich fühle mich wohl [in diesem Heim]." und, dass die Tochter nicht zu ihrer Mutter zurück will, dass sie davor Angst hat und dass sie sachliche Argumente für ihre Entscheidung hat, sind deutliche Indizien, dass die Heimaufnahme und der weitere Verbleib im Heim die einzig richtigen Entscheidungen waren.

    Die einfachen Antworten hier in den Kommentaren auf die Frage nach SCHULD sind teilweise erschreckend. Ein psychisch Kranker ist schuldunfähig und kann daher keine Schuld haben. Es gibt Zustände, an denen keiner Schuld hat. Das nennt man UNGLÜCK. Die Behauptung, für jedes Fehlverhalten müsse es einen Schuldigen geben und hier sei es die Mutter, ist angesichts der Diagnose "manisch-depressive Störung" UNSINN! Die Mutter kann nicht anders, solange sie krank ist und diese Störung hat bzw. diese Störung nicht im Griff hat. Und wenn sie nicht anders kann, dann hat sie auch keine Schuld daran. Für uns Außenstehende ist schwer erkennbar, ob eine psychische Krankheit vorliegt.

  10. 98.

    Ich habe kopfschüttelnd nur die letzten Kommentare gelesen. Sachlich sind da lediglich die Kommentare des rbb und der Kommentar Nr. 97.

    Andere Kommentatoren unterstellen - ohne Kenntnis der Einzelheiten! - Gesetzesbrüche und Fehlverhalten von Jugendamt und Heim.

    Der Beitrag ist keine erziehungswissenschaftlicher Fachbeitrag, sondern schildert aufgrund des begrenzten Platzes einen Teil des Schicksals eines Mädchens. Nach Lesen dieses Beitrags zu behaupten, man wisse genug, um Gesetzesverletzungen und Fehlverhalten nachweisen zu können ist schon abenteuerlich.

    Genauso wirr ist die Behauptung, die Heimeinweisung sei rechtswidrig, weil es früher auch oft und in der Gegenwart auch noch manchmal Fehlberhalten gibt. Mit dem gleichen Argument könnte man allen Eltern die Kinder wegnehmen, weil es auch Fälle von elterlichem Missbrauch und elerlicher Vernachlässigung gibt.

    In diesem Beitrag gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass das Mädchen im Heim unangemessen behandelt worden wäre!

  11. 97.

    Ein aufwühlender, berührender Bericht - u. darin liegt auch die Gefahr: Zahlreiche Kommentare sind über alle Maßen emotionalisiert; sind nicht empathisch, sondern voller Verachtung, stets mit der unantastbaren Gewissheit, die eigene Haltung sei die richtige. Da blieb kaum etwas aus: Konformismus, Autoritarismus, Sexismus. Einige besonnene Stimmen mehr, wie etwa Nr. 41 o. 60, hätte ich mir gewünscht.

    Am lautesten schreien diejenigen, die mit dem SGB VIII herumwedeln, aber nicht durch Erfahrung mit angewandtem Recht punkten. Daneben stehen so viele Entrüstungen voller Unwissen über die rechtliche Lage (angefangen beim Grundgesetz), über die Arbeit der Jugendämter (vom RSD bis zur Krisenintervention) und über die persönlichen Lebenslagen Betroffener - Kinder wie Sorgeberechtigte gleichermaßen.

    Rationalisierende, normative Vorwürfe gegenüber der Mutter, Verschwörungstheorien bis Verleumdungen bzgl. JA, Nivellierung der berufl. Expertise der Pädagogin - Humanismus sieht anders.

  12. 96.

    Was soll dieser Hinweis? Sagen Sie doch konkret, was gesetzeswidrig war. Und was der rbb somit falsch dargestellt haben soll. Wenn Sie schon für die Gefragte antworten, dann sollten Sie dies auch machen.

  13. 95.

    Dem ist nichts hinzuzufügen; knapp, bündig und auf den Punkt gebracht.
    Die Family wird vom Heim und Jugendamt ordentlich verarscht. Das ist Methode, besonders, wenn die mitbekommen, wie die Eltern ticken.
    Im Übrigen ist es auch nicht zulässig, die Hilfeplangespräche in Anwesenheit des Heimpersonals und Abwesenheit der Sorgeberechtigten durchzuführen! Derartige Entscheidungen sind rechtlich anfechtbar.

  14. 94.

    Steht doch ausführlich im SGB VIII usw. Bitte erst hier informieren, dann posten. Danke.
    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/BJNR111630990.html
    Zur Familie gehören hier 4 Personen (Vater+Mutter+Tochter+Sohn). Bitte nochmals Lesen und hören, dann posten. Danke

  15. 93.

    Und was war Ihrer Meinung nach gesetzwidrig? Ich kann es alles nachvollziehen. Die Schwierigkeit der Tochter, die Krankheit der Mutter zu verstehen. Was soll Das Heim denn machen?

  16. 92.

    Kein Hauch von investigativem Journalismus!
    In diesem konkreten Fall ist das gesetzeswidrige Vorgehen des zuständigen Jugendamtes aufzudecken und schonungslos offen zu legen sowie die Kompetenz der Heimleitung in Frage zu stellen - aber das war ja nicht gewollt.
    Der gesamten Familie ist mit dieser unsinnigen Reportage nicht geholfen.

  17. 91.

    In fast allem gebe ich ihnen Recht.
    Und da sprechen/schreiben sie noch eine traurige Tatsache an. Nämlich, dass die Kinder in Heimen nach dem 18. (ggf. auch 19.) Lebensjahr allein gelassen werden. Seien wir doch mal ehrlich. Endet die Elternschaft mit dem 18. Lebensjahr? Sind wir nicht froh Eltern zu haben, auch danach noch. Diese Chance bekommen "Heim"-Kinder nicht. Ich bin für Adoption, denn Familie bleibt auch nach einem 18. Geburtstag bestehen. Das gibt Lebensmut, Vertrauen und Kraft, jedoch auch Hilfe in schwierigen Lebenssituationen.

  18. 90.

    Was mich bewegt bei dieser Thematik: das Kind. Man stelle sich vor diese endlosen Enttäuschungen durch die Mutter, solche Menschen nenne ich lieber biologische Erzeugerin. Und bei all dieser gut gemeinten, kritischen und aufmunternd gemeinten Presse stellt sich mir, und zwar seit Jahren (dazu gleich mehr, 1*), die Frage: "Wieso gibt es Kinderheime?" Es gibt so viele Menschen, die gern ein Kind adoptieren möchten und aus verschiedensten Gründen (u.a. Altersbeschränkung - da hat doch z.B. ein ehemaliger Bundeskanzler, anstatt die Gesetze zu Gunsten der Adoptionswilligen/Kinder zu ändern, im Ausland adoptiert) keine Möglichkeit dazu erhalten. In solch einem liebevollen Umfeld, also als Kind in einer (Adoptiv) Familie hätte das Mädchen bestimmt gelernt besser mit dieser Situation zu leben und auch Verständnis, gern gepaart mit Distanz (falls das Kind es möchte), für die Mutter gelernt und somit Akzeptanz.
    Gebt den Kindern ein Zuhause und nicht nur Essen, Unterkunft und Betreuung.

  19. 89.

    "Ich glaube, sie will das auch gar nicht verstehen. Sie will keine Krankheit als Erklärung akzeptieren. Sie will jemanden haben, den sie beschuldigen kann."

    Äh... Bisschen unglücklich formuliert, oder?
    Wer soll denn in dieser Geschichte Schuld sein, wenn nicht die Mutter, welche ihre Kinder bis an den Rand der Lebensgefahr vernachlässigt und auch danach immer neue Chancen vertan hat?
    Was hätte noch alles passieren müssen, bevor das Mädchen auch mal ein bisschen sauer sein darf?
    Wieviel Kraft, Hoffnung und Energie sollte sie noch in ihre Mutter stecken, bevor sie sich auf sich selbst konzentrieren und ihr eigenes Leben starten darf?

    Ich hoffe doch, die Leiterin hat wirklich nur das Wohl ihrer Schützlinge im Sinn und stürzt sich nicht einfach nur auf jede "Chance", Kostenfaktoren schon ein paar Jährchen vor dem 18. loszuwerden.

  20. 88.

    Werte Redaktion! Muss das sein?
    "Dass es in Heimen durchaus zu Problemen kommen kann, bestreitet ja niemand. Das zu tun, ist auch nicht die Konsequenz aus dieser Reportage."
    Ich frage mich ernsthaft, welches Wissen haben Sie über Heime in Deutschland?
    Es sind doch keine Puppenstuben für kleine Mädchen, die glauben, auf einer Insel in Norwegen die Erleuchtung zu finden! Sondern Objekte, wo Menschen die Freiheit genommen wird. Jene Freiheit, die sie für ihre Entwicklung benötigen, und nur dort finden, wo sie in personenoptimierte und entwicklungsbezogene Projekte kommen und die Betreuung auf Augenhöhe abläuft.
    "Sie erzählt lediglich eine besondere Geschichte eines besonderen Menschen,"
    Etwas Besonderes kann ich bei keinem Wort erkennen, außer, das dem Mädchen wichtige Informationen bei einer 24-Stunden-Betreuung für ne Menge Knete vorenthalten werden. Und, das Sie als Redaktion keine Ahnung von der Materie haben. Mir bleibt ebenso die Luft weg. Löschen Sie desen Mist.

  21. 87.

    Guten Tag, vorweg: das "wir" steht für die Redaktion rbb|24, genauer gesagt die Social-Media-Redaktion, die sich mit Ihrem Kommentar auseinandersetzt. Dass es in Heimen durchaus zu Problemen kommen kann, bestreitet ja niemand. Das zu tun, ist auch nicht die Konsequenz aus dieser Reportage. Sie erzählt lediglich eine besondere Geschichte eines besonderen Menschen, den die Autorin begleiten durfte. Und nein, wir werden sie garantiert nicht löschen. Besten Gruß

  22. 86.

    Ich heiße zwar nicht Barbara Andre, bin aber in der beruflichen Lage, genau zu wissen was sie meint.
    Zunächst halte ich fest, dass hier eine Einzelperson, namentlich Henrike Möller, als Autorin verantwortlich zeichnet. Woher Sie das "wir" nehmen, erläutern Sie nicht.
    Wenn das Mädchen, Zitat: "sehr selbstbewusst und selbständig" wäre, bräuchte es nicht in einem Heim eingewiesen zu werden. Lesen Sie bitte das SGB VIII.
    Der Begriff "Vertrauensperson" ist in Heimen ein hochproblematischer Begriff. 1000 Zeichen sind zu wenig, um Ihnen dies zu erläutern. Nur soviel: Gewalt in jeder Form wird in Heimen gerade durch das vorgegaukelte "Vertrauen" vorbereitet, gedeckt und verschleiert.
    Schutzbefohlene beschweren sich (zumeist) erst nach ihrem Heimaufenthalt - eine zentrale Aussage aus den Untersuchungen der Heimskandale in Deutschland. Das "klingt" sagt aus, dass Sie sich nicht inhaltlich vorbereitet haben. Ich neige dazu, Ihnen zu raten, diese Doku zu löschen. Sie führt in die Irre.

  23. 85.

    Guten Tag,
    vielen Dank für Ihre Kritik. Wir können allerdings nicht ganz nachvollziehen, wie bei Ihnen der Eindruck entsteht, dass die Protagonistin als "armes und zu bemitleidendes Geschöpf" präsentiert wird. Unserer Meinung nach ist das Gegenteil der Fall: Ihre Entwicklung von einem unsicheren zu einem sehr selbstbewussten und selbständigen Mädchen. Auch Ihre Anmerkung, dass sie laut Text keine Vertrauensperson habe, können wir nicht teilen. Im dritten Absatz steht: "Mirella fühlt sich wohl in der Hilfeeinrichtung. Die stehen nicht betrunken vor mir. Die können mir helfen, wenn was los ist. Die wissen, wer ich bin." - das klingt doch sehr danach, als ob sie in der Einrichtung viele Menschen hat, die ihr vertrauen und denen sie vertraut.


    Besten Gruß, rbb|24

  24. 84.

    Immer wenn ich so etwas lese wird mir schlecht ! Ich finde es Gut und Richtig wie das Jugendamt gehandelt hat ! Wer seine Kinder tagelang allein lässt und sich nicht kümmert , dem muß man halt die Kinder nehmen . wie oft ließt man denn das wieder ein kind ums Leben kam weil das Amt nicht gehandelt hat !!!!!!!! Dann ist das Geschreie wieder GROSS !!!!!!!!!!!!

  25. 83.

    Von der Autorin Henrike Möller hätte ich mir gewünscht, dass sie sich im Vorfeld einer solchen Dokumentaion bewusst ist, was sie als Pressevertreterin laut Berliner Pressegesetz für Aufgaben und Pflichten hat. Dazu gehört u.a., Neutralität, Objektivität usw. Das SGB VIII sollte man schon kennen und vorher gelesen und verstanden haben.
    Den Bürgern ein Mädchen als "armes und zu bemitleidendes Geschöpf" zu präsentieren, ist billig und respektlos. Derartig betroffene Kinder und Jugendliche wollen kein Mitleid, sondern Menschen, denen sie vertrauen können. Diese Vertrauenspersonen haben sie, dem Text nach, nicht.
    Das Jugendamt hat fallbezogen nicht das getan, was der Gesetzgeber fordert: Die Beachtung derr Rechte der Eltern und Kinder und ihre Bindungen, auch über Krankheiten hinaus.
    Kinder gewaltsam in Heime einzuweisen, ohne Prüfung einer ganzen Palette von Möglichkeiten, geht gar nicht.
    Wo ist hier die Heimaufsicht? Schaut sie wieder weg?

  26. 82.

    Was mich wundert ist, daß es keinen Satz über andere Angehörige oder Verwandte in der Diskussion gibt. Wenn der Bruder grade erst 2 war. Wer ist das Vater gewesen? Wurde der zuvor von der Mutter "entsorgt" oder vergrault? Wurde er, seine Eltern/Geschwister oder die Eltern der Mutter mit der Situation konfrontiert? Ein guter Grund für die gemeinsame Sorge von Anfang an. Dann gibt es jemanden weitern, der 1. hier ein Auge drauf hat, bevor es soweit erst kommen mußte und zweitens jemand der Verantwortung dafür trägt und zu tragen hat. Bei meinem Cousin war es sehr ähnlich: seine Partnerin ist einfach nach einer Party zu Weihnachten nicht wiedergekommen, nach 3 Tagen hat sie ich in die Schweiz abgesetzt. Sie ließ in mit den 2 Kleinkindern zurück. Er mußte über 1/2 Jahr dafür kämpfen beim Jugendamt, bis er die Sorge bekam. Die Kinder sind nun ihm gut großgeworden...

  27. 81.

    Ich bin zufällig über den Beitrag gestolpert. Bitte unbedingt mehr und vorallem aus der Perspektive der Kinder, die nicht das "Glück" haben, aus der Familie herausgenommen zu werden!
    Wer hilft betroffenen Kindern, die in einer scheinbar "funktionierenden" Familie mit diesem Schicksal allein gelassen werden? Der Beitrag ist bitter nötig.
    Das Umfeld sorgt dafür, dass die psychische Erkrankung nicht öffentlich wird. Ich bin selbst eine Verwandte einer psychisch kranken Mutter und kann den Kindern nicht wirklich helfen, um sie nicht in einen Gewissenskonflikt zu bringen. Die rücksichtslose Brutalität der Erkrankten wird immer wieder gedeckt und verleugnet, da sonst "der Krieg" ausbricht. Das kommt einem Leben in einem totalitären Regime oder einer Sekte mindestens gleich! Das Umfeld wird dabei unter massiven Druck gesetzt.

  28. 79.

    Die heutige Gesellschaft geht leichtfertig mit neuem Leben um. Mittlerweile gibt es ja für alles eine Entschuldigung. Das Verhalten der Mutter ist nicht zu entschuldigen auch nicht mit Alkoholkrankheit. Ich habe keine Sympathie für Menschen die Verantwortungslos das Leben anderer und vorallem von Kindern aufs Spiel setzen. Warum hat die Mutter nicht die Polizei oder das Jugendamt informiert als sie abgehauen ist. Sie ist ohne Reue gegangen und wenn Sie ein Fünkchen Menschlichkeit und Moral besäße dann hätte die Mutter zumindest jemanden informiert. Ich lese in letzter zeit nur noch schlimme Artikel. Der Fall Mia, in Kiel der 19 Jährige der seine 4 wöchige Tochter vergewaltigt hat, Stiefvater in Gelsenkirchen bringt Mädchen um und wenn ich explizit danach suche dann finde ich noch weitere verstörende Ereignsse die leider die Kleinsten und hilflosesten Geschöpfe betrifft. Unsere Gesellschafft degeneriert zu Narzissten und Egomanen.

  29. 78.

    Der Artikel ist harte Realität und macht sehr nachdenklich und traurig.
    Was aber in meinen Augen noch viel schlimmer ist, weil es vollkommen überflüssig und dazu ungerecht in jeder Hinsicht für die Kinder ist: In unserem "zivilisierten" Land werden zigtausendfach Kinder aus vorherigen Familienstrukturen herausgerissen und die gute Bindung der Kinder zu ihren unbescholtenen Vätern mit Füßen getreten. Völlig ohne jegliche Begründung werden bei Trennung von Eltern die Kinder reflexartig den Müttern zugesprochen. Das steht nicht nur dem Grundgesetz entgegen sondern zerstört vielfach Kindern und deren Vätern ihr Zusammenleben und fügt beiden Seiten unendliches seelisches Leid zu. Wie kann es sein, dass bis heute (trotz gegenteiliger europäischer Vorgaben) Kindern und Vätern jegliche Rechte auf Familie entzogen werden. Ich kenne mehrere Väter, die selbst nach vielen Jahren den Verlust ihrer Kinder nicht verarbeitet haben. Die Auflösung von Familien wird staatlich sogar subventioniert.

  30. 77.

    @ Eva von Eden. Sie haben nichts, ich glaube nicht einmal ein Ångström (den zehnmillionsten Teil eines Millimeters) kapiert. Es geht nicht um Effekthascherei. Es geht nicht um Ihre persönliche Einstellung, ob und wie ein Text zu lesen ist. Ob mein Beitrag fehl am Platze war, mögen die Leser entscheiden. Wenn Sie selbst Journalistin sind, mag Ihr Einwand berechtigt sein: Ein Artikel, ein Text sollte für sich selbst sprechen – ohne Kommentar. Aber wir befinden uns hier in einem Chatroom, in dem jeder seine Empfindungen loswerden darf. Natürlich auch Sie. Aber Sie müssen mit einer Antwort rechnen.

    Meine Kinder lesen mit, und sie schütteln ihre Köpfe.

  31. 76.

    Der Artikel ist absolut aussagekräftig genug.
    Welchen Zweck haben jetzt Ihre Detailschilderungen vom Trauma anderer?
    Effekthascherei. Völlig Fehl am Platze!

  32. 75.

    Was eine einseitige Sicht. Wo wird von den vielen tausend Kindern berichtet, die durch Verleumdung aus ihren Familien herausgeholt werden? Es gibt Vorwürfe, die zwar nicht beweisebar sind, aber solange als Tatsache gelten, bis die Familien das Gegenteil beweisen können, und selbst dann bleiben die Kinder oft weg. Die Kinder geraten in Heimen, ohne ihr familiäres Umfeld, viel schneller auf die sogenannte schiefe Bahn, werden kriminalisiert, kommen an Drogen oder verletzten sich selbst. Für die Betreuer, Jugendämter und Richter, sind sie nur Fälle, nur Nummern. Die Menschen, die diese Kinder wirklich lieben, ihre Familien, werden entfremdet und fern gehalten. Es gibt sogar Kinder, die ihre Familien jahrelang nicht sehen dürfen, die denen dann gesagt wird, dass ihre Eltern sie nicht mehr wollen, obwohl die Eltern völlig verzweifelt darum kämpfen, ihre Kinder zurück zu bekommen. Das hiesige System zerstört jährlich tausende Menschen!

  33. 74.

    In Ihrem letzten Abschnitt stellen Sie richtig fest, dass es das Recht der Eltern ist, für Ihre Kinder zu sorgen. Sie scheinen jedoch zu übersehen, dass es eben auch die Pflicht der Eltern darstellt, eben dies zu tun.
    Eine Mutter, die zwei Kleinkinder ohne Lebensmittel und entsprechende Aufsicht alleine lässt, erfüllt hingegen vermutlich den Tatbestand der Aufsichtspflichtverletzung. Auch ist für das Wohl der Kinder in mehrerlei Hinsicht nicht gesorgt.
    §42 SGB VIII regelt in diesem Fall die Inobhutnahme durch das Amt. Selbiges ist weiter nicht dazu befugt, die Kinder zu halten - da haben Sie recht. Aus diesem Grund nehme ich an, dass es ein Gerichtsverfahren gegeben haben muss, mit dem Ergebnis, dass die elterliche Sorge (insb. Aufenthaltsbestimmungsrecht)eingeschränkt wurde.
    Leider gibt der Artikel hierüber keine Auskunft.
    Ihr Beitrag erweckt jedoch den Eindruck, als würden Sie dazu aufrufen sich über die Rechtssprechung hinwegzusetzen.

  34. 72.

    @Romy Kant. Ich möchte nicht verurteilen, ich kann nur mutmaßen. Aus Ihren Worten spricht die persönlich Betroffene. Ihnen wurde das Kind weggenommen. Warum? Darüber haben Sie nichts geschrieben. Was waren die Vorhaltungen? Ein Kind kann Ihnen nur genommen werden, wenn eine Kindswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII vorlag und ein Familiengericht das genauso gesehen hat. Und auch nur dann, wenn Sie nicht kooperativ sprich: einsichtig waren und die Maßnahmen des Jugendamts abgelehnt hatten. Nun urteilen Sie, dass das ein "Kindsraub" war und die Initiatoren ins Gefängnis gehörten. Begründen Sie bitte, warum nicht Sie ins Gefängnis gehören.

  35. 71.

    Guten Abend,

    mit etwas Skepsis lese ich gerade ihren Beitrag. Um jetzt nicht vorschnell zu urteilen, stelle ich lieber ein paar Fragen, da ich nicht recht weiß, wie ich das Gesagte einordnen soll.

    Der Begriff des "Kindsraub" (Kindesraub?) ist mir kein geläufiger. Deshalb wundere ich mich, dass dies bei Ihnen scheinbar einen Tatbestand darstellt, der nach deutschem Recht unter Strafe stehen sollte. Können Sie mir genauer erklären, was Sie mit "Kindsraub" meinen? Wer macht sich hier Ihrer Meinung nach strafbar? Das Amt? Die Einrichtung und ihre Mitarbeiter?

    Sie leiten ihren Beitrag außerdem mit den Worten "Setzen Sie sich über entwürdigende Massnahmen, wie Kindsraub hinweg." ein. Bedeutet dies, dass Sie meinen, die Mutter in dem Artikel hätte ihre Tochter behalten sollen? Also, dem Amt mitteilen sollen, dass Sie kein Recht hätten, die beiden Kinder in Obhut zu nehmen?

  36. 70.

    Meine allerhöchste Hochachtung vor der Leistung von Mirella und den Betreuern die ihr mit Herz und Verstand bis heute zur Seite stehen.
    Aber eins wird klar bei all den persönlichen Erfahrungen und Kommentaren hier :
    Wie übel sind Denkstruckturen in Führungsebenen wenn man solche Einrichtungsleiter auf Kinder und Jugendliche
    los lässt . Überall wo Menschen auf Betreuung angewiesen sind stoßen wir auf solche Struckturen die dann abgetan werden mit: " Das sind doch nur einige Ausnahmen ."
    Ich hoffe innigst das die Kinder zu einem erfüllten Leben finden mit der richtigen herzlichen Betreuung !!!

  37. 69.

    >Wieso gibt die Leiterin ihr nicht das Recht<
    Wie kommen Sie darauf, dass die Leiterin dem Mädchen dieses und andere Rechte verwehrt? Einen "Schuldigen" suchen, ist ja auch kein Verbrechen. Wenn es denn so ist, oder so aussieht, kann "man" das doch wohl erwähnen. Ich verstehe diese Angriffe gegen die Leiterin hier und anderswo nicht so richtig.

  38. 68.

    Es wäre schön nicht von Schuld zu sprechen in dem Artikel,
    da die Mutter wohl definitiv schwer alkohol-Krank war.
    Danke

  39. 67.

    Ich hatte auch Pflegekinder! Wer solche Kinder aufnimmt braucht Nerven, man glaubt nicht was die alles durchgemacht haben.
    Ich hätte NIE IM LEBEN geglaubt, was in Familien alles passiert....soweit hätte meine Phantasie nicht gereicht! Bis ich erfahren habe, durch die Kinder, was da so abgehen KANN!!!!!

  40. 66.

    Joseph HaustnerBerlin-Spandau
    Ausserdem ist der "Kinderklau" nicht ein Geschäft, sondern eine soziale Hilfeleistung.

    Sind Sie mit dem SGB VIII vertraut?
    Kennen Sie die Kostensätze pro Kind/Monat in einem deutschen Heim?
    Kennen Sie die neueste Entwicklung in deutschen Heimen nach dem Haasenburg-Skandal?

    Ich vermute mal: NEIN! Andernfalls müsste Ihre Kommentation anders ausgefallen sein.

  41. 65.

    @rochus: Traurig, aber bundesweit die Realität. Gestatten Sie mir einen Zusatz, der den Leserinnen nicht besonders gefallen wird: In den Jugendämtern sind vorwiegend Frauen beschäftigt, die eine höhere Affinität zu den Müttern als zu den Vätern haben. Meist ist der objektive Blick vernebelt und sind die Väter sind die Gelackmeierten – ihnen wird Machotum und Verantwortungslosigkeit unterstellt, den Müttern hingegen höchste Empathie. Dass sie sich mit Alkohol die Hucke zusaufen oder sich ständig wechselnde Partner suchen, wird dem Vater angelastet. Des Proporzes halber: Natürlich gibt es auch unter den Vätern Arschlöcher, die das Substantiv "Vater" nicht verdienen. Leider sind die Studiengänge Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Sozialwesen fernab jeder erkennbaren Objektivität und Neutralität.

  42. 64.

    Guten abend ich bin 24 Jahre bin mehr mals im heim gewesen fast 13 jahr ich wahr immer wieder zu hause für eine kurtze zeit und da wieder im heim meine beste zeit wahr zwichen 2001 bis 2011 da habe ich mich wie zuhause gefühlt es wahr am anfang schwer und hatte das selbe problem wie dieses junge mädschen ich hatte auch gehofft das meine mutter sich ändert hatt sie ber nich und das bis heute und ich muss sagen ich bin sehr dankbart dass das jugendamt das für mich getan hatt ich muss sagen aber ich habe auch meine probleme da durch ich habe ein selbstbewustseins problem seid dem ich von zu hause und aus dem heim weg bin bin aber nicht so abe gerutscht wie sie habe meine eingene wohnug und einen Arbeitsplatz seit mehr als 6 jahre und bin ser zu frieden

  43. 63.

    Ich bin beileibe nicht zartbesaitet, aber mir standen die Tränen in den Augen beim Lesen des Artikels. Ich habe acht Kinder großgezogen, davon sechs Pflegekinder. Der eine ist durch Tische und Bänke gedroschen worden, die andere hat ihre Mutter verloren, weil der Vater sie erschossen und sich anschließend das Leben genommen hat. Der dritte wurde vom betrunkenen Vater mit sechs Jahren an den Haaren als Putzlumpen durchs Wohnzimmer gezogen, dem vierten kauften die Großeltern selbst das Haschisch auf dem Schwarzmarkt. Keine Wichtigtuerei, liebe Leser: Das ist der Alltag, das ist Realität, und das sind keine aufgeblasenen Storys von storygeilen Journalisten. Es braucht Jahre, bis die gebrochenen Kinderseelen wieder gekittet sind. Mein ältester Pflegesohn sagte mal: "Morgens im Spiegel sehe ich einen normalen Menschen. Die Narben im Gesicht sehe nur ich – kein anderer." Unser Rechtssystem mag die Eltern dieser Kinder aufgrund deren psychischen Erkrankung schützen. Drauf gepfiffen.

  44. 62.

    @redmann redi Ich bitte sie den Text genauer durchzulesen. Es wird nie gesagt. dass eine 4-jährige aus ihrem Leben erzählt. Das Alter des Mädchens wird als 14 angegeben, und lediglich ein Teil ihrer geschichte, aus der Zeit als sie 4 war, wird beschrieben. Ausserdem ist der "Kinderklau" nicht ein Geschäft, sondern eine soziale Hilfeleistung. Verzeihen sie mir die Annahme, jedoch wirkt es auf mich dass ihre Aussagen entweder aus einem unwissenden Geist entstammen, oder sie sind nur existent, um zu provozieren. LG Joseph

  45. 60.

    Du magst Recht haben, dass es Väter gibt, die ihre Kinder sehen wollen und dies von den Mütter abgelehnt wird. Deine pauschalen Aussagen über gutwillige Väter, böswillige Mütter und ignorante Jugendämter stimmen aber so nicht! Wenn du wüßtest, dass jeder Fall anders ist, würdest du deine Negativerfahrungen nicht so einfach auf die anderen Fälle von Eltern- und Kinderprobleme übertragen.

  46. 59.

    Mir scheint die psychologische Kompetenz der Leitung optimierbar. Über die Mutter heißt es erst, ihre "Psychose" sei kontrolliert, im nächsten Satz sei sie dann "manisch-depressiv". Schon der Begriff ist veraltet, vor allem haben beide Krankheitsbilder nichts miteinander zu tun (mit einer speziellen Ausnahme)! Die Begriffe wirken geradezu wahllos benutzt.
    Aus der Perspektive erstaunt die ambivalente Empathie für Mirella kaum, die dem Kind noch Therapie zugesteht (und sich für den Erfolg unverhohlen selbst lobt), dem Teenager aber die Reflektiertheit plötzlich abspricht, der ziemlich gesund wirkende Selbstschutzansatz beruhe nur auf Schuldzuweisung.
    Ob die Mutter 'schuld' sein kann, spielt gar keine Rolle. Relevant sind 14 Jahre Erfahrung mit Hoffnung und Enttäuschung. Zu erkennen, ob weitere Versuche subjektiv sinnvoll sind, ist eine sehr reife, gesunde Leistung.

  47. 58.

    Wahrscheinlich den Kindsraub in die Wege geleitet oder dem sind Mutter und Kind sch.... egal gewesen. Normalerweise hält man gesellschaftlich gegen Kindsraub zusammen. Blöd wer da mit Gewalt, Kindsraub dazwischen grätscht.

  48. 57.

    Das Kind darf noch nicht einmal weggenommen werden. Setzen Sie sich über entwürdigende Massnahmen, wie Kindsraub hinweg. Es ist das Recht des Kindes bei der Mutter zu leben, zur Mutter zurück zu dürfen, noch am gleichen Tag der Wegnahme. Wer das verbietet, begeht maßlose seelische Folter an dem Kind und der Kindsmutter und gehört wegen Kindsraub ins Gefängnis. Entschuldigung aber haben die Kidnapper oder das AMT in diesem Falle, nichts besseres zu tun als Mutter und Kind zu foltern?
    Diese seelischen Verletzung durch Dritte sind unter aller Sau und absolut zu unterlassen. Nicht umsonst besagt das Grundgesetzt wir haben das Recht und die Pflicht selbst für das eigene Kind direkt zu sorgen. Danke nein ich brauche keine Dritten, die sich dreist dazwischen quetschen und der Meinung sind sie wäre etwas besseres. Menschen die über solche Verletzungen lachen, sind nichts als Hülsen, die seelisch und herzlich absolut kein Verständnis für Mutter und Kind hatten.

  49. 56.

    An Tom Müller, Düseldorf.
    Haben Sie gelesen UND verstanden, was A. Lehmann schrieb und meinte?

    Ich helfe Ihnen mal:
    1 Satz: Die Trennung von Geschwistern ist in deutschen Heimen leider, leider Usus bis zum jüngsten Tag.
    2 Satz: Die Behörden verdonnern beide Kinder zu einer langjährigen Heimkarriere mindestens bis zum 18 Lebensjahr. Beide Kinder haben dann 14 bis 16 Jahre im Heim verbracht. Obwohl ein Heim überhaupt nicht angezeigt ist. Versetzen Sie sich nur ansatzweise in die Seele dieser Menschen. Das sind tickende Zeitbomben.
    3 Satz: Bezieht sich direkt auf Sätze 1 und 2 ist logisch. Die Zulassung der Heimleiterin sollte in Frage gestellt werden!

  50. 55.

    @LULU ... höflich möchte ich gerne einmal darauf verweisen, dass der Vater hier lediglich "nicht genannt" wurde.
    Wie und / oder wann er in Erscheinung trat ist somit rein spekulativ.
    Leider gibt es immer noch genügend bzw. sehr viele Väter, die gerne Verantwortung übernehmen würden ... wenn sie denn dürften. Leider gibt es immer noch zu viele Mütter, die es den Väter verwehren den Kindern gegenüber Verantwortung zu übernehmen.
    Ich habe das große Glück es geschafft zu haben, viele meiner Leidensgenossen leider nicht. Sie wurden über Jahre ausgegrenzt und erniedrigt. Es ist einfach nur traurig mit anzusehen, wie manche Frauen ihre eigenen Interessen über die des Kindes stellen und dazu auch noch die Unterstützung ihrer Eltern und des Jugendamtes erhalten ...

  51. 54.

    was für eine fgequirlte scheisse !!! eine 4 Jährige erzählt aus ihrem Leben !!! oder besser das Jugendamt und der Notwendige Gutachter Erzählen durch den Mund des Mädchens !! So werden Geschäfte gemacht !! Man schaue sich die Ausgaben der Jugendämter an in den Komunen !! das was das Mädchen dort erzählt sind zu 99 % immer die Aussagen wie sie beim Jugendamt zu finden sind ,als beispiel kalte Nudel ,Kind sagt das es gerne eine kalte Nudel isst ,Gutachter = Kind bekommt nur Kalte ungekocht Nudeln zum Essen !! usw...der Mutter zu helfen kommt denen nicht ansatzweise in den Sinn ,Kinderklau in Deutschland ganz Legal mit hilfe von Gutachtern und Familiengerichte ! gibt es nicht ? DOCH !!!! in der Bananenrepublick Deutschland ist das möglich genau wie Kinder Ehen !!

  52. 53.

    Es wird gesünder für sie sein, keinen Kontakt zu ihrer Mutter zu haben. Gerade die Pubertät ist eine sensible und zerbrechliche Phase.

  53. 52.

    Warum wird hier so spekuliert? Wenn jemand manisch-depressiv ist, dann ist man wirklich richtig doll krank. Man kann nichts dafür. Man begreift aber auch nicht, dass man krank ist. Vielleicht sollte man sich erstmal erkundigen, bevor man hier Spekulationen los lässt.

  54. 51.

    ... wegen Misshandlungen der Kinder, 2 Jahre nach meiner Trennung, sagte mir das Jugendamt: "Sie holen die Kinder dort raus oder wir machen das!" Ich holte die Kinder zu mir. Keine 4 Wochen später musste ich die Kinder wieder bei der Mutter abgeben, weil diese sich für eine Psychotherapie angemeldet hatte!!! Dass mit der Anmeldung noch keine Heilung der Mutter vollzogen war nahm das Jugendamt zur Kenntnis, versicherte jedoch regelmäßig nach den Kindern und der Mutter zu schauen. Im nächsten halben Jahr waren sie nicht einmal dort! VERSAGT!
    Zuerst holte ich die Große dort raus; die kleine Schwester (Mamas Liebling) ein Jahr später. Mein Kampf mit und für die Kinder dauerte über 10 Jahre. Die Erfahrungen, die wir dann mit den Damen von "Familie und Soziales" etc. machten sind, bis auf wenige Ausnahmen, als durchweg negativ zu bewerten. Lügen und Inkompetenz ohne Ende. Hier ging es größtenteils immer nur darum den Vater draußen zu halten ... wirklich! Einfach nur traurig.

  55. 50.

    Natürlich ist die Reaktion der Tochter verständlich. Ich verstehe den Satz der Leiterin dahingehend, dass einfach nicht sicher ist, ob Mirella schon, oder jemals dazu in der Lage oder bereit sein wird, ihrer Mutter zu vergeben. Um ihren Frieden mit sich und ihr zu machen. Bis dahin ist es für das Mädchen wichtig, eine Schuldige zu haben und den Kontakt abzubrechen - völlig in Ordnung! Aber ihre Mutter wird immer eben diese bleiben. In meiner Arbeit stelle ich immer wieder fest, dass Erwachsene, die als Kind ähnliches oder schlimmeres durchlebt haben, erst dann ihre innere Ruhe finden, wenn sie nachvollziehbare Gründe für das ihnen wiederfahrene gefunden haben. Dies stellt m.E. nach ein reiferes Lösungsmodell dar, als die Mutter nur als Schuldige zu sehen. Denn immerhin leidet die Mutter selbst unter einer psychischen Erkrankung und hat dadurch zwei Kinder verloren.
    Beste Grüße

  56. 49.

    Das sehe ich gar nicht so.

    Sicher, funktionieren Jugendämter genau so wenig, wie andere soziale Institutionen, die unsere Gesellschaft dringend brauchen. Doch das ist ein anderes Thema.

    Ich glaube, man darf Kinder erst wieder zu ihren Eltern lassen, wenn diese Eltern auch für die Kindern sorgen können. Dass es ihr frei steht, zu gehen, sagt dieser Bericht.

  57. 48.

    ZIemlich gut sooo viele Vorurteile in drei Sätze zu verpacken. "Das nichts die Mutterbindung trennt"... Kinder binden sich erstmal automatisch an den der verfügbar ist. Das muss nicht die Mutter sein. Die Trennung von einer wichtigen Bindungsperson ist immer ein Schock/ Trauma egal ob das gewollt oder ungewollt passiert. Insofern haben Bindungserfahrungen; je nach Wichtigkeit der Person; einen lebenslanegn Einfluß auf den Menschen und somit kann man auch nicht sagen das die Bindung getrennt worden wäre. SIe meinten wahrscheinlich Umgang, das ist aber zu differenzieren. Laut ihrer Aussage liegt in 50% aller Elternhäuser akute Kindswohlgefährdung vor. Ich wüsste zu gerne mal woher sie diese Zahl haben. Und was das mit den ärmeren Haushalten angeht.. ja es gibt da einen Zusammenhang und der ist wesentlich komplexer als Sie ihn hier darstellen. (Verminderter Zugang zu Bildung, soziale Vorverurteilung usw...)

  58. 47.

    ...und wo ist denn der kleine Bruder geblieben. Da redet niemand von.

  59. 46.

    Warum soll eigentlich ein 14-jähriges Mädchen mehr als ihren eigenen Anteil, nämlich mit ihrem Leben klarzukommen, auch noch für die Misstände ihrer Mutter verantwortlich sein? Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass diese Jugendliche eines Tages als Erwachsene ein selbstbestimmtes Leben führen will und hoffentlich auch kann.
    Vielleicht sollte die Leiterin des Jugendamtes mal berücksichtigen, dass zu einer Mutter-Tochter-Beziehung 2 gleichberechtigte Menschen gehören. So wie in diesem Beitrag von der Verfasserin beschrieben, sieht es so aus, dass dieser 14-jährige Teenager die Schuld bei ihrer Mutter sieht. Welchen Beitrag leistet eigentlich die Mutter ihre Tochter zu verstehen??

  60. 45.

    Vielleicht befindet sich das "Heim im Süden Berlins" tatsächlich im Land Brandenburg. Denn hätte Brandenburg einen weiteren Heimskandal und lernt nicht, was damals im Jugendministerium und in den Jugendämtern, die für die Haasenburg-Heime verantwortlich waren, alles für ein Mist produziert wurde. 2013 ist nicht so alnge her!

  61. 44.

    "Diese unsägliche Aussage, dass Mirella nur jemanden haben möchte, den sie beschuldigen könne, macht mich sprachlos"

    Mich hat diese Aussage auch sprachlos gemacht!! und erschüttert.

    Habe auch ähnliches erlebt wie Mirella, nur mit anderer "Färbung" . Ich bin voller Bewunderung für Mirella!
    Unglaublich wie stark sie ist!



  62. 43.

    Dieses unreflektierte Mütterbashing ist abscheulich und es wird bezeichnenderweise nicht mal ansatzweise erörtert, was die angeblich "psychisch kranke Mutter", die in einer "stabilen Partnerschaft lebt" (Gott sei Dank?)und ihre Tochter zurückhaben möchte, in die Situation geführt hat, in der sie angeblich steckt. Möglicherweise waren die sie zwingenden und quälenden Behörden selber an ihrem Zustand beteiligt? Welche Rolle spielt der Vater in diesem Drama? Wohl nicht die Rolle des die Mutter unterstützenden, für ihre Geburtsleistung ehrenden Mannes, der sie vor Übergriffen aller Art schützt? Wer von der Fertigmache dieser Mutter am meisten profitiert hat ist offensichtlich: die Damen Sozialarbeiterinnen und sogenannten Pädagoginnen, die sich mit der Zerstörung der natürlichen Bindung von Mutter und Kind ein gesichertes finanzielles Einkommen an Land gezogen haben! Wenn die Tochter jahrelang nach der Mutter flehte, warum wurde das vereitelt? Staatliches Verbrechertum!

  63. 42.

    Oft sind solche Berichte und Geschichten sehr einseitig dargestellt. Die Mutter hat sich Ihre manische Depression ja nicht ausgesucht. In Heimen sind die Kinder zwar untergebracht, aber die Qualität der Erziehung steht und fällt mit dem Personal. Kinder gehen m. E. immer den Weg des geringsten Widerstands. Mirella ist 14 und ich wünsche ihr, dass sie irgendwann einen Weg findet, sich mit ihrer Mutter auseinanderzusetzen und damit umzugehen. Im Moment ist das für Sie die Lösung schlechthin und durchaus legitim. Sie steckt in der Pupertät und hält diesen Zustand aus. Das ist eine enorme Leistung für ein 14jähriges Mädchen.

  64. 41.

    Man sollte nicht jedes Wort von Therapeuten auf die Goldwaage legen.

    "... Ich glaube, sie will das auch gar nicht verstehen. Sie will keine Krankheit als Erklärung akzeptieren. Sie will jemanden haben, den sie beschuldigen kann."

    Natürlich wäre es besser gewesen zu sagen: "Zur Zeit kann sie es noch nicht verstehen und Sie braucht zur Zeit jemanden, den sie beschuldigen kann."

    Aber dieses Kind ist erst 14 Jahre alt. In dem Alter darf man doch wohl für so ein Unglück einen Schuldigen suchen. Schlimmer wäre es doch, die Tochter würde die Schuld bei sich selber suchen und daran zerbrechen.

    Und wenn man als Therapeut weiß wo das Problem liegt, kann man zusammen daran arbeiten. Sie ist erst 14 Jahre alt und wird irgendwann wissen was Depressionen sind. Wer durch Reisen viele Kulturen kennenlernt wird meistens toleranter und mit dem Wissen über die Krankheit der Mutter wird auch Verständnis für die Schuldlosigkeit der Mutter kommen.

    Claus Gotzmann

  65. 40.

    Wer denkt, eine manisch-depressive Mutter könne nichts dafür, dass sie ihre Kinder allein gelassen hat, irrt. Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder. Wenn sie diese nicht schultern können, aus welchen Gründen auch immer, müssen sie sich Hilfe holen. Das hätte auch Mirellas Mutter tun müssen.

  66. 39.

    Richtig so: Diese beiden bösen Kinder gehören ins Heim und dann auch noch getrennt, dass sie keinen weiteren Unsinn machen!!! Und schließlich brauchen Heime langjährig gesicherte Geschäftsobjekte, die das betreffende Jugendamt besorgt.

    Das Thema ist hier völlig unverstanden aufgefriffen und dargestellt worden. Schade um die Mühen. ...

  67. 38.

    Den ganzen Müll habe ich "fast"genauso durch....Bin halt nur später ins Heim ,als mir endlich bewusst wurde-meine Mutter braucht selber Hilfe-Sonntags schleppte sie mich ab 11.00 Uhr mit in die Kneipe (ich war da 6 Jahre )...bis Kneipenschluss musste ich dort ausharren..und die sturzbesoffene Alte heimbringen...Meine älteren Geschwister hatten sich Wochenend`s ständig verkrümelt , bei Freunden gepennt...Naja...Will jetzt nicht ausschweifen..Frage : Wo ist der Bruder ????

  68. 37.

    Über eine Person lese ich gar nichts. Diese Person sollte in der Familie auch eine rolle spielen, ich rede vom Vater der Kinder. Was ist mir dem, was macht er für seine Kinder?

  69. 36.

    Und doch kann nichts darüber hinweg täuschen, dass die Geschichte der Heimerziehung 400.000 Opfer institutionellen Verbrechens aus Gewalt, Missbrauch, Zwangsarbeit, Bildungsvorenthaltung auf deutschen Nachkriegsboden in West wie Ost hervorbrachte, und die wöchentlichen Mitteilungen von Missbrauch in den Medien nicht abreißen wollen. So lange staatliche und kirchliche Träger sich hier nicht verantworten, der Gesetzgeber keine Entschädigung für seine Aufsichtspflichtverletzung und späterer Schutzpflichtverletzung den Opfern zukommen lässt, so lange können wir auch nicht davon ausgehen, dass die Heimerziehung ein probates Mittel ist, Persönlichkeit Minderjähriger gesunden zu lassen. Mehr zur Lage der Opfer findt man im Internet unter: kinderrechte-blog. byme-magazin

  70. 35.

    Mir tun alle Kinder leid, die einen Elterteil verlieren; denn dieses Trauma bleibt ein Leben lang;
    in diesem Fall dramatisch, weil die Mutter psychisch krank ist;
    in anderen Fällen, weil ein Elterteil stirbt;
    in den meisten Fällen, weil nach einer Trennung ein Elterteil, meist der Vater, entsorgt wird; hier werden die Kinder oft so lange manipuliert, bis sei den "bösen" Elternteil selber ablehnen; leider besteht für diese Fälle und für diese Kinder keine Lobby

  71. 34.

    Ich bewundere alle Menschen und bedanke mich bei denen, die sich aktiv um solche Schicksale kümmern. Wer der Auffassung ist, sie oder er könnte das vielleicht noch besser, sollte möglichst schnell aktiv in der Betreuung solcher Schicksale tätig werden und dann mit all ihrer/seiner Fachkenntnis für noch bessere Ergebnisse sorgen.

    Danke für Ihr Verständnis.

  72. 33.

    In was für einer Welt leben wir... armes Kind!
    Wieso das Jugendamt befürwortet, daß das Mädchen zur Mutter zurück soll, kann ich überhaupt nicht verstehen.
    Kinder sind das wichtigste auf der Welt, wie bringt eine Mutter es fertig, ihre Kinder so zu vernachlässigen ... Krankheit hin oder her, besoffen vor den Kindern zum zu turnen, das ist NO-GO!
    Ich hatte letztes Jahr eine familiäre Katastrophe durchzustehen. Nur der Gedanke an mein Kind hat mich am Leben erhalten und das ist gut so ... heute kann ich gar nicht verstehen, daß ich mich so niederziehen ließ. Niemand soll so egoistisch sein, sein Leben durchzuziehen und andere dafür leiden zu lassen.
    Hut ab vor Mirella ... weiter so Mädel. Du brauchst Deine Mutter nicht!

  73. 32.

    Ich gebe Ihnen Recht.
    Außerdem entschuldigt keine Krankheit der Welt was dem Mädchen durch diese Frau schreckliches geschehen ist. Egal ob es gewollt war oder die Frau es aufgrund ihrer Psyche nicht kontrollieren konnte: Sie hat dieses Verlassen, dieses Hungernlassen, dieses potentielle "Kinder sterben lassen" vollzogen.
    Dafür muss sie nun auch Verantwortung übernehmen.

    Es ist eine Schande, dass eine professionelle Leiterin, dem Kind nachsagt, etwas "nicht verstehen zu wollen" und "einen Schuldigen zu brauchen".
    Damit wird ihr die Verantwortung für die aktuelle Situation in einem sehr negativen, schuldgeladenem Sinne gegeben, was leider im "System" (der Ämter, speziell Jugendämter, Auffangstellen und Psychotherapie/Psychiatrie) ganz üblich ist:
    "Das Opfer muss alles verstehen und verzeihen können.
    War der Täter krank, ist er in Wirklichkeit das Opfer des Kindes, durch dessen "Unverständnis".
    Außerdem ist die Krankheit verantwortlich. Das muss doch alles ungeschehen machen."

  74. 31.

    @Marla Singer
    Sie wird ja nicht mit 14 in eine Pflegefamilie vermittelt - sie war 4 als die Entscheidung dafür anstand. Und da hat sich das Jugendamt - als beratende Instanz für den entscheidenden Familienrichter - offenbar für die Heimunterbringung ausgesprochen - was ich klar für einen Fehler halte.

  75. 30.

    Diese unsägliche Aussage, dass Mirella nur jemanden haben möchte, den sie beschuldigen könne, macht mich sprachlos. Auch wenn es wahrscheinlich anders passiert, hoffe ich, dass sie diesen Beitrag nicht liest. Die Krankheit zu erkennen, zu behandeln und akzeptieren soll Aufgabe der Gesellschaft sein und nicht der Tochter! Wie kann eine pädagogische Leiterin einem Kind so etwas vorwerfen! Ich freue mich für Mirella, dass sie es geschafft hat, die Entscheidung zu treffen, sich von ihrer Mutter loszusagen und nun weiter heilen kann.
    Sollte Mirella irgendwann wieder den Kontakt zu ihrer Mutter suchen, hat sie meine Bewunderung. Ich kann das mit Mitte 30 nicht einmal, weil es immer noch so unglaublich weh tut. Ich hätte aber nicht gedacht, dass jemand mit professionellem Hintergrund den Schmerz der Tochter vorwirft

  76. 29.

    Ich habe zwei Pflegesöhne in Vollzeitpflege nun gerade fast fertig großgezogen. An der Schilderung Mirellas ist mir nichts fremd.
    Heime sind aber gerade für die langfristigen Unterbringungen nur die zweite Wahl. Und in Mirellas Fall würde ich sagen, dass in nahezu jedem anderen Jugendamt eine Pflegefamilie für die Geschwister gesucht und gefunden worden wäre.
    Die Kinder können in Pflegefamilien neue Beziehungen herstellen und die alten ablösen. Das ist ein komplizierter Prozess, aber er funktioniert in der Regel. Heime können das organisatorisch nicht auf einer vergleichbaren emotionalen Ebene leisten.
    Dass sich Mirella erst mit 14 von der Mutter lösen kann, ist der falschen Strategie der zuständigen Jugendamts geschuldet.

  77. 28.

    Veruschen Sie mal wiessen was psychose ist bevor reden, niemand ist diabetes , psychose ist eine krankheit , niemand ist maniac , die menschen HABEN manie. Die mutter hat auch mit alles das geleidet, eine psychologisch zerstört nicht nur komplett ihnen aber auch alles was um ihnen ist, die Person will eingentlich nichts davon, IGNORANT !!!!

  78. 27.

    Beim Lesen der Geschichte musste ich an meine eigene denken, die ganz ähnlich verlief, nur, dass meine Mutter nach jahrelanger Krankheit dann an Krebs gestorben ist. Auch bei ihr drehte sich eigentlich alles nur um sie selbst, ebenfalls wegen emotionaler Instabilität, Alkohol und eigener traumatischer Geschichte.
    Die Äußerung der päd. Leiterin finde ich deshalb völlig unempathisch und auch unprofessionell. Es ist nicht Mirellas Aufgabe, ihre Mutter zu versorgen, und sei es nur mit Verständnis. Das geht vielleicht in zehn, zwanzig Jahren. Aber jetzt gerade kommt sie aus einer verlorenen Kindheit, in der sie und ihr Bruder hätten versorgt werden müssen. Und es ist gut, dass sie sich vor weiteren (erwartbaren) Enttäuschungen durch die Mutter schützt. Das Loch, das durch eine solche Geschichte entsteht, ist sowieso nicht zu füllen. Es wäre ein denkbar schlechter Zeitpunkt, das Trauma wieder zu aktualisieren. Mirellas "Nein" ist – erstmal – eine Ressource.

  79. 26.

    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum dass nichts die Mutterbindung trennt. Wenn Kinder wie Erwachsene handeln würden wären 50% der Kinder frühzeitig aus dem Haus weil die Eltern so furchtbar sind. Gerade in ärmeren Gebieten.

  80. 24.

    Auch mich hat die Aussage der Leiterin des Jugendamtes sehr befremdet. Ich war selbst in einer ähnlichen Situation . Inzwischen bin ich 61 Jahre alt, habe Kinder und Enkel und schon viele Jahre den Kontakt zu meiner Mutter/Ursprungsfamilie abgebrochen. Es geht mir heute sehr gut. Wie viele Menschen arbeiten in Jugendämtern (auch in Führungspositionen), die das Leid von Kinder und Jugendlichen verschlimmern, weil sie nicht in der Lage sind, die toxische Situation in ihrem wirklichen Ausmaße zu erkennen und zu handeln. Verständnis, Versöhnung und Verzeihen hat keine Priorität für das betroffene Kind. Es geht einzig und alleine um seinen Schutz und seine Heilung. Dazu ist ein Kontaktabbruch und und die Konzentration auf das eigene Leben oft absolut notwendig. Wie viel Leid haben Jugendämter schon verursacht und tun es immer noch! Auch die Kirchen haben viel Unheil gebracht, indem sie den Opfern einreden, man müsse verzeihen. Für das eigene Seelenheil. Nein, das muss man nicht!

  81. 23.

    Scheinbar ist der Leiterin des Heims nicht bewusst, dass es völlig gleichgültig ist, was genau die grundlegende Ursache für das Verhalten eines Elternteils ist, denn die seelischen Verletzung des Kindes sind bereits passiert. Diese können nicht einfach geheilt werden mit dem Satz "es war keine Absicht, es war die Krankheit". Fakt bleibt: es liegt in der Verantwortung der Eltern, sich und dem Kind nicht zu schaden. Es lag demnach in der Verantwortung der Mutter, sich und dem Kind rechtzeitig Hilfe zu holen. Die Therapie kam reichlich spät. Meiner Meinung nach wird noch heute auf Behördenseite immernoch viel zu lapidar mit dem Wohlergehen der Kinder umgegangen, viel zu spät eingegriffen und viel zu wenig Empathie für die Situation der Kinder gezeigt.
    Beste Grüße von jemandem, deren alleinerziehende Mutter ebenfalls alkohlabhängig und unzurechnungsfähig war und sich auch um den kleinen Bruder kümmern musste.

  82. 21.

    Nun man muss sich natürlich fragenob das Jugendamt nicht hier mit Schuld trägt und mit verursachte die Sache,das Jugendamt zerstört mehr Familien wie es Ihnen hilft,und das Jugendamt schädigt in willkür Familien und schädigt das ansehen " Familie " das Jugendamt hat eine Monopol stellung und unglücklicher weise traut sich KEINEwas wirklich zu tun, selbst das Jugendamt verletzt Rechte der Bürger da schreit keine,aber große Klappe wenn Menschenrechte im Ausland verletzt werden !! armes Deutschland zumal berücksichtigt werden solle wir wissen auch nicht was das Jugendamt zu Mariella sagte und das Jugendamt ist in erfindungen Top !!

  83. 20.

    Spannend finde ich hier, dass der Vater (oder meinetwegen auch: Erzeuger) hier mit keinem Wort erwähnt wird. Klar ist da mit der Mutter offensichtlich einiges schiefgelaufen. Aber der Vater hat offensichtlich noch mehr versagt, wenn er in diesen 14 Lebensjahren des Mädchens überhaupt nicht vorkommt. Ich empfinde es, dass sowas immer noch als viel zu selbstverständlich wahrgenommen wird ...

  84. 19.

    Ich finde die Aussage der Heimleiterin auch sehr bedenklich.
    Es ist nicht der Job einer 14-jährigen zu verstehen, was es heißt, manisch-depressiv zu sein. Es ist der Job der Mutter, das selbst zu verstehen und dafür zu sorgen, dass es ihr besser geht. Mariella hat sowieso schon viel zu früh in der Überforderung gelebt - zunächst ging es um ihr eigenes Überleben und dann fühlte sie sich verantwortlich für den kleinen Bruder. Es wäre für sie in dem Alter eine weitere Überforderung, mit dem psychischen Zustand der Mutter konfrontiert zu werden.
    Mag sein, dass sie in die Opferhaltung geht, indem sie die Mutter beschuldigt. Und das finde ich in diesem Alter auch überaus legitim. Das ist auch ein SChutz vor den überwältigenden Gefühlen von Hilflosigkeit, Verzweiflung, Wut, Ohnmacht und Verlassenheit, um nur einige aufzuzählen.
    Ihre innere Führung zeigt ihr ganz genau, was JETZT für sich wichtig und richtig ist - und das ist auf gar keinen Fall die Auseinandersetzung mit der Mutter.

  85. 18.

    "In den ersten Jahren will Mirella nur zurück. Sie begreift nicht, dass ihre Mutter psychisch nicht in der Lage ist, sich um sie zu kümmern. Wie auch!? Sie ist vier."

    Wer ist erst vier? Die Mutter? Sie sollten sich vielleicht jemanden leisten, der sich mit sprachlicher Gestaltung auskennt und solche Stilblüten korrigiert.

  86. 17.

    Hat das Kind nicht auch Großeltern? Großeltern sind ein Anlaufpunkt in schwierigen Zeiten. Auch wenn die Jugendämter das nicht sehen wollen, diese Beziehungen gehören auch zur Familie. Trotzdem wünschich Dir das Allerbeste im weiteren Leben.

  87. 16.

    Liebe Mirella, das sollte kein Kind durchleben müssen! Es tut mir so leid, was du durchstehen musstest. Du und dein kleiner Bruder habt Schlimmes überstanden und soviel Kraft gezeigt. Ich bewundere euch und schicke euch warme Grüße und ganz viel gute Wünsche für die Zukunft.

  88. 15.

    Ich empfinde ein furchtbares Entsetzen beim Lesen dieser Geschichte. Ich könnte mir es nicht vorstellen, was ich machen würde, wenn ich keinen einzigen Verwandten außer meinem Bruder hätte, der für mich da ist, wenn im Leben mal was schief läuft. ICh habe größten Respekt für das Kind und wünsche Ihr alles Gute für die Zukunft. Hoffentlich kann sie weiterhin ihren Weg gehen und die Zukunft anders gestalten, als sie es von ihrer Mutter gelernt hat.

  89. 14.

    Ich selbst habe psychotische Schübe hinter mir und habe aus diesem Grund kein Kind in die Welt gesetzt, da ich die Bürde für ein Kind für zu hoch hielt. Ich kann daher die Mutter verstehen. Sie hat keine Schuld. Aber die Tochter kann ich auch verstehen. Aus ihrer Position ist die Mutter definitiv schuldig. Damit muss sich die Mutter abfinden. Nach den vielen Scherben, die die Mutter zerbrochen hat, willentlich oder unwillentlich, weil psychotisch bedingt, braucht die Tochter einfach Ruhe für die eigene Entwicklung. Wenn ich die Mutter wäre, würde ich nicht drängen, das Kind zurückzuholen, sonder grade aus der Erfahrung eigener Verletzung heraus, vom Kind her denken und sie in Ruhe lassen. Ein gemeinsames Beklagen der Hölle, durch die beide gegangen sind, kann erst stattfinden, wenn die Tochter weit erwachsen ist und ein stabiles Leben aufgebaut hat. Trost findet sich dann in der Vergebung. Aber alles hat seine Zeit, grade Vergebung.

  90. 13.

    Toller Artikel, sehr gut geschrieben. Es hat mich ziemlich bewegt und mich an meine eigene Kindheit erinnert.

    Als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener kann man bestimmten verhalten nicht verstehen. Leider wird ihr die beste Therapie nicht helfen, wenn Sie anfangt wirklich erwachsen zu werden. Ich hoffe für sie, das sie stark genug sein wird für das was noch kommt. Wenn Sie das später noch schafft, wird sie Einblicke in das Leben erhalten, wo von andere nur träumen können.

  91. 12.

    Was ist aus Mirellas Bruder geworden? Der wäre heute zwölf Jahre alt. Wie sieht er die Situation heute?
    Ansonsten kann ich Mirellas Gedanken völlig nachvollziehen. Mein Vater war Alkoholiker, mit seinem Suff und seiner Unzuerlässigkeit bin ich aufgewachsen, war dann als junger Erwachsener jahrelang bei den Al-Anons. Um Verstehen zu lernen und um zu lernen, sich abzugrenzen. Bis er sich letztlich zu Tode getrunken hat. Das braucht kein junger Mensch.

  92. 11.

    Alles Gute!

  93. 10.

    "Offenbar".... ja natürlich, ja natürlich ist nach so einer Beziehungs-Historie das Vertrauen am Boden zerstört. Bei jedem versprochenen Besuch am Fenster oder am Balkon zu stehen, um dann festzustellen, dass die Mutter wieder nicht zu Besuch kommt... das löst schon einen Erdrutsch in einem Kind aus.

    Es gibt Momente im Leben eines Kindes - und das wird von Erwachsenen sehr unterschätzt, zu welcher Bewertung und Reflektion ein Kind in der Lage ist - da trifft man Entscheidungen gegen etwas, um sich selbst zu schützen. Und genau das hat Mirella getan, zumindest vorerst, bis sie sich selbst soweit abgesichert und stabilisiert haben wird, dass ihr der Kontakt zu ihrer Mutter keinen Schaden mehr zufügen kann.

    Das wird sicher seine Zeit dauern... aber das ist etwas, was jeder Mensch individuell mit sich selbst ausmacht.

  94. 9.

    "Wieso bleibt die Behauptung der Leiterin des Heims, dass die Tochter jemanden brauche, den sie beschuldigen könne, so unkommentiert da stehen? Ist es nicht völlig verständlich, dass die Tochter sich quasi "eingemauert" hat?"

    Das sehe ich ganz genauso. Wieso gibt die Leiterin ihr nicht das Recht, sich abzugrenzen und das Verhalten der Mutter (endlich) zu bewerten!? Wieso nimmt sie ihr das Recht, diese tiefen Traumata zu verarbeiten, (endlich) eigene Bedürfnisse und Gefühle gegenüber der Mutter zuzulassen? Wieso wird sie in ihren Ich-Erfahrungen und ihrer Persönlickeitsentwicklung nicht unterstützt!? Sehr unprofessionell, entspricht keinesfalls dem Standard (ich komme vm Fach).
    Hätte mir insofern auch von der Redaktion dringend eine kritische Hinterfragung der "Leiterin" gewünscht.

    Mirella, alles Gute für Dich und Deinen Bruder! Lass Dir nichts einreden; Du hast jedes Recht, Dich vor Deiner Mutter zu schützen, der Du zu nichts verpflichtet bist! Du bist STARK!

  95. 8.

    Aufgrund von Trennung und damit verbundenem Kampf für meinen Sohn, bin ich in den letzten Jahren oft mit solchen Geschichten konfrontiert worden. Es zerreißt mir jedes mal das Herz, sowas zu lesen. Wie tief muss man als Eltern sinken, um einem Kind so etwas anzutun. Für (fast) alles im Leben braucht es eine Genehmigung oder einen Befähigungsnachweis. Leider gibt es sowas nicht, wenn man Kinder in die Welt setzt. Auch wenn es vielleicht absurd klingen mag, aber man sollte wirklich mal über sowas nachdenken, um das Risiko, dass Kindern solch ein furchtbares Schicksal angetan wird, soweit es geht zu minimieren, denn das sind ja keine Einzelfälle.

    Was ich mich bei der Geschichte frage: was ist eigentlich mit dem Vater? Ist der genauso unfähig? Oder, was auch naheliegt, ist er gar nicht zu ermitteln? Oder hat man die Kinder lieber in ein Heim gesteckt, nur um sie nicht dem vielleicht doch geeigneten Vater, anvertrauen zu müssen? Sowas gibt es in D nämlich auch.

  96. 7.

    Ich kann Mariella voll und ganz verstehen, dass sie nicht zurück will. Und es wird ihr langfristig damit auch besser ergehen, als sich während der Pubertät mit der Bürde einer manischen Mutter auseinanderzusetzten. Im Heim hat man zwar weniger zwischenmenschliche Intimität im Sinne von Liebe, aber eine Stabilität und Unterstützung durch Pädagogen, die man von manischen nicht erwarten kann.
    Als Erwachsene hat sie genug Zeit, sich mit Ihrer Mutter zu treffen und auseinaderzusetzten, ohne dass sie sich innerlich selbst dabei zersetzt.

    Maria, 41 Jahre

  97. 6.

    Ganz einfach, um sich und ihre unwahrscheinlich hochwertige professionelle Arbeit hochzuloben, auch wenn sie nichts dazu beigetragen hat...

  98. 5.

    Zitat: "Bloß nicht mehr nach Hause" - War das denn ein wirkliches Zuhause?

  99. 4.

    Im Artikel heißt es an einer Stelle:
    >>Doch Mirella will diese Besserungen nicht sehen, glaubt die Leiterin: "Ich bin mir nicht sicher, ob sie weiß, was es bedeutet, dass ihre Mutter manisch-depressiv ist. Ich glaube, sie will das auch gar nicht verstehen. Sie will keine Krankheit als Erklärung akzeptieren. Sie will jemanden haben, den sie beschuldigen kann."<<
    Das Vertrauen der Tochter in ihre Mutter ist offenbar so schwer zerstört, dass die Tochter den Kontakt abgebrochen hat. Es heißt ja, Mutter und Tochter hätten sich seit einem Jahr nicht gesehen. Ich kann das gut nachvollziehen. Aus Sicht eines Kindes gibt es wohl kaum etwas Schlimmeres als das Urvertrauen in die Mutter zu verlieren. Wieso bleibt die Behauptung der Leiterin des Heims, dass die Tochter jemanden brauche, den sie beschuldigen könne, so unkommentiert da stehen? Ist es nicht völlig verständlich, dass die Tochter sich quasi "eingemauert" hat?

  100. 3.

    Eine furchtbare kindliche Tragödie für das Mädchen und ihren kleinen Bruder. Wer weiß wievel ähnliche Schicksale es in unserer Stadt, unserem Land noch gibt. Man kann beiden nur von ganzem Herzen wünschen das sie in Zukunft ein einigermaßen glückliches Leben führen können und Albträume aus der früheren Zeit langsam verschwinden.

  101. 2.

    Nur in ganz seltenen Fällen werden Jugendliche in dem Alter noch in Pflegefamilien vermittelt. Meist läuft es maximal auf eine betreute WG hinaus. Mirella fühlt sich doch in der derzeitigen Situation soweit wohl. Dort wird sie hoffentlich weiter verbindlich betreut. Die Schule ist wichtig, Freunde finden, ein halbwegs normales Teenager-Leben leben. Das kann auch viel bewirken. Ich wünsche Ihr alles Gute für die Zukunft!

  102. 1.

    Was die Leiterin glaubt, halte ich für hypothetisches Geschwafel, was Mirella in keiner Weise hilft, die Konflikte aufzulösen. Meiner Meinung nach braucht Mirella eine beständige, zuverlässige familiengleiche Gemeinschaft, in der ihre Fähigkeiten und Talente gefördert werden. Also, echte individuelle Hilfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Berliner Schaum zum Fest (Quelle: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender 2019 - 11. Tür: Berliner Schaum zum Fest

Mit "Oh - es riecht gut, oh - es riecht fein" startet ein Kinderlied übers Weihnachtsbacken. Auch wer nicht backt, hat in Berlin viele Gelegenheiten, lokales Zuckerzeug zu erstehen. In Reinickendorf zum Beispiel kommt die Süßigkeit aus dem Kupferkessel und hat handgetupfte Augen.