DHL-Packstation auf der Kantstraße in Potsdam-West, 3. Dezember 2017. Hier wurde am 30. November eine Paketbombe mit Ziel Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt aufgegeben um DHL zu erpressen. (Bild: imago/ Martin Müller)
Video: Brandenburg aktuell | 08.01.2019 | Jaqueline Piwon | Bild: imago/Martin Müller

Soko "Quer" veröffentlicht MAC-Adresse - Polizei leitet Cyber-Fahndung nach DHL-Erpresser ein

Ein Handy oder einen Laptop der Marke Motorola soll der DHL-Erpresser, der 2017 und 2018 mehrere Pakete mit Paketbomben in Berlin und Brandenburg verschickt hat, benutzt haben. Die Brandenburger Polizei sucht den Täter jetzt mit der MAC-Adresse seines Geräts.

Das Brandenburger Landeskriminalamt (LKA) hat am Dienstag die mutmaßliche "Media-Access-Control-Adresse" (MAC) des DHL-Erpressers, der Pakete mit Spreng und Brandvorrichtungen an verschiedene Adressen in Brandenburg verschickt hatte, veröffentlicht.

Der mutmaßliche Erpresser hat laut Polizei im Frühjahr 2018 zu unterschiedlichen Zeiten öffentliche WLAN-Netze in Berlin genutzt. Die Polizei bat Anbieter öffentlicher Netze zu prüfen, ob sich die MAC-Adresse f8:e0:79:af:57:eb eingewählt hat. Auch Privathaushalte könnten betroffen ein.

Gesucht wird die Nummer f8:e0:79:af:57:eb

Jedes technisches Gerät - jedes Handy, jeder Laptop, jeder Rechner - hat eine eindeutige physikalische Adresse an einer Netzwerkschnittstelle  – in diesem Fall: f8:e0:79:af:57:eb – und ist so eindeutig identifizierbar. Die Ermittler hoffen, dass über die nun veröffentlichte MAC-Adresse "wichtige Hinweise" eingehen, um den noch unbekannten DHL-Erpresser zu finden.

Der DHL-Erpressungsserie werden vier Paketbomben zugeordnet. Die erste wurde im November 2017 in Frankfurt an der Oder entdeckt. Eine zweite führte im Dezember 2017 zur kurzzeitigen Sperrung des Weihnachtsmarkts in der Potsdamer Innenstadt. Ein dritter Sprengsatz wurde im Januar vergangenen Jahres im Berliner Stadtteil Steglitz entdeckt, die vierte und bisher letzte Bombe im März 2018.

Gesucht: ein Endgerät der Marke Motorola

Den Ermittlern der Soko "Quer" gelang es nach eigenen Angaben, die Kommunikation des mutmaßlichen Täters via E-Mail am 6. April 2018, 13. April 2018 und 14. April 2018 auf ein Endgerät der Marke Motorola mit der MAC-Adresse f8:e0:79:af:57:eb zurückzuführen. In allen Fällen habe die bislang unbekannte Person zu unterschiedlichen Zeiten mehrere öffentliche WLAN-Netze in Berlin genutzt.

Das LKA Brandenburg bittet daher Inhaber öffentlich zugänglicher WLAN-Netze zu prüfen, ob sich die MAC-Adresse f8:e0:79:af:57:eb dort eingewählt hat.

Sendung: rbb24, 08.01.2019, 16 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ansonsten weiß Lenovo, zu was für einem Gerät diese MAC gehört.

  2. 1.

    Eine MAC-Adresse lässt sich kinderleicht ändern, soviel zum Thema eindeutige Identifizierung.
    Nur eineindeutige Identifizierung ist relevant, der Rest ist Kaffeesatzlesen.

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