Symbolbild: Radfahrer fahren in Göttingen (Niedersachsen) über den Radschnellweg (Quelle: dpa/ Pförtner)
Audio: Inforadio | 31.01.2019 | Jan Menzel | Bild: dpa/ Pförtner

Teltowkanalroute - Erster Radschnellweg in Berlin soll 2022 gebaut werden

Berliner müssen auf den Bau von Radschnellstrecken noch einige Jahre warten. Der Baustart für die erste von zehn Routen soll voraussichtlich 2022 sein und am Teltowkanal entlang führen, wie Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen) mitteilte. Radfahrer sollen auf den Strecken schneller in der Stadt vorankommen.

Eigenständige Wege, vom motorisierten Verkehr getrennt

Am Donnerstag will die Senatsverwaltung im Rathaus Schöneberg über die Planungen zu der ersten Route informieren - es ist der Auftakt von Infogesprächen, die auch zu den anderen Strecken folgen sollen. Das Projekt zur ersten Route ist noch in einem frühen Stadium, später soll es eine Bürgerbeteiligung dazu geben.

Den Radverkehr in Berlin attraktiver zu machen ist ein wesentliches Ziel, das sich die seit 2016 regierende rot-rot-grüne Koalition gesteckt hat. Die Radschnellverbindungen sind auch im Mobilitätsgesetz (Paragraf 45) festgehalten. Demnach sollen diese Routen auf eigenständigen Wegen, in Fahrradstraßen oder vom motorisierten Verkehr getrennt in Straßen verlaufen. Der Senat plant nach derzeitigem Stand zehn Strecken, die zusammengenommen eine Länge von mindestens 100 Kilometern umfassen sollen.

Radschnellverbindung Teltowkanalroute. (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Sendung: Inforadio, 29.01.2019, 18 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Wie gern gehe ich am Teltowkanal in Steglitz und Lichterfelde spazieren. Das ist dann also ab 2020 vorbei, denn für einen zweispurigen "Radschnellweg" ist der jetzige Asphaltweg gerade mal breit genug - und nicht überall kann man durch seitlichen Kahlschlag mehr Platz schaffen.

    Aber ich kann ja dann künftig über den Hindenburgdamm spazieren. Hauptsache, die Radfahrer haben es schön.

    Danke, Rot-Rot-Grün!

  2. 11.

    Von welcher Partei bzw. Regierung (3er Koalition)soll ich denn erwarten dass sie den ÖPNV und den leicht/nicht motorisierten Individualverkehr hinbekommt?! Die SPD stellt seit nun fast 20 Jahren die Chef. Koalitionen gab es entweder mit CDU oder Die Linke. Das Ergebnis: Sehen wir heute. Die Flughafenpartei kann man nun nicht ernst nehmen und von der AfD ist auch nicht viel zu erwarten.

  3. 10.

    Ich könnt von zu Hause zum Büro am Teltowkanal langradeln, also von Schönow bis Neukölln. Geht nicht, gibt nicht überall Treidelpfade. Wäre es nicht furchtbar einfach, eine Teltowkanal-Route am Kanal entlang zu machen - das Wassserschifffahrtsamt müsste halt zustimmen... aber da ist es naturgegeben flach, kein Autoverkehr, keine Ampeln.

    Würde ich so, normal, ohne Route, radeln, bräuchte ich Stunden und phasenweise durch dicksten (Liefer-)verkehr. Uninteressant. Auch die neue Route bis Südkreuz hilft mir nicht. Ist zu kurz. Nicht jeder jobt in Mitte im start up....

  4. 8.

    " Die bauen nämlich ( ... ) den ÖPNV massiv aus. "

    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Es wird nur wieder viel Geld im Untergrund versenkt und sowohl für Touristen als auch für die Kopenhagener selbst wird während der Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr die wunderbare Stadt Kopenhagen garnicht zu sehen sein.

    Das ist das glatte Gegenteil von dem, was bspw. in 25 französischen Städten geschah und geschieht: Der ÖPNV darf sich nicht verstecken und der Blick wird auf die Stadt wird auch nicht vorenthalten, vielmehr gehen Stadt und ÖPNV gestalterisch ineins.

    Allenfalls die Straßenbahn entlang der westlichen Tangente kann ich Kopenhagen als wegweisendes Projekt gelten., wie auch die Letbane-Projekte in Aarhus und Odense sichtbar im Straßenraum mitten durch die Stadt.

  5. 7.

    Auch wenn der Teltowkanal nur in wenigen Teilstücken als Augenweide gelten kann und wie fast jeder Kanal das Auge irgendwann ermüdet, so hoffe ich doch, dass sich Schnellfahrende und Langsam Gehende nicht in die Quere kommen. Das geht ja - wie analog beim Autoverkehr - fast immer zu Lasten der Langsamen aus.

    Wie breit wird der Weg? Müssen sich zu Fuß Gehende "Walker"-Kleidung anziehen, um den "Bikern" ein Gegengewicht zu bilden?

    Selber fahre ich am Kanal ein Tempo nicht höher als 20 km/h, zu Fuß Gehende sind mit 4 - 5 km/h unterwegs. Kein schlechteres Tempo, nur ein anderes, wer den Grundgedanken der Ökologie verstanden hat.

  6. 6.

    Warten auf die Erderwärmung

    Der Senat muss sich bewusst viel Zeit lassen, da ansonsten ses ansonten den meisten Radfahrern über weite Teile des Jahres zu kalt oder zu nass ist, um ihr Schönwetterfahrzeug zu nutzen.

    Wenn der Senat lernfähig wäre, hätte er geschaut, wie die sogenannte Fahrradstadt Kopenhagen die Bürger vom Auto abbringen will. Die bauen nämlich, da die bessere Radinfrastruktur im Vergleich zu Berlin mur eine bescheidene Wirkung hatte, den ÖPNV massiv aus.

  7. 5.

    Eine Radschnellstrecke ? Na das ist doch mal eine ganz untypisch gute berliner Entscheidung. 2022 soll das erst beginnen ? na das ist dann doch wieder berlintypisch. Eine unverhohlene Frechheit wie die Politiker mit unserer Lebenszeit- und Lebensqualität hier in Berlin umgehen. Schande über diese Leute !

  8. 4.

    Ich hoffe das jetzt auch der letzte Grünenwähler versteht, das die Grünen nicht auf die Reihe bekommen.
    2022 sind die Grünen hoffentlich nicht mehr im Senat und das Thema ist vergessen und vorbei.
    Überhaupt bekommen die Grünen in Sachen Verkehr nicht wie. Der ÖPVN wird demnächst zusammenbrechen.

  9. 3.

    Dafür haben die Geld und die Autofahrer stecken jeden Tag im Stau fest. Neue Öffis baut man auch nicht.

  10. 1.

    Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann kann ich darauf vielleicht noch mit dem Rollator ins Umland latschen.
    Den Senat versteht nur, wer der orwellschen Sprache mächtig ist: "RadSCHNELLweg" ;) alle fertig bis 2030?!
    Oder zeitgleich mit der offiziellen Eröffnung des BER, da etwas komplexer in der Planungsbeteiligung.

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