Ein Passant spiegelt sich am 8. Januar 2019 in einer Pfütze auf einem Bürgersteig in Berlin (Quelle: DPA/Christina Storz)
Bild: dpa

Sturmtief - Berlin und Brandenburg bleiben von Benjamin verschont

Die Auswirkungen des Sturmtiefs Benjamin sind in Berlin und Brandenburg weitaus geringer zu spüren als zunächst befürchtet. Der Deutsche Wetterdienst zog eine Warnung für weite Teile der Region zurück - mit Ausnahme der Prignitz und des Landkreises Elbe-Elster.

Berlin und Brandenburg sind von den Auswirkungen des Sturmtiefs Benjamin weitestgehend verschont geblieben. Eine Warnung vor Sturmböen des Deutschen Wetterdienstes, die eigentlich bis 3 Uhr morgens am Mittwoch gültig war, wurde am Dienstagnachmittag wieder aufgehoben.

Inzwischen spricht der Deutsche Wetterdienst nur noch von Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 65 Kilometern pro Stunde, mit denen bis zum Mittwochnachmittag in der Region zu rechnen sei. Zuvor waren Stürme mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern pro Stunde befürchtet worden.

Allerdings muss im Westen Brandenburgs, etwa in den Landkreisen Prignitz und Elbe-Elster, weiterhin mit schweren Stürmen gerechnet werden, in Schauernähe seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Kilometern pro Stunde möglich.

Sturmfluten an Nord- und Ostsee, Frühling in NRW

In anderen Teilen Deutschlands war das Wetter am Dienstag hingegen weitaus ungemütlicher. Das Sturmtief Benjamin brachte schauerartigen Regen im Nordwesten mit sich. Teils anhaltende Schneefälle kamen im Erzgebirge, im Bayerischen Wald und in den Alpen nieder. Zugleich fegten schwere Sturmböen über weite Teile Deutschlands. Am Mittwoch soll es ab einer Höhe von 500 bis 700 Metern zeitweise schneien.

Nach einer Warnung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie bereiteten sich die Menschen an Teilen der deutschen Nord- und Ostseeküste am Dienstag auf eine Sturmflut vor. An der nordfriesischen Küste sollten wegen des Sturmtiefs Benjamin etwa 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser erreicht werden.

Woanders kündigt sich der Frühling an. In einigen Teilen Nordrhein-Westfalens waren am Dienstag nach DWD-Angaben schon wieder Hasel-Pollen in der Luft. Zudem könne es auch Erlen-Pollen geben, hieß es. "Die Pollen sind noch vereinzelt", sagte eine Sprecherin.

Den Menschen im südlichen Bayern und in Österreich wiederum gönnt der Winter am Dienstag nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre voraussichtlich eine kurze Atempause. In Bayerns Skigebieten waren nach den Schneefällen der letzten Tage dennoch zahlreiche Lifte und Pisten gesperrt.

Einen Überblick zu den Auswirkungen von Sturmtief Benjamin in anderen Regionen Deutschlands und Europas finden Sie bei den Kollegen von tagesschau.de.

Sendung: Radioeins, 08.01.2019, 17 Uhr

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