Polizeibeamte sortieren die geklauten Pakete (Quelle: Polizei Brandenburg/ Polizeidirektion West)
Bild: Polizei Brandenburg

Bei Polizeieinsatz in Brandenburg - Nächstes Paketversteck von Versandboten aufgeflogen

Die Brandenburger Polizei hat bei einer Durchsuchung am Mittwoch das nächste Paketversteck eines mutmaßlich kriminellen Versandboten ausgehoben. Auch dort soll der Verdächtige mehrere Dutzend Pakete und Sendungen gebunkert haben, wie die Staatsanwaltschaft Potsdam auf Anfrage bestätigte.

Seit der 35-Jährige am Freitag in Brandenburg/Havel festgenommen worden war, sitzt er in Untersuchungshaft. In der vergangenen Woche hatte Polizei verschiedenen Orten mehr als 900 Pakete und Warensendungen gefunden. Auch der Paketdienst selbst hatte interne Ermittlungen in die Wege geleitet, nachdem im Versandgebiet einige "Unregelmäßigkeiten" aufgetreten waren.  

Postgeheimnis verletzt

Wo genau die Pakete am Mittwoch gefunden wurden, wollte die Behörde nicht bekannt geben. Allerdings berichtete "Märkische Allgemeine" (online), dass eine Gartenlaube in Ferchesar im Westhavelland dem Verdächtigen als Versteck gedient haben soll. 

Eine Zeugin hatte in einem Nebengelass ihrer Mietwohnung über 100 Pakete gefunden und die Polizei informiert. Der 35-Jährige räumte gegenüber den Beamten ein, weitere Pakete nicht ausgeliefert zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Verletzung des Postgeheimnisses und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei einer Durchsuchung seines Autos hatten Polizisten Drogen sichergestellt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.01.2019, 18.00 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Natürlich trifft das zu. Die Logistikbranche verzeichnet einen Buum an dieser Stelle und stellt jeden ein, Hauptsache das Geld stimmt. Bei der Post mußten früher ersteinmal die Zusteller*innen eine Postbetriebliche Prüfung ablegen um übernommen zu werden. Jetzt geht es bloß noch darum schnell Personal zu finden, das solch einen lästigen Job auch macht. Bei richtiger Ausbildung und Bezahlung kämen solch Vorfälle vermutlich nicht vor. Zudem machen es sich diese Dienstleister zu einfach und schieben den Schwarzen Peter an die Mitarbeiter ab.

  2. 1.

    Die hohe Anzahl der gefundenen Pakete belegt doch, dass der Bote die pakete nicht für sich selbst verwerten wollte oder konnte, sondern einfach aufgrund der hohen Arbeitsbelastung durch die Vielzahl an Paketen nicht mehr weiter wusste. Die Bedingungen in der Paketbranche sind unmenschlich. Wenn jemand bestraft werden sollte, dann sind es die Arbeitgeber dieser Branche. (und die Mitarbeiterinnen in den Jobcentern die in diese Arbeit unter der Androhung von Sanktionen vermitteln)

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