Archivbild: Der Weißstorch <<Kurtchen Rotschnabel>>, wie er liebevoll von den Einwohnern in Bad Freienwalde (Brandenburg) genannt wird, fliegt über ein Feld. Dieser Storch ist seit vielen Jahren einer der ersten seiner Art, der sehr früh aus den Überwinterungsgebieten zurück kommt. (Quelle: dpa/Pleul)
Video: Brandenburg Aktuell | 17.02.2019 | Tim Jaeger | Bild: dpa/Pleul

"Kurtchen Rotschnabel" ist zurück - Erster Storch der Saison in Brandenburg gesichtet

Ab Mitte Februar schauen sie jeden Tag, ob ihr "Kurtchen Rotschnabel" schon wieder da ist. Die Naturfreunde Oberbarnim-Oderland kennen den Storch seit Jahren einen der frühesten Frühlingsbote Brandenburgs. Nun haben die Naturfreunde den Storch tatsächlich schon gesehen, am Freitagabend, den 15. Februar, eigentlich zur Winterzeit, und ganze zwei Wochen früher als gewöhnlich.

"Er wird wohl aufgrund des warmen Wetters vom Frühlingserwachen ausgehen", sagte der Vorsitzende der Ortsgruppe Oberbarnim-Oderland, Bernd Müller in einer Mitteilung. In seinem Nest sei der Storch in den kommenden Tagen nur selten zu sehen. Nach der langen Reise aus wärmeren Gefilden ziehe er sich zum Essen erst einmal ins Oderbruch zurück. 

Jetzt wird das Nest für "Erna Schwanzfeder" gerichtet

Danach geht es schon an den Nestbau. "Wenn seine Partnerin kommt, muss alles fertig sein sein, sonst fliegt sie weiter und sucht sich einen zuverlässigeren Partner", sagt Müller. Seine Partnerin "Erna Schwanzfeder" werde etwas später erwartet. 

Dass Kurtchen Rotschnabel seit Jahren schon einer der ersten Störche im Land ist, liege daran, dass er zum Überwintern nicht wie viele andere Störche ostwärts bis nach Afrika ziehe. Er gehöre zu jenen Störchen, die südwestlich nach Spanien ziehen, wo er sich von den Resten auf  Müllkippen oder Krebsen auf Reisfeldern ernähre - und wo es bereits ausreichend warm ist. 

Während andere Störche also auf günstigen Wind für ihre langen Reisen warten, und erst zwischen März und April zurückkehren, tritt Kurtchen Rotschnabel seine Reise früher an und legt den Weg in die Mark in viel kürzerer Zeit zurück.

Sendung: Inforadio, 16.02.2019, 19 Uhr

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