Schild in Lauchhammer, das auf Flächensperrungen aufgrund von Bergbaufolgen hinweist. (Quelle: dpa/Steffen Rasche)
Bild: dpa/Steffen Rasche

Wegen Bergbauschäden - Linke und CDU fordern finanzielle Hilfen für Lauchhammer

Wegen möglicher Bergbauschäden in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) müssen Menschen und Firmen ihre Gebäude verlassen - die Linke und die CDU-Opposition in Brandenburg fordern deshalb finanzielle Hilfen. "Wir haben jetzt in Lauchhammer wieder eine Situation, dass Menschen möglicherweise infolge des Grundwasseranstiegs von einer Umsiedlung betroffen sein werden und auch ein Gewerbegebiet", sagte Linken-Fraktionschef Ralf Christoffers am Dienstag in Potsdam.

CDU übt Kritik an nicht ausreichenden Hilfen

Diejenigen, die davon betroffen seien, müssten unkompliziert Unterstützung bekommen. "Solche unverschuldeten Umsiedlungen bringen hohe Belastungen mit sich. Das ist dann auch abzusichern." Dies könne aus Strukturmitteln des Landes für die Lausitz bezahlt werden.

Die CDU im Landtag fordert ein Sofortprogramm von Bund und Land gegen Folgeschäden des früheren Bergbaus in der Lausitz. "Das Traurige ist, dass in Lauchhammer jetzt zum wiederholten Male Menschen vor einer solchen unsicheren Situation stehen", sagte CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben. Bisher sei die Hilfe von Land und Bund nicht ausreichend gewesen: "Dieser Altbergbau ist im Zuge des Einigungsvertrages nicht geregelt worden."

Wie die "Lausitzer Rundschau" am Montag online berichtet hatte, hatte die Stadt Lauchhammer in einem offenen Brief um Unterstützung für die Betroffenen des Altbergbaus gebeten. Wegen möglicher Bergbauschäden müssen mehrere Anwohner und drei Unternehmen mit insgesamt etwa 200 Beschäftigten bis 2022 das Gebiet verlassen. Gutachter hatten ausgekohlte Alttagebaue untersucht und eine Gefahr festgestellt.

Sendung: Radioeins, 26.02.2019, 17.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ehrlicherweise muss gesagt werden das dafür nicht mal die DDR verantwortlich ist, grundsätzlich aber haben Sie recht.
    Immerhin hat die Jugend inzwischen begriffen was Sache ist., die Kohlelobby verseuchte Politik in Brandenburg/Sachsen aber noch nicht. Deshalb ist es wichtig den Kohleausstieg durch die Bürger zu forcieren.

  2. 1.

    Wie war das mit dem Verursacherprinzip? Jetzt kann den Menschen überraschenderweise nur mit Steuergeldern geholfen werden? Das sind Peanuts im Vergleich zu dem, was die heutigen Tagebaue den kommenden Generationen an "Herausforderungen" hinterlassen. Sauberes Wasser und der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind "unbezahlbar".

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