Fahrkarten-Entwerter in einer Straßenbahn der BVG (Quelle: imago/Markus Heine)
Bild: imago/Markus Heine

Öffentlicher Nahverkehr - Die BVG will mehr kontrollieren

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen in diesem Jahr die Kontrollen in Bussen und Bahnen verstärken. Es sollen 100 Kontrolleure pro Tag eingesetzt werden - das sind zehn mehr als bisher. Zuvor hatte die B.Z. berichtet.

Mehr Kontrolleure sorgten für weniger Schwarzfahrer, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken am Sonntag. Bereits 2018 seien die Kontrollen verstärkt und zehn Millionen Fahrgäste kontrolliert worden.

Daraufhin sei die Quote der Fahrgäste ohne gültiges Ticket von rund fünf auf drei Prozent gesunken - ein vergleichsweise guter Wert, wie Nelken betont.

Den jährlichen Einnahmeverlust durch Schwarzfahren bezifferte die BVG-Sprecherin auf 20 Millionen Euro. Das sei "eine große Stange Geld".

Sendung: Abendschau, 10.02.2019, 19:30 Uhr

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19 Kommentare

  1. 19.

    Kontrolle der Fahrkarten ja - aber bitte nicht aller 3 Minuten. Dieses Fahrkarte raus - Fahrkarte rein - Spiel habe ich jetzt mehrfach durchgemacht, weil sich die Kontrolleure nicht absprechen können: Die S-Bahn schließt am Alex die Türen, da heißt es "Die Fahrkarten bitte zur Kontrolle". Ok. Am Hackeschen Markt wechseln die Kontrolleure den Wagen, die Türen schließen sich und schon wieder heißt es "Die Fahrkarten bitte." Die Fahrgäste haben sich verständlicherweise aufgeregt, warum sie schon wieder ihr Portmonnaie herausholen müssen. Ein Mann sagte "Sie wollen doch jetzt nicht ernsthaft schon wieder die Fahrkarte sehen. Ihre Kollegen sind gerade eben durchgegangen." Die Kontrolleure ließen sich nicht erweichen - sie hätten keine Kollegen gesehen. Es war nicht nur einmal, dass ich so etwas erlebt habe. Was macht das für einen Sinn, auf dem Weg zum nächsten Bahnhof schon wieder zu kontrollieren? Das ist Verschwendung der Arbeitszeit der Kontrolleure und belastet die Fahrgäste!

  2. 18.

    Überall nur Dreck und jetzt sogar noch Raucherbahnhöfe? Legen Sie doch mal ne andere Platte auf. Berlin versinkt in Unrat. Immer wieder die gleichen Vorderungen. Berlin ist nicht gleich Singapur. Wenns nach Ihnen ginge, müßten wir schon mit Atemmasken durch die Gegend laufen. In einem gebe ich Ihnen allerdings recht, die BVG Kontrollen sollten sich nicht bloß auf das Kontrollieren von Fahrscheinen beschränken, sondern gegebenenfalls auch von ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Doch woher das nötige Personal hernehmen? Wollen Sie einen privaten Sicherheitsdienst wie in München? Na toll!

  3. 17.

    Verehrte Damen & Herren
    Alle jammern rum die BVG ist zu teuer, der Bus kommt zu spät usw. Nun ein Bus steht in der Großstadt auch sehr oft im Stau. Die Fahrpreise legt der Verkehrssenator fest daran würde sich auch nix ändern wenn die BVG Linien Europa weit ausgeschrieben werden würden. dann würde der preiswerteste Anbieter den Zuschlag bekommen. Die Fahrer/in würde einen Dumpinglohn bekommen bzw. 550,- Euro Basis erhalten. Sind doch sehr schöne Aussichten. Aber auch diese Busse würden im Stau stehen. Ich denke mal Fahrer wären da auch Mangelware.
    Mit freundlichen Grüßen Nobudy

  4. 16.

    Wer eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss auch dafür bezahlen, selbst wenn er damit nicht zufrieden ist. Alles andere ist Betrug an den ehrlichen BVG-Kunden und nicht nur an der BVG. Kostenlose Nutzung ist keine Alternative, da die BVG schon jetzt mit dem Ansturm der wachsenden Stadt überfordert. Was soll in dieser Stadt eigentlich neben der Kinderbetreuung noch alles kostenlos sein. (Zahlen alles die Steuerzahler) Für die Bewohner der Außenbezirke ist das Angebot ohnehin mangelhaft.Wem das alles nicht passt, kann sich ja andere Beförderungsmöglichkeiten suchen.

  5. 15.

    Ich denke nicht, dass ein kostenloser ÖPNV die Verkehrswende bringen wird. Wenn ich mir die Kosten für ein BVG-Jahresabo ansehe ggf. noch mit Zugriff auf einen Firmeticket-Tarif, sind diese heute schon geradezu lächerlich gegenüber den Kosten, die mein Kfz erzeugt. Nein, Geld ist nicht das Problem bzw. der Schlüssel - heutzutage ist Zeit das kostbarere Gut. Wenn ich die ca. 20 km vom Stadrand zur Arbeit mit dem Kfz fahre, bin ich im Durchschnitt 35 Minuten unterwegs. Benutze ich hingegen die BVG, brauche ich mindstens 70 Minuten - das ist die optimale Fahrzeit, wenn alle Busse und S-Bahnen pünktlich sind und die Umstiege klappen. Die Realität liegt eher bei 80 - 85 Minuten. Damit verliere ich 1,5 Stunden pro Tag mit der BVG. 1,5 Stunden mehr Zeit mit der Familie, mehr Ziet für Haus und Garten, mehr Freizeit... Solange sich an der Struktur des ÖPNV nichts ändert, vor allem in die Außenbezirke, wir es keine Verkehrswende geben.

  6. 14.

    Ich bin sehr für mehr Kontrollen, egal ob in S-Bahn, U-Bahn, oder Regio. Ich finde, es wird viel zu wenig kontrolliert. Eines muss doch jedem bewusst sein: Alle die ein Ticket haben, bezahlen die Schwarzfahrer mit.
    Was die Probleme mit der Pünktlichkeit und dem Durchsetzen des Hausrechts angeht, da muss ich allerdings auch sagen, dass das katastrophal ist. Die Sicherheitskräfte tummeln sich zu 20 alle an einem Bahnhof oder man sieht sie an der nächsten Wustbude. Wenn die Sicherheitskräfte darauf anspricht, dass gerade auf dem Bahnhof geraucht wird, bekommt man nur die Antwort "Dafür sind wir nicht zuständig". Die Antwort bekommt man gernell, egal bei welchem Anliegen. Das habe ich schon mehrfach erlebt. So bringt das gar nichts.

  7. 13.

    Versiffte Bahnhöfe kaputte Haltestellen und sonst mutwillig zerstörte Einrichtungen der BVG sind ein gesellschaftliches Problem ich kann mir kaum vorstellen das das angestellte der bvg sind. Und das Problem der Junkis und der alkis ist ein Problem der Stadt was es auf die bvg abwälzt

  8. 12.

    @sigi entweder bringen die Kontrolleure die mindestens Anforderungen nicht mit um bei der U Bahn Fahrer zu werden oder aber sie wollen den Job garnicht machen ,da er auch wie beim Bus Fahrer ein Knochenjob ist , wo ein hohes Verantwortungsbewusstsein Stressresistents und Zuverlässigkeit gefordert wird . Das alles bei einem Gehalt wo viele nichtmal ihr Bett verlassen würden .

  9. 11.

    Vollkommen ihrer Meinung. Bitte die Kontrollen auf den Raucherbahnhöfen erhöhen. Manche Bahnhöfe versuche ich inzwischen zu meiden, da ich dort kaum atmen kann ohne Hustenanfälle zu bekommen. Leider sind viele Kinder und kranke Menschen auch darauf angewiesen diese Bahnhöfe zu nutzen. Wann setzt die BVG endlich ihre Hausordnung durch? Unverständlich ist mir weiterhin, warum auf den Bahnsteigen Tabakwaren verkauft werden - besonders angesichts der Tatsache, dass sich sehr viele nicht mehr an das Rauchverbot halten.

  10. 9.

    Kontrolleure zu fahrern umschulen - dann klappt es auch den Betrieb aufrecht zu erhalten. Wie kann ich was kontrollieren, wo ich selber nur drei viertel der versprochenen Leistung bringe. Immer mehr ein Tollhaus unsere bvg.

  11. 8.

    Nichts dagegen den ÖPNV kostenlos zu machen ...nur .....wer soll den deutlichen Mehrbedarf bedienen ....man hat jetzt schon in jeden Bereich Personalmangel und für das momentane Gehalt bekommen sie nicht mal mehr Arbeitslose vom Jobcenter ...Nichtmal die Brandenburger Fahrer wollen bei der BVG anfangen ....nicht für ca. Brutto 50 € mehr ...da bleiben die Brandenburger lieber in ihrem Dorf und zahlen für 40m² im Durchschnitt 280€ Miete im Monat und nicht wie in Berlin 450€ im Schnitt .

  12. 7.

    Das Geld sollte besser in Sicherheit und Ordnung (Durchsetzung des Hausrechts!) auf den U-Bahnhöfen eingesetzt werden. Es ist unzumutbar, in welchem Zustand sich etliche Bahnhöfe täglich befinden. In nahezu jedem Banhof hängen Alkoholiker und Junkies herum, es wird geraucht, gekifft, gedealt, gespritzt, Alkohol konsumiert, gepinkelt und gekotzt. Es stinkt, der Fußboden klebt, man kann sich nicht mehr hinsetzen, weil die Sitze dauerbelegt und ringsherum dreckig sind. Und geputzt wird scheinbar manchmal tage- bis wochenlang nicht.

  13. 6.

    Quark! Haben doch alle Recht. Die BVG soll lieber für vernünftige Beförderung usw. sorgen. Dann wäre schonmal allen geholfen. Das die sich in der jetzigen Phase überhaupt trauen zu kontrollieren finde ich schon ein starkes Stück.

  14. 5.

    Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese komme ich zu der Überzeugung das die BVG ihre Verkehrsmittel nicht kostenlos anbieten muss! Denn ich denke die meisten hier fahren schon kostenlos ( schwarz ), sonst würden sie soch nicht so aufregen! :)

  15. 4.

    Wie wäre es denn eigentlich, wenn die BVG Berlin ihre Arbeit an Kunden professionell verrichten würde, die täglichen Verspätungen, Zugausfälle und Ausfälle von Bussen und Straßenbahnen sind eine einzige Katastrophe für eine Stadt wie Berlin, was man mit Personal- und GEldmangel nicht mehr entschuldigen kann. DA wäre es eigentlich angebracht, BVG Kunden an einigen Tagen anbieten würden, U-Bahn, S-Bahn, als auch Bus und Straßenbahn kostenlos nutzen zu können.

  16. 3.

    Den ganzen Aufwand könnte man sich bei kostenlosem Nahverkehr komplett sparen, einschließlich der Automaten-Wartung. Dann wäre der Kostenvorteil gegenüber dem Auto so groß, dass viele umsteigen würden, die VERKEHRSWENDE ÜBER'S PORTEMONNAIE quasi - zur Abwechslung mal ganz ohne Zwang und Verbote.
    Hat der Senat bzw. die BVG Angst vor dem eigenen Erfolg?

  17. 2.

    Wenn man die 100 alle zu U-Bahnfahrern ausbilden würde, gäbe es keine Probleme mehr mit fehlendem U-Bahnfahrern.

  18. 1.

    Schon wieder?

    P.S.: Ist es nicht ein Test für die Intelligenz, ob man begreift, dass sich die Zahl der Schwarzfahrer allenfalls durch Kontrolle ALLER Fahrgäste ermitteln ließe, durch die üblichen Stichproben aber nur eine Quote der ERWISCHTEN Schwarzfahrer mitgeteilt werden kann? (Dass Pressesprecher ihre Zuhörer auch mal für dumm verkaufen, darf ihnen niemand vorwerfen, das gehört bei solchen Leuten zum Berufsbild.)


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