Fassade eines Hauses in der Zossener Straße in Berlin-Hellersdorf (Quelle: dpa/Bildagentur-online/Schöning)
Audio: Inforadio | 10.02.2019 | Bild: dpa/Bildagentur-online/Schöning

Erneut fremdenfeindlicher Angriff auf Kind - Zwölfjähriger in Hellersdorf ausländerfeindlich attackiert

Erst fragten sie ihn, ob er Ausländer sei, dann schlug einer auf den Zwölfjährigen ein: Drei Jugendliche sollen einen Jungen in Berlin-Hellersdorf fremdenfeindlich attackiert haben. Es wäre der dritte derartige Übergriff auf Minderjährige innerhalb von zwei Tagen.

Ein zwölfjähriger Junge ist in Berlin-Hellersdorf offenbar Opfer eines ausländerfeindlichen Angriffs geworden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Staatsschutz ermittelt

Wie der Junge der Polizei sagte, ereignete sich der Angriff am Samstagabend auf einem Sportplatz in der Zossener Straße. Auf die Frage, ob er Ausländer sei, folgten demnach zunächst fremdenfeindliche Beleidigungen. Plötzlich hätten ihn zwei der Jugendlichen von hinten ergriffen und festgehalten, der dritte habe zugeschlagen. Der Zwölfjährige ging nach eigenen Angaben zu Boden, wo er noch getreten worden sein soll. Danach seien die Täter geflüchtet.

Nachdem der Junge nach Hause gekommen war, erstattete seine Mutter Anzeige über die Internetwache. Der Staatsschutz ermittelt.

Sendung: Inforadio, 10.02.2019, 12:20 Uhr

Kommentar

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29 Kommentare

  1. 29.

    Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, für ein respektvolles Miteinander einzutreten und Gewalt konsequent zu verurteilen. Ich hoffe die Täter werden gefasst und bestraft!

  2. 28.

    Ich muß ihnen keine falschen Sätze in den Mund legen, ich muß nur ihre wiederholen, bzw. reflektieren. Ausgerechnet sie sollten deshalb nicht von billiger Polemik faseln. Das nennt man ein klassisches Eigentor.

  3. 27.

    ick sag mal über diesen Punkt ist Marzahn weg-nicht wie in den 90ern-Vietnamesen ,Ukrainer & Polen habe dazubeigetragen!!!Hellersdorf hat diesen Charme nicht abgeworfen;beschi..ene Jugendarbeit ,sich abgehängt fühlen ist dort die Norm, anstatt was zu ändern,jibts noch deutsche Rantanplans die irgendwelche Keller in Brand setzen...

  4. 26.

    "...andere Religion, andere Bekleidung, andere sexuelle Orientierung, Zugehörigkeit zu einer anderen Jugendkultur............. Sollte da jetzt jeder einzelne Fall eine Nachrichtenmeldung werden?"

    Ja, so was sollte wahrgenommen werden. Denn das ist immer ein Zeichen dafür, dass an irgendeiner Stelle was so richtig schief läuft.

    Statt miteinander zu spielen und zu lernen wird auf Biegen und Brechen gemobbt, bedroht und geprügelt. Mag sein, dass manche das als "normal" empfinden - ich nicht.

    Wir müssen eine gemeinsame Leitkultur entwickeln, wo es nicht darauf ankommt, dass sich der eine gegen den anderen "durchsetzt" sondern das Miteinander zum Wohle aller im Vordergrund steht.

    In dem Zusammenhang mal ein großes Lob an die Erzieherinnen und Lehrerinnen in den Kitas und Schulen, die sich redlich darum bemühen das wieder zu richten, was in meist bildungsfernen Elternhäusern durch Unfähigkeit kaputt gemacht wurde.

  5. 25.

    Schon ulkig...alle verstehen Sie falsch ;-) Es ist unempathisch und wirkt verstörend, dass Sie nicht auf diesen Vorfall eingehen, sondern versuchen diese Sache auf ein anderes "Gleis" zu schieben. Und das bemerke ja nicht nur ich. Ihre Reaktionen sprechen Bände und machen es nicht besser. Und das nicht nur zu diesem Thema, Sie mischen ja fast überall mit. Ich habe keinen Zeigefinger, ich habe Mitgefühl mit dem Jungen. Und fühle mich in meinem Land nicht mehr wohl, in dem diese Dinge immer häufiger geschehen.

  6. 24.

    Was? Wo? Wie? Ihr gewollter erhobener Zeigefinger ohne jede Aussage, was Sie den meinen wollen könnten, bringt nichts zum Thema außer dieser leeren Polemik.

  7. 23.

    Reden Sie über sich. Anderen falsche Sätze in den Mund zu legen zu wollen, ist billige Polemik.

  8. 22.

    "Legitim" war anders zu verstehen. Als Reaktion auf Ihren Kommentar auch völlig schlüssig. Ihr Ablenkungsmanöver war einfach zu eindeutig und durchschaubar. Der hocherhobene Zeigefinger geht moralisch ob Ihrer unempathischen Äußerung zurück an Sie.
    Gute Besserung an den Jungen, der psychisch wahrscheinlich lange an diesem.Übergriff zu knabbern hat. Wir schämen uns für die Angreifer.

  9. 21.

    Mit solchen Meldungen sollte mann vielleicht besser vorsichtiger umgehen. Es gibt unendlich viele "Gründe", weshalb Jugendlichen andere in situationsbedingter Minderheit befindliche Jugendliche schlagen, z. B. : andere Religion, andere Bekleidung, andere sexuelle Orientierung, Zugehörigkeit zu einer anderen Jugendkultur............. Sollte da jetzt jeder einzelne Fall eine Nachrichtenmeldung werden?

  10. 19.

    Und das hat jetzt was damit zu tun, dass diese Tat erbärmlich und ekelhaft ist und dazu noch die Dritte dieser Art nur an diesem Wochenende?

  11. 18.

    Warum schreiben sie dann solchen Unsinn? Sie wollen uns weismachen diese Angriffe wären legitim. Warum sie das wollen muß ich ja wohl nicht erwähnen.

  12. 17.

    Das Ausmaß an Gewalt ist erschreckend. Noch erschreckender sind die Menschen, die solche Gewalttaten bagatellisieren und damit ein Klima schaffen (wollen), in dem Gewalt akzeptiert wird. Verharmlosung von Gewalt ist völlig fehl am Platz und führt nur zu noch mehr Gewalt!

  13. 16.

    Unsinn, hier gibt es keine "legitimen" Angriffe, siehe auch Grundgesetz usw.
    Das sollten Sie besser mal lesen.

  14. 15.

    "Diese Fälle, auch umgekehrt" - umgekehrt, wie etwa "Rassismus gegen Deutsche/ Weiße"? Das ist eine Konstruktion von Rassist*innen, es gibt diese Form des Rassismus überhaupt nicht - nirgends auf diesem Planeten. Es ist eine Täter-Opfer-Umkehr, ganz typisch für rechte Ideologien.

    "Weil viele in 2015 von der Politik nicht mitgenommen wurden" - achso, Menschen handeln gar nicht eigenverantwortlich, sondern können nicht anders und handeln automatisch rassistisch.

    "Zusammenleben klappt nur, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und sich nicht ausgrenzen." Damit konstruieren Sie eine Mitschuld der Adressat*innen des Hasses. Erneut eine Täter-Opfer-Umkehr und ein Ignorieren des Leids bzw. der Straftaten.

    Allg. lässt sich trotz Thematisierung durch rbb allerdings bemängeln, dass Rassismus hier auf die individuelle Ebene reduziert wird. Struktureller und institutioneller Rassismus bleiben unterbelichtet so auch die Gesamtheit rassistischer Straftaten, s. z.B. Reachout-Opferstatistik.

  15. 14.

    Ich möchte nichts entschuldigen. Was mir hierzu am rbb missfällt/irritiert, Sie klingen so, als würden Sie sich hierzu freuen. Es gibt Schulen in Berlin, die sind der reinste Horror. Was für ein Pech, ich bin oft im Ruhrgebiet. Es ist unbeschreiblich was dort abgeht. Wie vertuscht wird. Wie wenige Schüler und Schülerinnen mit falscher Hautfarbe (weiß) von mehrheitlich in Schulen und Klassen ihr Unwesen aufdringlich ihre Religion kund tun. Die halbe Stunde geht drauf für ungewollte Religion, erst dann beginnt Lernen, soweit es religiös von männlichen Schülern zu gelassen wird. Und wir suchen Fachkräfte ... Es gab mal eine Linke, eine wirkliche Linke. Aber heute hängt Die Linke an den toten Lippen von Merkel, wie sie auch vom rbb.

  16. 13.

    Die Anzeige wurde über die Internetwache gemacht. Wer dann die Ermittlungen übernimmt entscheidet die Polizei. Bei rassistischen Übergriffen wird grundsätzlich von einem politischen Motiv ausgegangen.

  17. 12.

    Und damit ist dann der hinterhältige Angriff legitim? Ist es das was sie uns sagen wollen? Dann sind sie nicht besser wie die Angreifer.

  18. 11.

    Das erleben die andersherum im Alltag in der Schule. Gerade in der Gegend weiß ich, dass es ganze Trupps von männlichen Störenfrieden in den Klassen gibt, die die ganze Klasse nach unten ziehen. Betreuung statt Unterricht.

  19. 10.

    Über die anderen Fälle wird aber kaum berichtet, außer wenn Mobbing wie bei dem jüdischen Schüler erst nach totaler Eskalation in der Presse landet.

  20. 9.

    Lassen Sie einfach Hinweise auf „die anderen machen es ebenso“. Das macht es nicht besser. Jemanden aufgrund seiner Staatsangehörigkeit anzugreifen ist einfach nur pervers....

  21. 5.

    So etwas passiert an Berliner Schulen täglich, ohne, daß jemand auf die Idee käme, den Staatsschutz einzuschalten. WDR-Doku: "Kampf im Klassenzimmer".

  22. 4.

    Hoffentlich werden die feigen Täter schnell gefasst. Da kann es auch keine Bewährung mehr geben!

  23. 3.

    Diese Fälle, auch umgekehrt, wird es immer geben, weil viele in 2015 von der Politik nicht mitgenommen wurden, sich als abgehängt betrachten. Jeder Angriff, egal von welcher Seit ausgeführt, ist einer zuviel. Zusammenleben klappt nur, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und sich nicht ausgrenzen.

  24. 2.

    Ein Kind so gezielt zu attackieren. Aus dummen, bösartigen Gründen. Was ist bei solchen Leuten kaputt? Was ist bei denen zu Hause schief gelaufen? Anstatt sich sinnvoll zu beschäftigen, suchen sie nach Opfern, auf die sie einschlagen können. Zu dritt auf ein Kind. Armselige Typen. Der arme kleine Kerl. Es ist verabscheuungswürdig.

  25. 1.

    Da bekommt der Begriff Deutsche Leidkultur doch einen ganz anderen Klang...
    Da schämt man sich, Deutscher zu sein.

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