Auf den Stufen zum Eingang der Hausotter-Grundschule in Reinickendorf steht eine Kerze mit der Aufschrift «Stoppt Mobbing»
Audio: Inforadio | 22.02.2019 | Sebastian Schöbel | Bild: dpa/Paul Zinken

Tod einer Elfjährigen - Die zwei Wahrheiten an der Hausotter-Grundschule

Der Tod einer elfjährigen Grundschülerin in Reinickendorf bewegt ganz Berlin. Die Medien berichten über Selbstmord und Mobbing, ein prominenter Anti-Mobbing-Trainer attackiert die Politik. Doch die Geschichte hat noch eine andere Seite. Von Sebastian Schöbel

Ein Seniorenheim in Reinickendorf, an einem Freitagabend im Februar. Die Hausotter-Grundschule, wo das verstorbene Mädchen Schülerin war, ist gleich um die Ecke. "Ich freue mich, dass wir alle hier zusammengekommen sind", ruft Carsten Stahl in den Raum. "Auch wenn der Anlass natürlich sehr traurig ist. Oder sehr beschämend, muss ich auch sagen."

Der Anti-Mobbing-Trainer steht vor einem Plakat-Aufsteller seines Projekts. Er hat zum "Elternabend" gerufen: Der Raum, in dem die älteren Herrschaften des Seniorenheims normalerweise essen, ist bis auf die letzte Stuhlreihe gefüllt. Rund hundert Leute sind gekommen. Viele sind verunsichert, manche wütend: Auf die Schule und auf die Politik. Carsten Stahl weiß das. "Ob es jetzt Mobbing ist oder nicht: Die wollten sogar diesen Tod benutzen, um euch zum Schweigen zu bringen!" Dass die Familie des toten Mädchens keine Öffentlichkeit will, weiß Stahl auch. "Was ist denn mit euren Kindern", brüllt er, sichtlich aufgebracht. "Habt ihr nicht das Recht, zu reden? Müssen die erst sterben?"

Wie die Geschichte vom Mobbing-Selbstmord entstand

Der 46-Jährige vereint die bullige Statur eines Türstehers - was er mal war - mit dem Auftreten eines Straßenkämpfers - was er ebenfalls mal war. Er war aber auch Mobbing-Opfer, sagt er, sei daran fast gestorben. Auch sein Sohn sei Opfer gewesen. Heute gibt Stahl berufsmäßig Anti-Mobbing-Kurse, für Kinder und Erwachsene. Stahls Methode: Konfrontation, gepaart mit persönlichen Erfahrungen und missionarischem Eifer - und viel Abneigung gegen die bestehende Lehrmeinung.

"Also, liebe Pädagogen, ich habe Mobbing am Körper erlebt. Mein Körper ist voller Narben. Ihr seid die Experten? Weil ihr ein Buch gelesen habt? Weil euch ein Professor Geschichten aus einem Buch vorgelesen hat?" Stahls Stimme dröhnt so laut, er braucht kein Mikrofon. "Und ich lasse ich mir von ein paar Sesselfurzern aus dem Berliner Senat nichts erzählen, was ich darf und was ich nicht darf! Das hier haben wir geschaffen, und das habe ich losgetreten."

Losgetreten hat Stahl in Reinickendorf tatsächlich etwas - und zwar fast im Alleingang. Nach dem Tod des elfjährigen Mädchens Ende Januar kam ein Mitglied der Elternvertretung auf ihn zu. Stahl erfährt: Das Mädchen habe sich selbst getötet, weil es von Mitschülern gemobbt worden sei. Stahl schickt eine Botschaft an die WhatsApp-Gruppe der Eltern, sagt seine Hilfe zu. "Dann habe ich den Tagesspiegel angerufen und gesagt: Ich weiß, wir reden nicht über Selbstmord. Ich weiß, das ist ein Tabuthema. Aber wenn wir nicht anfangen, über Selbstmorde zu sprechen, fragen wir ja nie nach, warum."

Die Schulen und die Verantwortlichen könnten sich dann stets aus der Pflicht herauswinden, so Stahl. "Und dann haben sie ja auch beim Tagesspiegel couragierte Menschen, die Eltern sind." Die Redaktion habe ihm schließlich Recht gegeben. "Hier steht das öffentliche Interesse über diesem Tabu, über Selbstmorde zu sprechen."

Anti-Gewalt-Trainer Carsten Stahl mit Bildungsministerin Franziska Giffey
Carsten Stahl | Bild: dpa/Soeren Stache

Todesursache unklar

So war die Geschichte vom "zu Tode gemobbten Mädchen" in der Welt. Was tatsächlich passiert ist, war damals allerdings noch gar nicht geklärt - und ist es bis heute nicht offiziell. Mit den Eltern des toten Mädchens hat Carsten Stahl nie Kontakt gehabt. "Wenn die Eltern irgendwann mal sprechen wollen: Ich bin bereit", sagt er. "Weil wir der Sache doch auf den Grund gehen müssen."

Und dann mutmaßt er noch: "Wir reden immer von Autopsie. Wie lange ist das jetzt her? Und die wollen mir immer noch weißmachen, die wissen nicht, ob es ein Unfall, Selbstmord oder Mord war? Ist doch Blödsinn! Die ziehen das Ding in die Länge und haben gehofft, sie kriegen es irgendwie gebacken. Und jetzt gerät es außer Kontrolle."

"Wir haben hier eine Bewegung geschaffen"

Am 2. Februar, einem Samstag, ruft Stahl zur Mahnwache vor der Hausotter-Grundschule. Hinterher macht ein Video seines Auftritts die Runde im Internet, wird tausendfach geteilt - vor allem auch von Stahls Geschäft, seiner Anti-Mobbing-Kampagne. Der Ton ist laut. Und es wird politisch.

"Liebe Frau Scheeres, ich weiß, sie eröffnen gerne Kitas. Aber wo sind sie heute hier?" Vor allem an Bildungssenatorin Sandra Scheeres arbeitet sich Stahl ab. Er wirft ihr vor, seine Arbeit behindert zu haben, obwohl ihm das Land Berlin sogar schon mehrere zehntausend Euro Förderung bereitgestellt hatte.

"Ich versuche, für eure Schule etwas zu tun. Aber euch muss klar sein, dass die mich nicht haben wollen. Weil: Ich habe das hier alles an die große Glocke gehängt." Er erinnert sein Publikum daran, dass besprochen wurde, "dass die Eltern wählen können, welche Präventionsprojekte dort kommen. Und deshalb haben wir die Petition." Die Petition trägt den Briefkopf seiner Firma, dem Anti-Mobbing-Projekt "Camp Stahl". "Wir haben hier eine Bewegung geschaffen", ruft Carsten Stahl mit voller Kraft. "Für ganz Deutschland!"

Türschild von Direktorin Daniela Walter in der Hausotter-Grundschule
| Bild: Sebastian Schöbel/rbb

"Sie ist kein Mobbingopfer gewesen"

Es reicht die kurze Pause zwischen zwei Flugzeugen, die im tiefen Anflug auf den naheliegenden Flughafen Tegel über die Schule hinweg donnern, um von Carsten Stahls "Elternabend" zur Hausotter-Grundschule zu laufen. Daniela Walter ist in diesen Tagen und Wochen noch lange abends da: Die Leiterin der Grundschule macht auch Elternabende.

Das verstorbene Mädchen habe sie gekannt, sagt Walter, beschreibt sie als ruhig und sehr zurückgezogen. Doch sie ist sich sicher: "Sie ist kein Mobbingopfer gewesen. Sie war in Konflikte involviert, wie andere Kinder auch. Aber sie ist kein Mobbing-Opfer."

Schwierige Schule, schwieriger Kiez

Daniela Walter ist seit gut 20 Jahren im Schuldienst, vor fast zwei Jahren übernahm sie die Leitung der Hausotter-Grundschule. Dass es nicht leicht werden würde, wusste sie: Das Umfeld ist schwierig, der benachbarte Lettekiez gilt als sozialer Brennpunkt, viele Familien leben in Armut, die Mehrzahl der Schüler hat Migrationshintergrund. "Ich habe hier aber auch Eltern, die keine Hilfe von außen wollen, obwohl ihr Kind Schwierigkeiten hat. Sie sagen: Nein, das wollen wir nicht. Wir machen das intern. Wenn Eltern nicht mit uns zusammenarbeiten wollen, hab ich schlechte Karten."

Allerdings wurden auch an der Schule selbst 2013 und 2016 schwerwiegende Mängel festgestellt, vor allem bei der damaligen Schulleitung. Dann übernahm Daniela Walter, hatte ehrgeizige Ziele. Und jetzt? "Erschütterung, Fassungslosigkeit, viele, viele Fragen. Eine unendliche Traurigkeit." Die Medien hätten daran ihren Anteil, kritisiert Walter. "Und dann das, was über die Presse gesagt wurde: Mitschüler seien diejenigen, die gemobbt haben. Das hat natürlich ganz viel mit dieser Schule, mit den Kindern und den Kollegen gemacht."

Eine Box für Schülervorschläge in der Hausotter-Grundschule
| Bild: Sebastian Schöbel/rbb

Die Eltern bitten um Zurückhaltung

Vom Tod des Mädchens erfährt Daniela Walter am 29. Januar, abends auf dem Heimweg. Am nächsten Tag telefoniert sie mit den Eltern des Mädchens. Die hätten "ganz klar gesagt, dass das Mädchen im Krankenhaus verstorben ist und sie wollten an diesem Tag keine Auskunft nach außen." Doch dann habe sich die Information rumgesprochen, auch unter den Kindern in der Schule.

Am Donnerstag telefonierte Walter erneut mit den Eltern des toten Mädchens. "Wir haben gesagt, sie sollten uns die Möglichkeit geben, dass wir es mit den Kindern besprechen und die Eltern informieren. Das hat die Familie getan - mit dem Wortlaut: Das Mädchen ist im Krankenhaus verstorben und sie wünschen nicht, dass über die Todesursache gesprochen wird."

Deswegen habe sie auch die aufgestellten Kerzen und Kuscheltiere auf dem Schulgelände reingeholt, sagt Daniela Walter. "Weil die Familie nicht wollte." Denn die Schwester des Mädchens wollte am Freitag nach kurzer Unterbrechung wieder zur Schule kommen, so Walter. "Und die Eltern wollten nicht, dass sie das sieht."

Diese Information erreicht viele Eltern aber nicht. Stattdessen kommen die ersten Medienanfragen. Carsten Stahl ruft zur Mahnwache an der Schule. Es ist die, bei der er den Tod des Mädchens als Selbstmord wegen Mobbings darstellt - und mit Zweiflern abrechnet. " Zu sagen, es habe damit nichts zu tun, ist beschämend. So kann und darf es nicht weitergehen!"

"Ich habe es nicht mehr ausgehalten"

Daniela Walter kommt ebenfalls zur Mahnwache, um zu trauern, sagt sie. Der Ton aber habe sie abgeschreckt. "Ich bin irgendwann gegangen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe."

Heute gibt es in der Hausotter-Grundschule einen Trauerraum. Es wurde extra ein Kinderpsychologe hinzugezogen, die Aufarbeitung läuft. Gefragt, welche Rolle Carsten Stahl dabei spielen wird, antwortet Daniela Walter unmissverständlich: "Keine."

Schulhof der Hausotter-Grundschule
| Bild: Sebastian Schöbel/rbb

Stahl ins Abgeordnetenhaus eingeladen

Es sind zwei Wahrheiten, die an der Hausotter-Grundschule in Reinickendorf miteinander ringen: Die des unkonventionellen Anti-Mobbing-Kämpfers, der vor weiteren Todesfällen warnt und die Wut und Angst von Eltern nutzten will, um sie zu verhindern. Und die der Pädagogin, die eine Grundschule vor dem Abrutschen schützen und gleichzeitig die Wünsche von zwei trauernden Eltern respektieren will.

Was bleibt, ist tragischer Todesfall, dessen Hintergründe bis heute nicht restlos aufgeklärt sind - es vielleicht nie wirklich sein werden.

Anti-Mobbing-Trainer Carsten Stahl hat seine Botschaft inzwischen in mehreren weiteren Internet-Videos wiederholt. Auf Einladung der CDU soll er Ende Februar bei einer Anhörung im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses auftreten. Dort wird er dann auch zum ersten Mal direkt auf Bildungssenatorin Sandra Scheeres treffen.

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82 Kommentare

  1. 82.

    Abgesehen davon, dass ich wenig davon halte, andere wegen ihrer Meinung zu belehren oder sonstwie von oben herab mit ihnen zu sprechen, möchte ich als ehemaliges Opfer (Gymnasium) mich ganz klar für Transparenz und Offenheit positionieren. Die Vorgehensweise von Herrn Stahl mag für einige sicher befremdlich scheinen, doch ganz ehrlich: wer traut sich, den Mund aufzumachen? Es wird geschwiegen, aus Angst, Scham...
    Ich habe als Opfer keine Unterstützung erfahren, weder von Lehrern noch von Mitschülern. Im Laufe der Zeit hab ich gelernt, es ist besser, einfach möglichst unsichtbar zu sein. Nicht melden im Unterricht, nicht auf die Unterstützung anderer hoffen. Wenn man einmal versucht, Gehör zu finden und von Autoritätspersonen wie Lehrern bewusst weggeschnitten wird, gibt man irgendwann auf. Woran es lag? Ich war nicht "in" genug, die anderen Kinder hatten wohlhabende Eltern. Es ist wichtig, dass darüber gesprochen wird statt das Thema totzuschweigen!!!

  2. 80.

    Allein die Kerze mit Firmenlogo. Widerlich

  3. 78.

    Sie scheinen sehr aufgebracht zu sein.Irgendwie fehlt mir in Ihren Kommentaren auch der Zusammenhang zu den Geschehnissen. Ihre Reaktionen auf die anderen Kommentare wirken auch eher emotional, als schlüssig. Herr Stahl mag ja kein schlechter Kerl sein, aber er trat schon ein wenig wie die Axt im Walde auf. Nicht alles was gut gemeint ist, ist auch gut gemacht. Das muss er halt begreifen. Und doch, manchmal sind leise Töne angebracht. Grad weil es um den Tod eines Kindes geht. Stirbt ein Kind, stirbt ein Teil der Eltern mit. Und wenn diese in Ruhe gelassen werden möchten, ist dies zu respektieren. Und wenn es noch keine schlüssigen Ermittlungsergebnisse gibt, muss man sich voreiliger Mutmaßungen enthalten. Das gehört sich so.

  4. 77.

    Was haben Sie denn an meinem Kommentar nicht verstanden? Ich möchte etwas "bekämpfen"? Ich "prangere" deutsche Schüler an? Das ist Unsinn. Ich schilderte die Situation in der Klasse meines Kindes. Realistisch und sogar mit dessen Einverständnis. Ich erkenne eher in Ihrem Kommentar Schubladendenken, weil Sie sich gedanklich nicht darauf einlassen können.

  5. 76.

    Das Leben lehrt manchesmal mehr, als Bücher es vermögen.... Arztfehler (studierte Mediziner), fehlerhafte Gutachten (durch studierte Psychologen, studierte Fachärzte, studierte Maschinenbauer usw.), falsche Gerichtsurteile (Anwälte, Richter, alle haben Jura studiert)- Beispiele finden man reichlich, die belegen das es "Fachidioten" gibt. Das Problem in der Gesellschaft ist fehlende Sozialtät, fehlendes Rückrat, Sozialkompetenz, fehlende Empathie, falscher Stolz usw. DIE OPFER DER HEUTIGEN GESELLSCHAFT, SIND DIE KINDER. FRÜHER WAR MAN MIT IHNEN VIELLEICHT ZU STRENG, ABER HEUTE INTERESSIERT SICH KAUM JEMAND FÜR SIE, UND DAS IST ERSCHRECKEND. ERFOLG, GELD, NATURSCHUTZ, TIERSCHUTZ. SO VIELES IST WICHTIGER GEWORDEN ALS UNSERE KLEINEN MITBÜRGER. MÖGE ES BALD NOCH MEHR MENSCHEN WIE HERR STAHL GEBEN, DIE EMOTIONAL FÜR KINDERRECHTE KÄMPFEN.

  6. 75.

    Die Lautstärke, der Ton, die Wortwahl, sollte keine Rolle spielen. Im Bundestag geht es nicht anders zu. Wenn ich es rechtig gelesen habe, hat man ihm für sein Projekt Geld geboten, lese aber nicht, ob er es angenommen hat..Zur "Rücksichtnahme auf die Eltern des Mädchen", möchte ich folgendes Beispiel bringen..Mein Bruder kam als Erwachsener in ein Pflegeheim. Dort wurde er sehr schlecht bis garnicht versorgt. Meine dezenten Beanstandungen wurden als unwahr dargestellt. Privat traf ich zufällig eine Mitarbeiterin des Heimes, diese sprach mich an und klärte mich über die Mißstände auf, hatte jedoch Angst um ihren Arbeitsplatz.Beim Heim resoluter die berechtigten Forderungen zu stellen, UNTERLIEß ICH, DENN MEIN BRUDER WAR DER SITUATION AUSGESETZT. Wir suchten einen neuen Heimplatz. Es ist in der Regel immer AM BESTEN wenn sich UNBETEILIGTE EINSETZEN. Darum GIBT es eigentlich auch Klassensprecher, Schulsprecher, Elternsprecher, Vertrauenslehrer. Der Sinn dessen ist wohl abhanden gekommen.

  7. 74.

    Jetzt haben sie den gleichen Fehler begangen, welche sie dem anderem Kommentator vorwerfen. Nur in die andere Richtung. Sie meinen, die Ausländerfeindlichkeit erkannt und bekämpfen zu müssen, indem sie die deutschen Kinder als hauptsächliche "Übeltäter" anprangern.
    Schubladendenken bleibt Schubladendenken, egal welche Beschriftung die Schublade hat.
    Jede Schule, jeder Ort hat seine eigenen Probleme.
    Der Mensch ist ein Herdentier. Gruppenstärke das Problem.
    Ist die Mehrzahl der Schüler aus finanziell besser dastehenden Familien, u.U. Markenorientiert denkt, sind die Opfer meistens diejenigen, die nicht mithalten können.
    Wenige Ausländer, besteht die Gefahr, durch deutsche Kinder.
    Hoher Ausländerteil, leiden die deutschen Kinder. usw
    Meine Schulzeit, die meiner Kinder, jetzt die meines Enkels.... Leiden durch Mobbing hat es schon immer gegeben, nur die Art hat sich verschlimmert.
    Politik und Schule muß man in die Pflicht nehmen, denn es besteht Schulpflicht. Obhutspflicht.

  8. 72.

    Ihre zusammengestoppelten Halbwahrheiten mit Vorkomnissen aus dem Jahr 2013 nennen sie also "konkret die Versäumnisse in der Schule hierher kopiert"?

    Wenn man sie auf Widersprüche hinweist werden sie unsachlich und aggressiv.

    Behalten sie ihre Unterstellungen für sich und fassen sie sich an die eigene Nase. In ihrer Biografie muß etwas schiefgelaufen sein wenn man eine solche menschenverachtende Gesinnung wie die ihrige entwickelt.

  9. 71.

    Die Doku ist sicherlich interessant und gibt einen Einblick in eine Brennpunktschule. Nun darf man aber keinesfalls daraus schließen, dass es überall und an jeder Schule so abläuft, sie ist definitiv nicht repräsentativ. Die Gefahr besteht nämlich, wenn man selber z.t. kein schulpflichtiges Kind und keinen authentischen Einblick hat. In den Schulen meiner Kinder sind ca. die Hälfte deutsche Schüler mit Migrationshintergrund. Die Probleme, die es gibt, sind aber eher durch Schüler mit sozialer Indikation und die ohne gymnasiale Empfehlung. Das betrifft fast nur deutsche Schüler ohne Migrationshintergrund. D.h. dass Inklusion und die Vergabe von Gymnasialplätzen an Schüler ohne entsprechende Empfehlung die hauptsächlichen Ursachen für Probleme in Berliner Schulen sind. Meine Kinder haben viele Freunde mit Migrationshintergrund, die oft besser erzogen sind, als die Anderen. Im Teenageralter sind muslimische Freunde sogar ein Segen. Denn sie trinken und kiffen nicht ;-). Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: hört auf mit den Vorurteilen, jede Medaille hat zwei Seiten. Und ob es an dieser Schule Probleme gab oder nicht, dieser Fall ist bisher völlig unklar.

  10. 69.

    Falsche Polemik, da ich konkret die Versäumnisse in der Schule hierher kopiert habe:. Was Sie ausgerechnet an offiziellen Berichten verteufeln wollen, wird nicht mal klar und um das verstorbene Mädchen ging es in den Berichten auch nicht.

  11. 68.

    Sie reden sich hier um Kopf und Kragen und werden umso aggressiver desto mehr ihre eigentliche Absicht offensichtlich wird. Sie sollten sich in Grund und Boden schämen wenn sie hier ihre Profilneurose auf dem Rücken des toten Mädchen ausleben!

    Pfui!

  12. 67.

    Die spätere Schulleitung hat jahrelang das Schulklima nicht geändert. Sie versuchen immer wieder, hier jahrelange Dauerprobleme wegzureden. Geht angesichts der erfolgten Schulinspektionen gar nicht. Also lassen Sie solche Versuche. Wenn Sie ausgerechnet die Elternvertreter, die solche die kindliche Entwicklung stark belastenden Dauerprobleme ansprechen, als "angeblichen Mob" verunglimpfen (s. u.). und die Diskussion über diese dauerhaft belastenden Probleme bagatellisieren, sind Sie Gesinnungsforist. Sie wollen natürlich lieber andere so betiteln, aber Ihre Posts sprechen für sich. Stahl kann selbstverständlich die Schulbehörde öffentlich kritisieren, weil es so viele bekannt gewordene Mobbingfälle in Berlin gibt. Die sind der Verantwortungsbereich der Schulbehörde und mit Geld kann die sich hier nicht herausreden. Allmählich stellt sich hier die Frage, ob Sie einfachste Sachen wie die Fürsorge- und Aufsichtspflicht in Kinder betreuenden Einrichtungen nicht verstehen oder nur so tun.

  13. 66.

    Es existiert zum Tod der Schülerin nur eine Wahrheit aus den unzureichend bekannten Einzelheiten, aber verschiedene Sichtweisen, die je nach Interessenlage als Wahrheit deklariert werden. Von einer selbstmordgefährdenden psychischen Erkrankung war und ist nicht die Rede, zudem haben sich viele Eltern deutlich über aggressive Missstände im Schulbetrieb und Ignoranz sowie Verharmlosung dieser Probleme geäußert. Zu den beiden "Wahrheiten" des Artikels stellt sich mir die Frage, weshalb den Gedanken und Emotionen der betroffenen Schüler*innen keine ausreichende Beachtung gewidmet wird. Sie haben jeder für sich die entwicklungsstörenden und gesundheitsgefährdenden Belastungen ständig zu tragen, was mMn die Schutzbereiche ihrer Grundrechte eröffnet und diese (z. B. Leben, Gesundheit, Freiheit, Gleichheit) verletzt.

  14. 65.

    Erfahrungsgemäß hilft es nicht sehr viel, mit Kindern zu reden, wenn man die angestrebten Werte nicht vorlebt.
    Unter diesem Blickwinkel betrachtet wäre es eigenartig, wenn die jüngere Generation als Spiegel der älteren nicht ebenfalls Tendenzen zum Wertefall an den Tag legen würde.
    Was natürlich kein Grund ist, nicht weiter mit Elan an einer Verbesserung der Zustände zu arbeiten - aber wie gesagt erst mal bei sich selbst (wobei ich jetzt nicht Sie persönlich meine; ich denke, Sie verstehen mich.)

  15. 64.

    Ja richtig. Das ist die Situation 2013 an dieser Schule. Und deshalb ist vor 2 Jahren auch ein neue Schulleitung eingesetzt worden. Darüber hinaus ist mir kein Antrag der CDU, FDP oder gar AfD bekannt signifikant grössere Summen in unser Schul- und Bildungssystem zu investierten. Das höre ich erst seit es den RRG-Senat gibt. Das ist aber der der von Herrn Stahl beschimpft wird. Worauf also will der Herr und Leute die so diskutieren hinaus? Ich habe nichts dagegen die Hausotter Grundschule ähnlich gut und pädagogisch-fachlich fundiert aufzustellen wie die Rütli-Schule. Darf man halt nicht immer Parteien und deren Funktionäre unterstützen die so etwas blockieren. "Zu teuer" "zu egalitär" "zu links"
    Und ausgerechnet dieses Milieu spricht von "Gesinnungsforisten" Einmal mehr werden dabei rücksichtslos Tote funktionalisiert. Diesmal ist es halt ein 11-Jähriges Mädchen. Offenbar gibt es ein Interesse zu behaupten in unseren Schulen kämen reihenweise Kinder ums Leben.

  16. 63.

    In Berliner QM-Gebieten gibt es, aus meinen Erfahrungen, kaum eine Schule, die keine Probleme hat, wenn man hinter die Kulisse schaut. Vertuschungsversuche und Ignoranz, zum angeblichen Schutz der Schule, gibt es jedoch ausreichend.

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