Eine Garderobe in einer Kindertagesstätte. Quelle: dpa/Christian Charisius
Bild: dpa/Christian Charisius

Vermittlung in neue Einrichtungen ab März - Gekündigte Kita-Kinder bekommen neue Plätze

Wegen anhaltender Personalnot musste die Kita "Notenzwerge" in Berlin-Tempelhof kurzfristig 113 Betreuungsplätze streichen. Die betroffenen Eltern äußerten sich im rbb fassungslos - und bangten um ihre Arbeitsplätze. Doch nun ist eine Lösung in Sicht.

Nach der massenhaften Kündigung der Betreuung in der Tempelhofer Kita "Notenzwerge" können voraussichtlich alle betroffenen Kinder in anderen Einrichtungen unterkommen. Laut Oliver Schworck (SPD), Stadtrat im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg, haben die Kitas des Bezirks 87 Plätze bereitgestellt. Darüber hinaus gebe es noch Angebote freier Träger.

"Wir kommen wahrscheinlich auf die benötigte Anzahl von Plätzen", sagte Schworck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In dieser Woche sollen die Eltern über die Angebote informiert werden. Wegen eines hohen Krankenstands und großer Personalnot hatte die Kita Notenzwerge auf einen Schlag die Betreuung von 113 Kindern und damit rund der Hälfte aufgekündigt. 

Betreuung bei Notenzwergen noch bis Anfang März

Es müsse noch geklärt werden, wer in welcher Kita untergebracht werden kann, so der Jugendstadtrat. In den Kitas werde es bis zum Ende des Kitajahres zwar vorübergehend zu einer Überbelegung kommen. Aber diese sei zu bewältigen, sagte Schworck. Er selbst habe nicht mit so einer schnellen Lösung gerechnet. 

Die betroffenen Kinder aus der Kita Notenzwerge drohten ab März ohne Betreuung dazustehen. Im rbb äußerten sich einige Eltern besorgt, für die Kinderbetreuung rund um die Uhr ihen Beruf aufgeben zu müssen. 

Unterdessen sollen die verlorenen gegangenen Kapazitäten der Kita Notenzwerge nach und nach wieder aufgebaut werden. "Die Personalsuche läuft auf Hochtouren, um die Betreuungskapazität wieder zu erhöhen. Einige Eltern haben auch Kita-Plätze bei anderen Trägern gefunden", teilte eine Sprecherin des Trägers Rahn Education mit.

 

Sendung: Abendschau, 12.02.2019, 19.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich bin gerade fassungslos. Woher kommen denn so schnell die freien Plätze? In einem anderen Artikel las ich gerade, dass es Ende Januar 2019 5500 angebotene Betreuungsplätze, aber gut 8000 bewilligte Kita-Gutscheine gab. Dies heißt, es fehlten jetzt schon 2500 Plätze.
    Wenn ich jetzt lese, dass es für die betroffenen Familien innerhalb kürzester Zeit mal locker 100 Plätze gefunden wurden, dann nenne ich das eine stolze Leistung von den Mitarbeitern von Herrn Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD). Dieses Engagement hätte ich mir für mein Kind Anfang 2018 auch gewünscht. Wir suchten monatelang EINEN Platz. Die Behörde konnte uns nicht helfen, verwies uns aber sofort auf die Möglichkeit des Klageweges. Die Betroffenen möchte ich herzlich beglückwünschen, weil meine Frau und ich persönlich erfahren durften, den Beruf ohne einen Kitaplatz weiter auszuüben.

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