Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr stehen nach einem Verkehrsunfall am Alexanderplatz (Quelle: ZB/Diday Media)
Video: Abendschau | 20.02.2019 | Vanessa Kockegei | Bild: ZB

Unglück beim Abbiegen - Radfahrerin stirbt nach Unfall mit Lkw am Alexanderplatz

Am Alexanderplatz ist eine 37-jährige Radfahrerin von einem abbiegenden Lkw erfasst worden und dabei ums Leben gekommen. Die Frau ist die erste tödlich verunglückte Radfahrerin auf Berlins Straßen in diesem Jahr.

Nahe dem Berliner Alexanderplatz ist am Mittwoch eine 37-jährige Radfahrerin von einem abbiegenden Lkw erfasst und getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Berlin ist die Frau das erste Todesopfer bei einem Fahrradverkehrsunfall in der Hauptstadt in diesem Jahr.

Nach Mitteilung der Polizei befuhr die Frau den Radweg entlang des "Haus des Lehrers" in Richtung Mollstraße und wurde von dem parallel zu ihr fahrenden Lkw erfasst, als dieser auf die Karl-Marx-Allee abbog. Die Frau sei noch am Unfallort verstorben.  

Aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Unfallaufnahme waren weite Teile der Kreuzung für rund vier Stunden bis zum frühen Nachmittag gesperrt, wie es von der Polizei hieß. Der Verkehrsermittlungsdienst habe nun die weiteren Ermittlungen übernommen.

Im vergangenen Jahr waren in Berlin laut Angaben des ADFC elf Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. 2017 waren es zehn, 2016 19.

Sendung: Inforadio, 20.02.2019, 14:00 Uhr

Kommentar

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56 Kommentare

  1. 56.

    Die freiwillige Selbstverpflichtung ist inzwischen eine gängige Praxis in der Wirtschaft. Sie kommt meist auf Drängen der Politik zustande. Damit sollen staatliche Eingriffe vermieden werden. Seitens der Politik heißt es dann, es werde auf gesetzliche Vorgaben verzichtet, solange die Industrie es selbst ausreichend regelt.

  2. 55.

    Sie sind so unfreiwillig komisch und merken das nicht mal! Wenn man anderen Arroganz vorwirft, sollte man sich selber im Griff haben. Und ja, man kann auch zu freiwilliger Tat drängen, sonst wäre es ja zwingen. Deutschunterricht zweite Klasse.

  3. 54.

    sonst verstanden wissen?

    lediglich das, dass sie den Verkehrsregeln vertraut hat , nicht mehr oder weniger

  4. 53.

    Selbst wenn Radfahrer ALLES richtig machen kommt es zu schweren und schwersten Unfällen. Zeitdrück und Überforderung durch den immer dichter und dadurch agressiver werdenden Verkehr spielen ein nicht zu unterschätzende Rolle.

    "Deshalb steht Beate einige Meter vor der Haltelinie, um nicht übersehen zu werden, als sie bei Grün auf die Kreuzung fährt. Noch immer ist ihr schleierhaft, wie der Lkw hinter ihr sie trotzdem erfassen kann, als er nach rechts abbiegt."

    https://radzeit.de/hinter-jeder-zahl-ein-mensch/

  5. 52.

    Ihre Arroganz und Überheblichkeit ist hier fehl am Platz.

    Ihr Vorschlag auf freiwillige Nachrüstung mit Abbiegeassistenten ist sinnlos, da spielt die Lobby der Spediteure nicht mit. Sie sind sich ja nicht einmal selber sicher was sie wollen.

    "Da sollte die Industrie mal endlich gedrängt werden, das freiwillig standardmäßig einzubauen."

    Ja, was denn nun? Drängen oder freiwillig? *facepalm*

  6. 50.

    Als was wollen sie dann ihr " Verlässt man sich einfach auf sein Vorfahrtsrecht ?" sonst verstanden wissen?

    Verkaufen sie uns doch nicht für blöd.

  7. 49.

    Ich habe das schon verstanden. Ihre Kritik an manchen Radfahrern ist leider auch berechtigt. Ich fürchte aber, dass Ihnen nicht bewusst ist, dass das KEIN Argument dafür ist, andere Radfahrer totzufahren. Zumal es häufig Radfahrer trifft, welche sich - zumindest in der betreffenden Situation - an Verkehrsregeln halten (Fahren auf dem Radweg hier, warten auf Grün an der Ampel bei vielen der tödlichen Unfälle vergangenes Jahr). Wie Steffen (aktuell 47) richtig schreibt, überfährt vermutlich niemand Andere absichtlich. Die Einstellung, dass man auf schwächere Verkehrsteilnehmer weniger Rücksicht nehmen muss, da diese häufig Fehlverhalten zeigen, ist jedoch das Gefährliche. Auch wenn mich Fußgänger auf dem Radweg ärgern und sie dort nichts verloren haben, darf ich sie nicht (beinahe) umfahren. Von motorisierten Verkehrsteilnehmern erwarte ich ebensoviel Rücksicht und Verstand.

  8. 48.

    Den Vorschlag kann ich nur begrüßen. Aber warum passiert nicht? Die Autobranche ist systemrelevant, so wie es die Banken in der Bankenkrise waren.

  9. 47.

    Unendlich tragisch, das Geschehene. Fast genau so schlimm, dass direkt wieder s altbekannte Gemotze losgeht, die Pauschalisierungen und Schuldzuweisungen, ohne dass es eigentlich um den Fall geht. Ganz vorn dabei die Radfahrer, besonders einer. Bleibt doch alle mal sachlich. Kein Lkw-Fahrer fährt jemanden mit Absicht tot, die stehen sowieso mit einem Bein im Gefängnis, wenn sie ins Führerhaus steigen. Der tote Winkel ist ein riesiges Problem für alle, die sich darin befinden, diese Gefahr aber nicht wahrnehmen (können). Kleine Kameras wären da eine bessere Lösung als ein piepender Assistent mit vielen Fehlalarmen. Da sollte die Industrie mal endlich gedrängt werden, das freiwillig standardmäßig einzubauen. Bildschirme für Rückfahrkameras gibt es ja meistens schon, der kann dafür mitgenutzt werden. Trotzdem muss jeder andere Verkehrsteilnehmer die Gefahr kennen, die von einem LKW neben einem ausgeht. Nur alle Maßnahmen zusammen können Leben retten, Recht haben nicht.

  10. 46.

    Ich glaube, Mario K. hat meinen Kommentar nicht verstanden. Es geht nicht um Gewalt gegen Radfahrer, sondern um die Gewalt und Rücksichtslosigkeit der Radfahrer gegenüber denjenigen, die sich nicht wehren können und auf teils beträchtlichem Schaden sitzen bleiben. Das ist die dreckige Hose in der U/S-Bahn oder das umgefahrene Kind an der Haltestelle.
    / Sarkasmus ein/ Aber Fußgänger sind es ja sowieso nicht wert/Sarkasmus aus/.

  11. 44.

    " sie unterstellen nämlich in diesem Zusammenhang die Frau hätte ihr Vorfahrtsrecht erzwungen. "

    das unterstelle ich keineswegs , ich habe lediglich die Vermutung ausgesprochen , daß sich die Verunglückte auf ihr
    Vorfahrtsrecht verlassen haben könnte , von " erzwungen " ist keine Rede

    @ TobiasPankowDonnerstag, 21.02.2019 | 08:33 Uhr : volle Zustimmung !

  12. 43.

    Also sind ungeübte Radfahrer selber schuld oder wie? Und Landbevölkerung ist grossstadtuntauglich? Wie viel Schubladen haben Sie denn noch? Ich hoffe mal, die Hinterbliebenen der Toten lesen Ihre Worte nicht. Schuld war der LKW Fahrer. Basta.

  13. 42.

    Sagen sie mal, wie alt sind sie eigentlich? Oder machen sie schlechte Witze? Das halte ich für unangebracht.

  14. 41.

    Nein, unfassbar ist die Tatsache dass das cSU Verkehrsministerium (sprich die KfZ Lobby) seit Jahren mauert, statt den Abbiegeassistent zur Pflicht zu machen.

    Bis dahin, Innenstadtverbot für alle LKWs ohne Abbiegeassistent PUNKT

  15. 40.

    Es gibt schon Großstadt-ungeübte Radler... Zugereiste.. hier radelt man nicht Mal eben freihändig durchs Dorf und ignoriert die drei Autos auf der Straße. Als Ostwestfale geht mir das auch so...

  16. 39.

    Was soll die Einteilung in Berliner und Nichtberliner? Fremdenfeindlich? Es geht um einen Unfall, bei dem ein Mensch gestorben ist. Jedes Abdriften in einen ideologischen Streit sollte man da vermeiden. Solche Unfälle sind leider durch menschliche Fehler immer wieder möglich. Ein Abbiegeassistent kann da positives bewirken und jedes Unternehmen sollte überlegen, ob es nicht freiwillig auf diese technische Möglichkeit bauen will. Die Kosten tragen wir dann an alle über die Preise gerne mit.

  17. 38.

    Aha Erich, dort, wo vornehmlich Nicht-Berliner radeln! Ok, für diese Klientel kann ich nicht mitdenken. Und mal ehrlich, würden Sie und alle anderen Stänkerer die Kommentare aufs Grab der Radlerin legen, die hier gestern verstarb?

    Die sieht euch, da bin ich mir sicher.

  18. 37.

    Das mag aus ihrer Sicht auch stimmen,kann ich nicht beurteilen. Ich bin überwiegend in Pankow,PrenzlauerBerg und Friedrichshain mit dem Rad unterwegs. Da erlebe ich genau das Gegenteil.

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