"Zug fällt aus" steht auf einer Anzeigetafel (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
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Video: Bandenburg Aktuell | 10.02.2019 | Ludger Smolka | Bild: dpa/Kay Nietfeld

Verbindungen in Brandenburg - Lokführer sind krank – Regionalzüge fallen aus

Bahnreisende in Berlin und Brandenburg müssen erneut Einschränkungen in Kauf nehmen. Nachdem am Samstag bereits zahlreiche Regionalzüge ausgefallen waren, ist die Situation am Sonntag nicht besser geworden. Der Grund: Eine Krankheitswelle bei den Lokführern.

Erneut sind am Sonntag zahlreiche Regionalverbindungen in Brandenburg ausgefallen. Grund sind - wie bereits am Tag zuvor - kurzfristige Krankmeldungen von Lokführern.

Allein auf der Linie RE1 mussten bis zum Nachmittag zehn Fahrten zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) gestrichen werden, sagte ein Bahnsprecher. Auf der Regionalbahnlinie 11 sind zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus bis zum Mittag fünf Fahrten und auf der Regionalbahnlinie 49 zwischen Ruhland und Cottbus drei Fahrten betroffen.

Auf den Strecken der Regionalbahnen wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Bereits am Samstag viele Ausfälle

Bereits am Samstag waren zahlreiche Verbindungen der Regionalexpress-Linien RE1 und RE7 (Dessau – Berlin – Wünsdorf Waldstadt) und der Regionalbahnen RB11 und RB24 (Eberswalde – Senftenberg) wegen kurzfristiger Krankmeldungen von Lokführern ausgefallen. Die Bahn setzte auf den Strecken Ersatzbusse ein.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte es Unmut bei Bahnreisenden in Brandenburg gegeben, weil Regionalzüge wegen Lokführermangels gestrichen wurden. Mehrere Schichten hätten nicht besetzt werden können, hieß es damals. Durch einen neuen Tarifvertrag lasse sich der Dienstplan nicht mehr so flexibel gestalten wie zuvor, sagte ein Bahnsprecher nach den damaligen Personal-Problemen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrages war die Rede von einem Regionalexpress 11, dieser ist allerdings eine Regionalbahn. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: Inforadio, 10.02.2019, 11:00 Uhr

Kommentar

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27 Kommentare

  1. 27.

    Deswegen endlich automatisieren, gerade im Schienenbereich doch einfach und schon weltweit im Einsatz...

  2. 26.

    Werkstätten outsourcen... Unnötig, die selbst zu betreiben. Kann sich ein anderer mit dem Personal rumärgern

  3. 22.

    Aber jetzt bitte keine Witze über die Bahn, denn die kommen sowie nicht an.

  4. 21.

    Ja manchmal sind Kollegen einfach krank was bei anderen Arbeitern funktioniert soll bei Lokführern verboten sein. Pech für die Fahrgäste

  5. 20.

    Lieber trabux,

    Sie haben völlig recht, das war ein Fehler und hätte nicht passieren sollen. Wir haben das korrigiert, vielen Dank für Ihren Hinweis!

    Herzliche Grüße

  6. 19.

    "Krankheitswelle bei den Lokführern" klingt nach blaumachen. Eine Unsitte.

  7. 17.

    Ich habe leider keine Zahlen für Sie, aber ich meine mich zu erinnern, daß Erhöhungen von 38,- Euro brutto regelmäßig als riesen Erfolg gefeiert werden.

  8. 16.

    Und deswegen wildert die DB bei der Konkurrenz und schnappt der BVG ihre U-Bahn Fahrer und Werkstatt Personal weg ....böse böse DB ;)
    Lass den Kampf um das Personal beginnen !!! jetzt hat endlich mal der Lohnsklave alle Trümpfe in seiner Hand um gute Arbeitsbedingungen und Gehälter zu erkämpfen .

  9. 15.

    Nur Geld ist auch nicht alles, aber wichtig. Gute Arbeitszeiten - also auch Zeit für die Familie und nicht nur Nachtschichten - sind ebenso wichtig. In der Pflege und beim Lokführer leider nicht selbstverständlich. Sogar im Supermarkt ist man heutzutage von 5 Uhr früh bis 22 Uhr nachts im Dienst, dabei KANN man keine Familie/Kinder haben. Männer machen diese Jobs sozusagen gar nicht mehr, dazu lassen sie sich nicht herab. Die Frauen machen es notgedrungen, was aus den dazugehörigen Kindern wird, sei mal dahingestellt.

    Also nochmal ganz langsam, zum Mitlesen:
    - höhere Gehälter
    - bessere Arbeitszeiten/Schichtpläne/weniger Ausfallvertretungen
    ->mehr geeignete Bewerber.

    Viele sind geeignet, Lokführer zu werden. Aber für DAS Geld und DIE Arbeitszeiten kommen normal schlaue Menschen gar nicht erst zur Bahn...

  10. 14.

    > Obwohl die Gehälter, u. a. aufgrund des Mangels, in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind <

    haben Sie auch Zahlen um sich grundsätzlich ein Bild über die Verdienste der Lokführer zu machen ? ich habe keine Ahnung , deshalb kann ich mit den deutl gestiegenen Gehältern nichts anfangen
    schönen Abend

  11. 13.

    Qualifiziertes Personal ist inzwischen immer schwieriger zu finden. Nehmen Sie es mir nicht übel, aber dies macht sich insbesondere auch im Lokaljournalismus bemerkbar. So verkehrt zwischen Cottbus und Frankfurt (Oder) im Wesentlichen die Regionalbahn (RB) Linie 11. Einen Regionalexpress 11 gibt es nicht und sollte dieser tatsächlich wieder über Grunow statt Eisenhüttenstadt und Guben verkehren, wäre dies eine Angebotsausweitung, die durch den VBB bisher nicht kommuniziert wurde. Solche Fehler lassen sich durch ein oberflächliches Studium des Liniennetzes vermeiden. Die entsprechenden Pläne hegen auch auf dem Bahnsteig in Erkner aus.

  12. 12.

    die immer wieder geforderte Steigerung des ÖPNV stößt plötzlich auf personelle Grenzen

  13. 10.

    Da frage ich mich doch, woe die Bahn doch erst kürzlich publik machte, dass sie tausende neue Mitarbeiter einstellen will, woher sie die Leute alle nehmen will???

  14. 9.

    Das sind die Früchte die unfähige Manager, cSU Verkehrsminister und McKinsey & Co Kaputtsanierer gesät haben.

  15. 8.

    Dagegen lief es im Soziallismus recht gut!

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