Ein mit Blumen geschmücktes sogenanntes Geisterrad erinnert in Berlin an einen tödlich verunglückten Radfahrer (Quelle: dpa/Stache).
Audio: rbb 88.8 | 21.02.2019 | Matthias Bartsch | Bild: dpa/Soeren Stache

Unfall mit Lkw am Alexanderplatz - ADFC hält Mahnwache für getötete Radfahrerin ab

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Berlin hat am Donnerstag an der Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte ein Geisterrad aufgestellt - das erste des Jahres. Mehrere Dutzend Menschen nahmen an der Aktion teil.

Geisterrad als Erinnerung an 37-Jährige

Ein weißgestrichenes Rad an der Unfallstelle soll nun an die getötete Radfahrerin erinnern. Schon zuvor waren nach tödlichen Unfällen solche Geisterräder aufgestellt worden. Am Donnerstag war zudem eine Fahrrad-Demonstration zum Roten Rathaus geplant.

Nach Angaben des ADFC sind im vergangenen Jahr in Berlin elf Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. 2017 waren es zehn, 2016 sogar 19.

Sendung: Inforadio, 21.02.2019, 5 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Eben! Genau das schrieb ich in einem Artikel zu diesem Vorfall auch. Was bitte ist den Verkehrslenkern in den Kaffee gerührt worden, als sie diese Kreuzung neu geordnet haben? Welche Not bestand, die Abbiegetasche, die es dort gab, zu entfernen und Rad- und KFZ/LKW-Verkehr auf eine Schaltung zu legen? Bevor hier alle LKW Abbiegeassistenten haben gibt es die Gezeiten nicht mehr, also warum um alles in der Welt schafft man nicht polizeibekannte Unfallschwerpunkte aus dem Weg? Dass es an dieser Kreuzung nicht täglich drei Tote gibt liegt nur daran, dass alle dort SEHR aufpassen. Und einmal passiert eben dann doch etwas, so bitter es für die Betroffene ist...

  2. 7.

    An der Stelle der verunglückten Radfahrerin, kommt es aufgrund der dämlichen Ampelschaltung nachgewiesermassen seit über drei Jahren täglich zu gefährlichsten Konflikten zwischen geradeaus radelnden Fahrradfahrern und rechtsabbiegenden KFZ-Fahrern. Es ist mein täglicher Radweg und ich selbst beobachte das sehr oft und habe mit einem schweren unverschuldetem Unfall an dieser Stelle die Statistik bereichern können. Dabei wurde mir gesagt, dass diese Kreuzung für diese Art der Unfälle polizeibekannt ist. Dennoch wurde jahrelang nichts unternommen. Daher sind diese Kommentare von Neumann und Gelegenheitsradler fehl am Platz. Selbst mit Augenmaß und Mittelweg müssen solche Gefahrenschwerpunkte ausgeräumt werden. Am besten nicht erst, wenn jemand stirbt und trauernde Angehörige hinterlässt.

  3. 6.

    Eine Autostadt sollte Berlin in den 1960ern und 1970ern werden, wobei schon die Nazis mit dem Kaiserdamm 1938 anfingen, diese ehemals wohlproportionierte Straße europäischen Zuschnitts zu einer simplen Asphaltschneise zu machen.

    Indes: Es hat nie funktioniert, denn die Masse der Kfz. stand sich selber im Weg. Bei der Abreise auf Parkplätzen bei Großveranstaltungen kann dies jeder Mensch mustergültig beobachten.

    Was heute in die Tat umgesetzt wird, ist eine viel zu zaghaft betriebene Korrektur eines schicht undemokratischen seinerzeitigen Vorhabens. Wenn eine Person eine Stimme erhält, gleich wie andere, so kann nicht eine Person zu ihrer persönlichen Fortbewegung mindestens fünfmal so viel Platz beanspruchen wie eine andere, wo der Platz in der Stadt ohnehin begrenzt ist. Rücksichtnahme ist eben nicht nur eine wohlklingende Vokabel, sondern hat eben handfeste Konsequenzen.

  4. 5.

    Oh..das hier überrascht : „Nach Angaben des ADFC sind im vergangenen Jahr in Berlin elf Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. 2017 waren es zehn, 2016 sogar 19.“. Ohne jetzt merkwürdig rünerzukommen, jeder Tote ist einer zuviel. Dennoch, aufgrund der Berichterstattungen hatte ich jetzt mehr Tote angenommen. Für eine Millionenstadt ist das nicht wirklich viel. Jedenfalls angesichts des Verkehrs. Bitte, nicht falsch verstehen. Ich hätte mehr befürchtet. Und ich hoffe, wes werden künftig weniger.

  5. 4.

    Ich erinnere mal an Paragraph 1 der StVO. Abgesehen davon wo steht das Berlin eine Autostadt ist und bleiben muß?

  6. 3.

    Dem ersten Kommentar kann ich nur zustimmen. Aber eigentlich typisch Deutsch - hier muss immer alles übertrieben werden. Ein gesundes Mittelmaß gibt es nicht. Den Angehörigen wünsche ich viel Kraft und herzliches Beileid.

  7. 2.

    Was für ein unfassbar dummer, gefühlloser und zynischer Kommentar unter dieser schrecklichen Meldung. Sie meinen, das Opfer war selbst schuld? Oder sogar alle getöteten Radfahrer*innen und Fußgänger*innen? -
    In welchem Gesetz steht, dass Berlin eine Autostadt ist und bleiben muss?
    Der Wahnsinn liegt nicht bei den Menschen vor, die den Verkehr in dieser Stadt humaner gestalten wollen, sondern bei Leuten wie Ihnen, die nicht über ihr Ego hinauskommen.
    Kommt alle zur Mahnwache!

  8. 1.

    Es ist ja auch ein Wahnsinn aus einer Autostadt eine Fahrradstadt machen zu wollen und Jeti und Pleti auf das Fahrrad zu setzen.

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