Ein Polizeiauto und Polizisten stehen vor einem Grundstück, auf dem ein Mann erschossen wurde. (Quelle: dpa)
Video: rbb|24 mit Material von NonstopMedia | 09.02.2019 | Bild: dpa

"Persönliche Diskrepanzen" als mögliches Motiv - Mann in Werder erschossen - Haftbefehl gegen Nachbarn

In Werder ist am Freitagabend ein Mann mit einer Schrotflinte erschossen worden. Der tatverdächtige Nachbar floh zunächst, konnte kurz danach aber von der Polizei festgenommen werden. Das Opfer starb am Tatort.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 58-Jährigen in Werder (Potsdam-Mittelmark) ist Haftbefehl gegen einen Mann erlassen worden. Der am Freitag festgenommene Nachbar des Opfers habe in seiner Vernehmung "persönliche Diskrepanzen" als Tatmotiv genannt, teilte die Polizei am Samstag mit.

Nach derzeitigen Ermittlungen habe er Freitag gegen 18 Uhr zweimal mit einer Schrotflinte auf das Opfer geschossen und zur Tatzeit "unter dem erheblichen Einfluss von Alkohol gestanden". Die Waffe habe er nach eigenen Angaben in den 90er Jahren illegal erworben. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte einen Haftbefehl beantragt, den ein Richter jetzt erließ.

Der 60-Jährige war am Freitagabend wenige Straßen vom Tatort entfernt festgenommen worden. Die tödlichen Schüsse auf das 58-jährige Opfer fielen demnach in einem Hinterhof.

Gegen 18 Uhr hatten Anwohner nach den Angaben der Polizei die Beamten alarmiert. Ihren Aussagen zufolge soll der 60-Jährige auf den 58-Jährigen geschossen haben. Wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte, hat ein Anwohner aus Werder mit einer Langwaffe in einem Hinterhof auf seinen Bekannten geschossen.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte das schwer verletzte Opfer auf. Trotz Reanimationsversuchen starb der Mann vor Ort. Die Polizei machte sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark auf die Suche nach dem Tatverdächtigen und fand ihn rund 90 Minuten später. Aufgrund seiner Aussagen konnten die Beamten wenig später die mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen.

Sendung: rbb24, 08.02.2019, 21:45 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Da schiesst einer mit einer illegalen Waffe sturzbetrunken einen Nachbarn tot. Nun vermutet jemand nicht ganz ohne Grund eine strafmildernde Wirkung des Alkohols. Und gute Buerger unterstellen diesem Jemand daraufhin Taeterwissen und Populismus? Klar, wer auf moegliche Missstaende hinweist, ist ja mindestens so schlimm wie der Missstand selbst.

  2. 3.

    Weshalb besorgt sich jemand illegal Schusswaffen ? Ich bin nich nie auf die Idee gekommen.

  3. 2.

    Wie auch hier zu beachten:

    Nicht jeder Gewaltsame Tod eines Menschens ist gleich ein Mord und wird mit lebenslänglich bestraft.

    Aber wenn sie schon Täterwissen haben...

  4. 1.

    Da ja Alkohol im Spiel war gibt es sicher wieder Prozente bei der Verurteilung, statt Lebenslänglich drei Jahre auf
    Bewährung.

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