Ein mächtiger Keiler macht einen Mittagsschlaf im brandenburgischen Klaistow. (Bild: dpa/Pleul)
Bild: dpa-Zentralbild/Pleul

Drohende Afrikanische Schweinepest - Brandenburg lässt Fallen für Wildschweine zu

Angesichts der drohenden Gefahr vor der Afrikanischen Schweinepest dürfen in Brandenburg Wildschweine auch mit Fallen gejagt werden. In den Geviert genannten Fallen mit stabilen Matten werden die Tiere mit Mais oder Eicheln angelockt, sagte Jan Engel, einer der Sprecher des Landesbetriebs Forst, am Mittwoch. Der Jäger werde durch die Aufnahme einer Wildkamera alarmiert. Er könne dann einen Mechanismus auslösen und das Gatter schließen, so dass das Tier nicht mehr entkommen kann.

Am Ende werden die Tiere durch einen gezielten Schuss des Jägers aus kurzer Entfernung geschossen, sagte Engel. Nach Angaben des Umweltministeriums wurden bislang 43 Anträge von Jagdausübungsberechtigten auf die sogenannten Saufänge gestellt. 39 wurden genehmigt.

50 Euro für jedes erlegte Wildschwein

Im Nationalpark Unteres Odertal läuft nach Angaben des Landesbetriebs ein Modellprojekt. Insgesamt zwölf Saufänge werden bereits vom Landesbetrieb im Auftrag des Ministeriums geführt. Nach den Angaben ist es dadurch möglich, tierschutzgerecht Bachen mit ihrem Nachwuchs zu entnehmen.

Jäger erhalten 50 Euro für jedes erlegte Wildschwein. In der Saison 2015/2016 wurden 71.400 Wildschweine erlegt. Zudem gibt es eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro für die Entnahme von Proben von entdeckten toten Wildschweinen.

Die Schweinepest ist eine Viruserkrankung und wird von Tier zu Tier übertragen. Wildschweine gelten als Übertragungsträger.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.02.2019, 18 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

4 Kommentare

  1. 4.

    In Belgien wurden gerade (Feb. 2019) ein Forstbeamter und vier Jäger verhaftet, die infizierte Wildschweinkadaver von Polen nach Belgien geschmuggelt haben und so die Seuche nach Belgien gebracht haben. Der Forstbeamte hat zudem die zahlreichen verendeten Wildschweine nach Ausbruch der Seuche nicht gemeldet.

  2. 3.

    Der Hauptübertrsäger der Schweinepest ist der Mensch und seine Mettbrötchen, dass dürfte allseits bekannt sein. Wann werden hier die erste Fallen aufgestellt um die Übertragung zu verhindern?

  3. 2.

    Das Jagen der Wildschweine wird jetzt zur Hinrichtung,sowas hat überhaupt nichts mehr mit weidmännischen Verhalten zu tun,jedes Tier sollte noch die Möglichkeit zur Flucht haben.Hier wird überreagiert,weil normalerweise kein Zuchtschwein mit Wildschweinen Kontakt hat,Es sei denn das Wildschwein ist so gelenkig, um über Zäune zu klettern und in Ställe mit Zuchtschweinen einzubrechen. Schwachsinn!

  4. 1.

    Mich würde mal interessieren, warum man wegen der Schweinepest derart überreagiert. Man metzelt alle Schweine nieder ohne zu wissen, ob diese überhaupt krank sind. Dabei wird die Krankheit überhaupt nicht nur durch die Wildschweine übertragen. Darüber hinaus ist die Krankheit für den Menschen angeblich ungefährlich. Selbst wenn es einen Schweinebestand von einem Bauern erwischt, wäre es erst einmal nur erforderlich die Tiere zu töten, die tatsächlich erkrankt sind, anstatt sämtliche Tiere nieder zu machen. Meiner Ansicht nach wird hier unnötig Panik gemacht und absolut überreagiert. Ich bin auch kein Gegner der Jagd, weil ich glaube, dass die Tiere, die keine natürlichen Feinde haben daran gehindert werden müssen, dass sie sich unkontrolliert vermehren, das gilt für mich auch für die Wölfe, aber das was da gerade passiert ist nicht in Ordnung und absoluter Schwachsinn. Es werden gesunde Tiere getötet, aber angesteckt werde die Schweine dann durch Zecken oder Mücken oder ähnliche.

Das könnte Sie auch interessieren